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Homeoffice Deutsche-Bank-Strategen schlagen Steuer auf Heimarbeit vor

Wer nach der Pandemie freiwillig von zuhause aus arbeitet, trägt aus Sicht der Experten weniger zur Infrastruktur der Wirtschaft bei. Dies solle etwas kosten.
12.11.2020 - 12:08 Uhr 8 Kommentare
Wer beschließt, aufgrund seiner eigenen Bedürfnisse zu Hause zu arbeiten, solle für jeden Tag im Homeoffice besteuert werden, schlägt die Deutsche Bank Research vor. Quelle: dpa
Heimarbeit in einem Wintergarten in Berlin

Wer beschließt, aufgrund seiner eigenen Bedürfnisse zu Hause zu arbeiten, solle für jeden Tag im Homeoffice besteuert werden, schlägt die Deutsche Bank Research vor.

(Foto: dpa)

Wer sich nach der Pandemie dafür entscheidet, von zu Hause aus zu arbeiten, sollte für dieses Privileg zur Kasse gebeten werden, sagen Strategen aus dem Research-Bereich der Deutschen Bank.

„Von zu Hause aus zu arbeiten wird Teil der „neuen Normalität“ sein, lange nachdem die Pandemie vorüber ist“, schreibt eine Gruppe um den Strategen Luke Templeman. „Wir plädieren dafür, dass Heimarbeiter für dieses Privileg eine Steuer zahlen sollten.“

Das Team schlägt eine Abgabe in Höhe von fünf Prozent für diejenigen vor, die regelmäßig von zu Hause aus arbeiten und nicht aufgrund eines staatlich verhängten Lockdowns. Eine solche Maßnahme könnte in den USA jährlich 48 Milliarden Dollar und in Deutschland rund 16 Milliarden Euro einbringen, sagen sie. Damit könnten Subventionen für Niedrigverdiener und unverzichtbare Arbeitnehmer finanziert werden, die nicht in der Lage sind, im Homeoffice zu arbeiten.

Laut Deutsche Bank Research spart das Arbeiten im eigenen Zuhause Geld fürs Pendeln, Mittagessen und Geselligkeit: Auch bietet es den Strategen zufolge mehr Arbeitsplatzsicherheit und Flexibilität. Menschen, die im Home Office arbeiten, tragen jedoch weniger zur Infrastruktur der Wirtschaft bei und verlängern damit möglicherweise den Einbruch der Wachstumsraten.

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    Die vorgeschlagene Abgabe würde vom Arbeitgeber gezahlt, wenn er seinem Mitarbeiter keinen Schreibtisch zur Verfügung stellt. Wenn der Arbeitnehmer beschließt, aufgrund seiner eigenen Bedürfnisse zu Hause zu bleiben, würde er für jeden Tag, den er aus der Ferne arbeitet, besteuert, schlägt Deutsche Bank Research vor.

    Mehr: Wann sich die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice lohnt.

    • Bloomberg
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    Mehr zu: Homeoffice - Deutsche-Bank-Strategen schlagen Steuer auf Heimarbeit vor
    8 Kommentare zu "Homeoffice: Deutsche-Bank-Strategen schlagen Steuer auf Heimarbeit vor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Also es tut mir leid, aber das kann nur ein Aprilscherz sein. Vielleicht sorgt sich die Deutsche Bank auch einfach um die Steuereinnahmen, damit sie wieder mehr bei Cum-Ex-Geschäften abzocken können.
      Wenn diese Bank endlich weg ist, werde ich... nichts vermissen. Und in 2 Jahren ist sie vergessen. Ein entbehrlicheres Unternehmen noch nie gesehen.

    • Schön zu sehen, dass die Deutsche Bank die Karnevalszeit nicht ganz aus den Augen verliert: Ich habe großes Verständnis dafür, dass die Narrenkappen der internen "Strategen" natürlich von irgendwas bezahlt werden müssen — und wenn die Wegelagerei Corona-bedingt andernorts nicht mehr so toll funktioniert, dann muss der Beutel den Leuten eben direkt in der Heimstatt geschnitten werden. Astreiner Vorschlag :-)

    • Sofern eine Bank im Investmentbanking für Büroimmobilien engagiert ist, muss die Alternative Homeoffice verteuert werden. Sonst ist der Deutsche Bank Büroturm demnächst leer? Bald gibts dann auch eine Steuer auf Zuhause-Essen, Zuhause-Schlafen etc. um die Infrastruktur der Restaurants und Hotels zu unterstützen.
      Ist die Deutsche Bank auch in Dixi investiert? Dann wird das eigene Klo bestimmt auch noch besteuert. Eine Vorlage für den ausgefallenen Karneval!

    • Mein eigenes Research Institut hat 5 Minuten nachgedacht und schlägt Steuererleichterungen für Arbeitnehmer die von Zuhause arbeiten vor. Nichtpendler tragen massiv zum Klimaschutz bei, nutzen Ihre Immobilie besser aus, durch Umwandlung von Gewerbeflächen entsteht wieder bezahlbarer Wohnraum. Insbesondere wird die in Deutschland unterbelichtete Digitalisierungsinfrastruktur voran gebracht. Wir haben Fünf Prozentpunkt Steuererleichterungen für fortschrittsorientierte Arbeitnehmer errechnet, zusätzlich sollten die Arbeitgeber die Ersparnisse für den effizienteren Arbeitsplatz an die Belegschaft verteilen die unbedingt vor Ort sein müssen.

    • Wer im Homeoffice arbeitet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz (ich finde es zum Fremdschämen, dass man auf so etwas Offensichtliches hinweisen muss) und sollte dafür belohnt und nicht durch eine Steuer für vorbildliche Lebensweise bestraft werden.
      Die Finanzierung dieser Belohnung könnte beispielsweise erfolgen, indem Deutsche-Bank-Strategen für derart klimafeindliche Vorschläge in Zukunft eine Strafe zahlen müssen.

    • Das kann ja wohl nicht wahr sein!

    • Das kann ja wohl nicht wahr sein!

    • Aprilscherz im November?

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