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Immobilienbank Hedgefonds Petrus Advisers kritisiert Vorstandsgehälter der Aareal Bank

Der Investor moniert auch die Größe des Führungsgremiums und eine fehlende Nachfolgeregelung für den Vorstandschef. Auch die Aufsichtsratschefin gerät ins Visier.
30.11.2020 Update: 30.11.2020 - 19:10 Uhr Kommentieren
Der Vorstand der Immobilienbank besteht aktuell aus sechs Mitgliedern. Das hält Investor Petrus Advisers für zu viel. Quelle: PR
Aareal Bank in Wiesbaden

Der Vorstand der Immobilienbank besteht aktuell aus sechs Mitgliedern. Das hält Investor Petrus Advisers für zu viel.

(Foto: PR)

Frankfurt Der aktivistische Hedgefonds Petrus Advisers legt in seiner Kritik am Immobilienfinanzierer Aareal Bank noch einmal nach: Das Vorstandsgremium ist aus seiner Sicht zu groß und zu üppig bezahlt.

Außerdem fordert der Londoner Investor, dass sich der Aufsichtsrat „sofort“ um Alternativen für eine Nachfolge des erkrankten Vorstandschefs Hermann Merkens kümmert. „Wir sind besorgt, dass eine längere Krankheit das Führungsvakuum bei Aareal weiter erhöhen würde“, argumentiert der Hedgefonds in einem Schreiben, das der Investor am 30. November veröffentlichte.

Petrus Advisers hält zwischen acht und zehn Prozent der Anteile des Wiesbadener Instituts und zählt damit zu den Top-Ten-Investoren. Außerdem ist mit Teleios mit knapp zehn Prozent noch ein weiterer Hedgefonds bei der Aareal Bank engagiert. Damit können die beiden Hedgefonds einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben.

Vor allem die Entlohnung der Vorstände stört Petrus Advisers extrem. „Trotz immer tiefer einbrechender Ergebnisse wurde dem – mit sechs Mitgliedern – evident überdimensionierten Vorstand von Ihnen immer frecher der Hals vollgestopft“, heißt es in dem Brief an die Aufsichtsratsvorsitzende Marija Korsch.

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    Rechnet man die ausgezahlte Vergütung, Nebenleistungen sowie Pensionsansprüche zusammen, hätten die sechs Vorstandsmitglieder im Jahr 2019 laut Petrus 19 Millionen Euro erhalten – was 13 Prozent des Nettogewinns der Aareal Bank im gleichen Jahr entsprach.

    Im Vergleich zur Deutschen Pfandbriefbank (pbb) sei die Kompensation für 2019 um vier- bis fünfmal höher gewesen, kritisiert Petrus Advisers. Der Münchener Wettbewerber, der aus der nach der Finanzkrise 2008 verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) hervorging, leistet sich nur vier Vorstandsmitglieder, die weniger verdienen als ihre Kollegen aus der Aareal Bank.

    Petrus Advisers drängt auf Verkleinerung des Vorstandes

    Petrus Advisers fordert daher einen vollständigen Bonusverzicht für das laufende Geschäftsjahr. Eine Steigerung dieses Null-Prozent-Bonus-Regimes solle es nur geben, „wenn die nachhaltige Nachsteuerrendite von Aareal Bank bei acht bis zehn Prozent liegt“, schreibt Petrus Advisers.

    Einmaleffekte, etwa falls Rückstellungen im Zusammenhang mit der Coronakrise übertrieben hoch waren und aufgelöst werden können, sollen dabei aber ausdrücklich nicht berücksichtigt werden.

    Darüber hinaus erwartet der Hedgefonds, dass die Bank den Vorstand auf drei bis vier Personen verkleinern wird. Auch Aufsichtsratschefin Korsch soll sparen. „Wir fordern eine signifikante Reduzierung der aktuellen Kosten“, so Petrus Advisers.

    Diese Kosten beziffert der Hedgefonds auf etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr zuzüglich der Kosten für Korschs Assistentin, ihr Büro sowie die Unterstützung der Arbeit der Aufsichtsratsvorsitzenden durch mindestens einen erfahrenen Aareal Manager. 

    Angriff auf Aufsichtsratschefin Korsch

    Neben dem Vorstand kann aus Sicht von Petrus auch der Aufsichtsrat verkleinert werden. Petrus griff auch Korsch direkt an. Unter ihrer Führung sei bei der Aareal Bank kein Fortschritt möglich, konstruktive Vorschläge würden abgeblockt, schrieb Petrus-Chef Klaus Umek.

    Die Aareal Bank teilte mit, sie schätze grundsätzlich Meinungen und Impulse ihrer Investoren, nehme diese ernst und beziehe sie in ihre Überlegungen mit ein. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung werde regelmäßig „kritisch“ vom Aufsichtsrat geprüft, „auch mit Unterstützung externer Expertise“.

    Mehr: Hohe Kosten, teure Pensionen, keine zündende Strategie – was Petrus Advisers an der Aareal Bank kritisiert.

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