Mächtige Verbindung.
Der Chef der größten russischen Bank fordert die vollständige Privatisierung seines Instituts. Für eine Übergangszeit sollte die russische Zentralbank noch einen 25-Prozent-Anteil behalten, dann sollte die Sberbank vollständig privatisiert werden, sagte Herman Gref dem Handelsblatt (Montags-Ausgabe): Alles spreche dafür, „die Sberbank vollständig zu privatisieren. Das würde unsere Lage sehr verbessern“, so Gref. Die Situation der Sberbank habe sich inzwischen vollständig normalisiert, sie schreibe Gewinn – nachdem Kunden allein im Dezember 2014 insgesamt 19.4 Milliarden Euro von ihren Konten geräumt hätten, was Gref jetzt erstmals zugab.
Zugleich forderte der Sberbank-Chef ein Ende der westlichen Sanktionen gegen sein Land. Wenn diese aber weiter in Kraft blieben, könnten die russischen Banken gar nicht anders, als sich von Europa ab- und China zuzuwenden: „Wenn die Sanktionen bleiben, haben wir gar keine Alternative zu China.“ Gref appellierte aber für eine Wiederannäherung Europas und Russlands.
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