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Handelsstreit Starke Schwankungen an Chinas Aktienmarkt zu befürchten

Der Handelsstreit zwischen den USA und China führt zu großer Unsicherheit und zur Verlagerung von Produktion. Wann wird sich die Lage wieder beruhigen?
05.06.2019 - 18:30 Uhr Kommentieren
Große Nervosität. Quelle: BLOOMBERG NEWS
Kurstafel in Schanghai

Große Nervosität.

(Foto: BLOOMBERG NEWS)

Frankfurt Riskante Bankkredite sind nicht das einzige Problem der chinesischen Volkswirtschaft. Fondsmanagerin Jing Ning von Fidelity International sorgt sich vor allem wegen der Folgen des Handelskriegs für chinesische Unternehmen.

„Es kommt zu schweren Umbrüchen in den Lieferketten“, sagt sie. Selbst eine vorübergehende Einigung zwischen China und den USA würde inzwischen niemanden mehr beruhigen, weil der Konflikt jederzeit wieder aufflammen könne, glaubt die in Hongkong arbeitende Managerin des rund fünf Milliarden Dollar schweren China Focus Fund.

Allein schon die große Unsicherheit führe zur Verlagerung von Produktion. „In dem Fall wissen selbst die Finanzvorstände nicht genau, was das kostet und wie viel Gewinn übrig bleibt.“ Eine Firma beispielsweise verlagere ihre Produktion von China nach Mexiko, obwohl sie dort noch gar keine Zulieferer habe, erzählt sie.

Jing Ning befürchtet erhebliche Schwankungen im chinesischen Aktienmarkt. Die maßgeblichen Indizes wie der CSI 300 sind zwar für dieses Jahr immer noch deutlich zweistellig im Plus. Allerdings sind die Kurse inzwischen weit unter den Jahreshöchststand Mitte April gefallen.

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    Die Fondsmanagerin bleibt aber optimistisch, dass sich die Lage in zwei oder drei Jahren beruhigt. Bis dahin könnten sich Lieferketten so verändert haben, dass sie auch in einer stärker fragmentierten Welt wieder funktionieren. Außerdem bietet China mit seiner wachsenden Kaufkraft einen starken Markt für Unternehmen.

    Eine Besonderheit in China ist aus ihrer Sicht, dass dort wirtschaftliche und politische Zyklen meist gegeneinanderlaufen und sich so dämpfen. Während im vergangenen Jahr Regierung und Notenbank eher gebremst haben, um die innere Verschuldung des Landes im Griff zu behalten, lassen sie zurzeit die Zügel wieder lockerer, um die Wirtschaft in Schwung zu halten.

    Die größten Positionen in Jing Nings Fonds sind die China Construction Bank, Tencent, Alibaba, China Mobile und China Life Insurance. Sie glaubt, dass viele Investoren China noch zu sehr als Markt für Wachstumstitel sehen. „Aus meiner Sicht werden Aktien mit hohen Dividenden immer interessanter“, sagt sie. Sie sieht das Wirtschaftswachstum in fünf Jahren bei nur noch rund fünf Prozent. Daher werden ihrer Einschätzung nach die Unternehmen künftig weniger investieren und mehr ausschütten.

    Mehr: Zum ersten Mal seit 20 Jahren wird eine chinesische Bank zwangsübernommen – ein Einzelfall oder Vorzeichen?

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