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Insider-Bericht ING will Anteile an Thailand-Bank verkaufen

Das niederländische Geldhaus ING möchte seine milliardenschwere Beteiligung an Thailands TMB Bank loswerden. Mit dem Erlös will das Institut seine Staatshilfen zurückzahlen. Das Vorhaben kommt zu einem guten Zeitpunkt.
15.04.2013 - 12:37 Uhr Kommentieren
ING-Hauptsitz in Amsterdam. Quelle: ap

ING-Hauptsitz in Amsterdam.

(Foto: ap)

Singapur/Hongkong Der niederländische Finanzkonzern ING stellt Insidern zufolge seine 1,2 Milliarden Dollar schwere Beteiligung an der thailändischen TMB Bank zum Verkauf. Mit dem Erlös des 31-prozentigen Pakets will das Unternehmen, das in der Finanzkrise mit Staatshilfen vor dem Zusammenbruch bewahrt werden musste, weiteres Geld an die Steuerzahler zurückzahlen. Der Verkauf könnte für ING zu einem guten Deal werden. Die Nachfrage in dem Sektor ist in der Boomregion in diesem Jahr sehr hoch. Experten rechnen damit, dass bei Fusionen und Übernahmen ein Rekordniveau erreicht wird.

Der im Mai beginnende Verkaufsprozess zielt zudem darauf, die zwei größten Geldhäuser aus Malaysia - CIMB und Malayan - mit ins Boot zu holen, wie eine mit der Sache vertraute Person Reuters sagte. In Malaysia finden Anfang Mai Wahlen statt. Bevor die neue Regierung feststeht, wird nicht damit gerechnet, dass noch größere Zukäufe getätigt werden. Viele Banken aus Malaysia hatten in der Vergangenheit ihr Interesse an Investments in Thailand bekundet.

Insidern zufolge dürfte der TMB-Verkauf wahrscheinlich auch Interesse von japanischen, chinesischen und südkoreanischen Kreditinstituten hervorrufen. Die thailändische Bank - früher bekannt als Thai Military Bank und in Besitz der Armee - ist die Nummer sieben des Landes und kommt an der Börse momentan auf einen Wert von 3,8 Milliarden Dollar. Den Insidern zufolge wurde die US-Großbank JPMorgan damit beauftragt, einen Käufer zu finden.

Die beteiligten Unternehmen lehnten eine Stellungnahme zu den Reuters-Informationen ab.

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    Ausländische Banken können im thailändischen Finanzsektor bis zu 25 Prozent kaufen, ohne dass die Zustimmung der dortigen Notenbank nötig wird. Bei bis zu 49 Prozent ist grünes Licht der Zentralbank erforderlich, oberhalb dieser Schwelle muss die Regierung zustimmen.

    ING hatte das TMB-Paket 2007 für 460 Millionen Euro erworben. Kurz danach musste der Konzern aber in der Finanzkrise mit zehn Milliarden Euro vom niederländischen Staat aufgefangen werden. Seitdem stehen zahlreiche Verkäufe auf dem Programm. Zum Beispiel wurden Versicherungs- und Vermögensverwaltungsaktivitäten in Asien abgestoßen - einem Bereich, in den viele Konkurrenten wegen der guten Wachstumsaussichten investieren.

    • rtr
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