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Immobilienfinanzierungen Mietausfälle und Stundungen belasten Pfandbriefbanken

Der Verband der Pfandbriefbanken sieht sich für die Folgen den Coronakrise gerüstet, warnt aber vor einer Ausweitung der Stundungsmöglichkeiten bei Krediten.
22.04.2020 - 12:03 Uhr Kommentieren
Die FMH-Finanzberatung hat für das Handelsblatt die besten Forward-Darlehen zusammengestellt. Quelle: dpa
Ein kreditfinanziertes Hausmodell

Die FMH-Finanzberatung hat für das Handelsblatt die besten Forward-Darlehen zusammengestellt.

(Foto: dpa)

Berlin Die Coronavirus-Krise hinterlässt Spuren bei den Immobilien-finanzierenden Banken in Deutschland. Mietausfälle und Stundungen von Schuldendiensten wirken sich belastend aus, warnte der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) am Mittwoch bei der Vorlage von Jahreszahlen bei einer Telefonkonferenz.

„Die aktuelle Liquiditätssituation der Institute ist trotz zunehmender Stundungen von Schuldendienst auf kurze und mittlere Sicht auskömmlich”, versicherte Verbands-Präsident Louis Hagen. “Überdies ist die Beschaffung auch langfristiger Liquidität über den Pfandbrief jederzeit möglich.” Die Pfandbriefbanken würden grundsätzlich finanzierungsbereit bleiben.

In der gewerblichen Immobilienfinanzierung laufe das Neugeschäft derzeit vornehmlich über das bereits vor der Krise angebahnte Geschäft, wobei es selektiv auch weiterhin echtes Neugeschäft gebe. Neugeschäft in der privaten Immobilienfinanzierung werde aktuell auf etwas geringerer Basis betrieben.

Der VDP befürwortet zwar die gesetzliche, dreimonatige Stundung von Verbraucherdarlehen, plädiert aber “nachdrücklich” dafür, Darlehen im Stundungszeitraum nicht zinsfrei zur Verfügung zu stellen. Zudem wendet sich der Verband gegen eine Verlängerung des Stundungszeitraums und eine Ausweitung der Stundungsmöglichkeit auf Unternehmen.

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    Für Wohnungssuchende könnte die Coronakrise den Anstieg der Mieten und Wohnungspreise vorübergehend stoppen. Bis Ende 2021 könnten die Nachfrage und die Preise für selbst genutztes Wohneigentum gedämpft werden, sagte Verbandspräsident Hagen. Preisrückgänge seien noch nicht feststellbar, aber möglich. „Kurzarbeit und die Sorge vor Arbeitslosigkeit werden dazu führen, dass die Nachfrage sich abschwächen wird.“ Auch bei Neuvertragsmieten sei möglicherweise ein leichter Rückgang zu erwarten.

    Gesamtwirtschaftliche Risiken gehen vom Immobilienmarkt aus Sicht der Pfandbriefbanken nicht aus. „Es wird keine Panikverkäufe geben“, sagte Hagen. Der Markt sei in einer sehr soliden Verfassung. Mittelfristig dürften die Preise aus seiner Sicht wieder leicht steigen. Denn die Zinsen blieben niedrig und es zögen weiter Menschen in die Ballungsräume.

    Der VDP hat derzeit über 40 Mitglieder, darunter die Aareal Bank, die Deutsche Pfandbriefbank, die Deutsche Bank sowie die Commerzbank.

    Pfandbriefbanken vergeben Immobilien-, Schiffs-, Flugzeug- und Staatskredite. Die Refinanzierung erfolgt durch die Ausgabe von Pfandbriefen. Dabei handelt es sich um gedeckte, verzinsliche Schuldverschreibungen, die von Kreditinstituten emittiert und am Kapitalmarkt platziert werden.

    • Bloomberg
    • dpa
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