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Harter Wettbewerb am Bankenmarkt Onlinebanken steigern Zahl an Kunden und Konten deutlich

Die Zahl der Girokonten bei den Onlinebanken wächst weiter rasant. Doch reibungslos läuft es bei den Direktbanken nicht unbedingt.
02.09.2019 - 16:35 Uhr Kommentieren
Die Onlinebank gewinnt Kunden und Konten, verdient aber weniger.
Heißluftballon mit DKB-Werbung

Die Onlinebank gewinnt Kunden und Konten, verdient aber weniger.

Frankfurt Die drei großen Direktbanken in Deutschland steigern die Zahl ihrer Kunden und Konten nach wie vor deutlich. Bei der DKB aus Berlin stieg die Zahl der privaten Girokonten von Januar bis Ende Juni um 111.000, wie die Bank am Montag mitteilte. Insgesamt zählt sie damit gut drei Millionen Girokonten.

Noch mehr neue Konten eröffneten Kunden bei der ING in Deutschland. Sie führt inzwischen 2,7 Millionen Konten, Ende 2018 waren es rund 2,5 Millionen. Bei Comdirect erhöhte sich die Zahl der Girokonten um fast 80.000 auf knapp 1,7 Millionen.

Damit kommen die drei Onlinebanken, oft auch als Direktbanken bezeichnet, auf zusammen rund 7,4 Millionen Girokonten. Zum Vergleich: Die gut 380 deutschen Sparkassen führen zusammen rund 35 Millionen Girokonten, die Genossenschaftsbanken 26 Millionen.

Der Wettbewerb am deutschen Bankenmarkt ist hart, auch weil es vergleichsweise viele Kreditinstitute gibt. Onlinebanken bieten Girokonten gratis an, was viele Kunden anlockt.

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    Das gilt auch für N26. Die Berliner Smartphonebank hat mittlerweile 3,5 Millionen Kunden in 25 europäischen Ländern, ein erheblicher Teil davon dürfte aus Deutschland kommen. Sie verzichtet wie Onlinebanken auf Filialen für Privatkunden, Kern ihres Angebots ist aber eine Smartphone-App.

    Reibungslos läuft es aber auch bei den Onlinebanken nicht unbedingt: Sowohl die DKB als auch die Commerzbank-Tochter Comdirect kämpften kürzlich mit gravierenden IT-Pannen. Bei N26 ordnete die deutsche Finanzaufsicht Bafin Ende Mai bessere interne Sicherungsmaßnahmen gegen Geldwäsche an.

    Derzeit heben zahlreiche Banken und Sparkassen in Deutschland die Gebühren für Girokonten an und führen Preise für einzelne Dienstleistungen ein. Sie reagieren damit auf die Null- und Negativzinsen der Europäischen Zentralbank, die auf die Zinsspanne der Geldhäuser drückt. In ihrem Kerngeschäft – dem Ausreichen von Krediten und der Hereinnahme von Einlagen – verdienen Banken und Sparkassen weniger. Der Effekt dürfte in den kommenden Jahren noch deutlicher werden.

    Auch die DKB spürt das bereits. Im ersten Halbjahr verdiente sie vor Steuern 155 Millionen Euro, fast 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Zinsüberschuss ging zurück, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg deutlich, und auch die Kosten erhöhten sich. Sowohl im wichtigsten Geschäftsfeld, der Infrastrukturfinanzierung, als auch im Geschäft mit privaten Kunden wie mit Firmenkunden ging das Ergebnis zurück.

    Gleichwohl ist die DKB für ihre Mutter, die BayernLB, noch immer ein wichtiger Ertragsbringer. Die Münchner Landesbank arbeitet derzeit an einer neuen Strategie, die spätestens bis Jahresende beschlossen werden soll. Finanzkreisen zufolge beschäftigen sich die Bank und ihre Eigentümer – der Freistaat Bayern und die bayerischen Sparkassen – dabei auch mit grundlegenden Reformen wie einer Aufspaltung, einem Teil- oder Vollverkauf sowie einem Börsengang. Ein Verkauf der DKB wird allerdings für unwahrscheinlich gehalten.

    Mehr: Auch ausländische Digitalbanken wollen den Sprung nach Deutschland wagen.

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