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Hedgefonds-Manager David Einhorn hat gegen Wirecard gewettet

In seinem Brief an die Investoren kritisiert Einhorn Analysten, Wirtschaftsprüfer und die deutschen Aufseher im Fall Wirecard scharf. Sie hätten sich geweigert, sich die Kontroverse genauer anzuschauen.
06.08.2020 - 17:22 Uhr Kommentieren
Der Chef von Greenlight Capital sagt, er habe bereits 2010 einen Tipp bekommen, dass es bei Wirecard nicht mit rechten Dingen zugehe. Quelle: REUTERS
David Einhorn

Der Chef von Greenlight Capital sagt, er habe bereits 2010 einen Tipp bekommen, dass es bei Wirecard nicht mit rechten Dingen zugehe.

(Foto: REUTERS)

New York Das zweite Quartal ist für Hedgefonds-Manager David Einhorn nicht besonders gut gelaufen. Sein Flaggschiff-Fonds erzielte eine Rendite von einem Prozent, der Aktienindex S&P 500 legte dagegen um über 20 Prozent zu.

Bei einer Sache lag der Chef Greenlight Capital jedoch richtig: Wirecard. Der Betrug bei dem Münchener Zahlungsabwickler sei „ganz offensichtlich“ gewesen. „Es gab viele Stimmen, die aus voller Kehle „Betrug“ geschrieben haben, schrieb Einhorn in seinem Brief an die Investoren und verwies dabei auch auf die Berichterstattung im Handelsblatt und in der „Financial Times“.

Greenlight selbst habe bereits 2010 einen Tipp bekommen, dass es bei Wirecard nicht mit rechten Dingen zugehe. „Wir haben etwas Zeit damit verbracht, die Lage zu analysieren, sind aber nicht eingestiegen“, so Einhorn. Am Ende habe er jedoch „eine kleine Short-Position“ gehabt, die er nicht weiter erläuterte.

Wirecard hatte im Zuge eines beispiellosen Bilanzskandals Ende Juni Insolvenz angemeldet. Die Aktie, einst der Superstar im Dax, hatte praktisch ihren gesamten Wert verloren. Der Hedgefons-Manager kritisierte auch die deutsche Bankenaufsicht Bafin, die sich eher für das Verhältnis zwischen Short-Seller und den Medien interessiert habe als bei Wirecard zu bohren.

Auch die Wirtschaftsprüfer von EY und Analysten, „die sich geweigert haben, sich die Kontroverse genauer anzuschauen und stattdessen die Aktie lieber zum Kauf empfahlen“, kritisierte Einhorn scharf. Er selbst ist immer wieder als Short-Seller aktiv und hatte in den vergangenen Monaten unter anderem den Elektroautobauer Tesla im Visier.

Mehr: Der ehemalige Wirecard-Asienchef Christopher B. ist mit 44 Jahren in Manila gestorben.

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