Herbert Hans Grüntker Eigentümer leiten Chef-Wechsel bei Helaba ein

Herbert Hans Grüntker soll neuer Chef der Landesbank Hessen-Thüringen werden.
Frankfurt Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bekommt einen neuen Chef. Die Sparkassen in Hessen und Thüringen, denen die Helaba mehrheitlich gehört, schlugen Herbert Hans Grüntker am Mittwoch offiziell als stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden vor.
Im Oktober soll der 59-Jährige, der aktuell die Tochter Frankfurter Sparkasse führt, dann die Nachfolge von Helaba-Chef Hans-Dieter Brenner antreten. Die Trägerversammlung und der Verwaltungsrat der Bank müssen der Personalie am 24. April noch zustimmen. Das gilt jedoch als reine Formsache.
Grüntker hat bereits viele Jahre in verschiedenen Funktionen für die Helaba gearbeitet und steht seit 2007 an der Spitze der Frankfurter Sparkasse. Seine Berufung in den Helaba-Vorstand bedeutet, dass sich andere Aspiranten auf den Chef-Sessel bei der Helaba erst einmal gedulden müssen.
Ambitionen nachgesagt werden unter anderem Immobilien-Vorstand Jürgen Fenk, Risiko-Vorstand Thomas Groß und Finanzchef Detlef Hosemann. Die jüngeren Kandidaten des Helaba-Vorstands hätten nun fünf Jahre Zeit, um sich ihre Sporen zu verdienen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person zu Reuters. „Denn viele fühlen sich berufen, aber wenige sind auserwählt.“
Helaba-Chef Brenner geht Ende September mit 63 Jahren in Ruhestand. Er hat den Chefposten bei der Landesbank auf dem Höhepunkt der Finanzkrise übernommen und sie ohne größere Blessuren durch turbulente Zeiten geführt. Finanzkreisen zufolge hat er nun von einer Klausel in seinem Vertrag Gebrauch gemacht, die es ihm ermöglicht, mit einer Frist von einem halben Jahr abzutreten.
Durch seinen vorzeitigen Abschied ermöglicht Brenner seinem Nachfolger, der im Mai 60. Geburtstag feiert, eine volle Amtsperiode. Helaba-Vorstände müssen mit 65 Jahren abtreten.
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