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Höhere Risikovorsorgen Coronakrise setzt Raiffeisen Bank International zu

Der Gewinn der Raiffeisen Bank International schrumpft im zweiten Quartal um rund 44 Prozent. Höher Risikovorsorgen und Wertminderungen belasten die Bank.
11.08.2020 - 10:03 Uhr Kommentieren
Die direkten und indirekten Auswirkungen der Coronakrise haben auch bei der Raiffeisen Bank International tiefe Spuren hinterlassen. Quelle: Reuters
Raiffeisen Bank International in Wien

Die direkten und indirekten Auswirkungen der Coronakrise haben auch bei der Raiffeisen Bank International tiefe Spuren hinterlassen.

(Foto: Reuters)

Wien Die Auswirkungen der Coronakrise haben auch bei der Raiffeisen Bank International (RBI) tiefe Spuren hinterlassen. Im zweiten Quartal schrumpfte der Gewinn unter dem Strich um gut 44 Prozent auf 192 Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Die in Osteuropa und Russland aktive Bank schlägt sich damit aber besser als erwartet. Analysten hatten laut Angaben auf der Internetseite der Bank im Schnitt mit einem Nettogewinn von 143 Millionen Euro gerechnet. Am Ausblick hält die Bank fest.

Belastet wurde das Ergebnis in dem vom Lockdown geprägten zweiten Quartal von direkten und indirekten Effekten aus der Covid-19-Krise, erklärte die in Osteuropa und Russland tätige Bank. So seien einerseits höhere Vorsorgen für Kreditausfälle gebildet worden, andererseits Wertminderungen bei Beteiligungen und Firmenwerten verbucht worden. Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte lagen mit 158 Millionen Euro um fünf Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres. Nachdem im ersten Quartal zusätzliche Vorsorgen für Kreditausfälle in Höhe von 96 Millionen Euro gebildet wurden, fielen im zweiten Quartal 62 Millionen Euro an.

Den Höhepunkt der Belastungen durch drohende Kreditausfälle erwartet die Wiener Bank gegen Jahresende beziehungsweise im ersten Quartal 2021. „Die Risikokosten werden natürlich nach oben gehen, aber wir versuchen unter drei bis 3,5 Prozent zu bleiben“, sagte Risikochef Hannes Mösenbacher am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Zudem sanken die operativen Kernerträge. Mit den Lockdown-Maßnahmen seien Einbußen im Bereich der Provisionserträge zu verzeichnen gewesen und bedingt durch die Leitzinssenkungen in einigen Märkten seien auch die Zinserträge betroffen, erklärte die Bank. Die wichtige Ertragsquelle, der Zinsüberschuss verringerte sich um zwei Prozent auf 825 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss schrumpfte um rund zehn Prozent auf 392 Millionen Euro.

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    Für den weiteren Geschäftsverlauf erwartet die Bank eine Verbesserung. „Mittlerweile beobachten wir in vielen Bereichen eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivitäten“, sagte Bankchef Johann Strobl. Im Gesamtjahr sei dennoch mit einem geringeren Kreditwachstum zu rechnen. Zudem muss die Bank mehr Vorsorge für faule Kredite bilden. Die sogenannte Neubildungsquote dürfte aus aktueller Sicht auf 75 Basispunkte steigen, abhängig von Dauer und Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs, erklärte die Bank.

    Die Eigenkapitalrendite sieht die RBI im Gesamtjahr weiterhin im mittleren einstelligen Bereich. Mittelfristig wird hier ein Wert von etwa elf Prozent angepeilt. An dem mittelfristigen Ziel einer Kosten-Ertrags-Quote von etwa 55 Prozent und einer harten Kernkapitalquote von rund 13 Prozent hält die RBI fest. Die Dividendenausschüttungen sollen in der Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses liegen. Für 2019 war bislang eine Erhöhung um sieben Cent auf ein Euro je Aktie vorgesehen. Die endgültige Entscheidung werde erst im Zuge der auf den Herbst verschobenen Hauptversammlung fallen.
    Bei der russischen Tochterbank, der größten Gewinnbringerin für die Konzernmutter RBI, sei das Geschäft im Juli wieder sehr gut gelaufen, sagte Konzernchef Johann Strobl. Im Gesamtjahr rechnet er mit einem guten Ergebnis in Russland, vermutlich aber „nicht ganz“ auf Vorjahresniveau. Berücksichtigen müsse man auch die Wechselkursentwicklung, räumte Strobl ein.

    Mehr: Bei Kreditausfällen herrscht die Ruhe vor dem Sturm

    • rtr
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