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Insolvenz von Mutterfirma Solarisbank an Wirecard-Kunden interessiert – US-Tochter von Wirecard sucht neuen Eigentümer

Die Solarisbank will mit Wirecard-Kunden und unter Umständen auch Angestellten sprechen. Wirecard North America stellt sich derweil selbst zum Verkauf.
30.06.2020 Update: 30.06.2020 - 10:28 Uhr Kommentieren
Der Mutterkonzern aus Aschheim bei München, der auf die Abwicklung von digitalen Zahlungen spezialisiert ist, hat vergangene Woche Insolvenz beantragt. Quelle: dpa
Wirecard

Der Mutterkonzern aus Aschheim bei München, der auf die Abwicklung von digitalen Zahlungen spezialisiert ist, hat vergangene Woche Insolvenz beantragt.

(Foto: dpa)

Bangalore Die mit einer frischen Finanzierungsrunde gestärkte Berliner Solarisbank zeigt Interesse an Kunden des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard. „Wir verstehen das Geschäft wahrscheinlich besser als jeder andere im Markt“, sagte Solarisbank-Chef Roland Folz am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Gern sprechen wir mit einigen der Kunden und vielleicht auch Angestellten und schauen, wie wir ihnen mit unserer Plattform helfen können.“

Zu der Frage, ob die Solarisbank auch Teile des insolventen Dax-Konzerns wie die Wirecard Bank AG übernehmen könnte, wollte sich Folz nicht konkret äußern. Er betonte in diesem Zusammenhang, man wolle sich auf das eigene Wachstum konzentrieren.

Für das laufende Jahr rechnet Folz, der lange für die Deutsche Bank arbeitete, mit einem Umsatzwachstum zwischen 60 und 80 Prozent. „Wachstum ist aktuell wichtiger als Gewinn“, fasste Folz zusammen. Das 2016 gegründete Start-up, das über eine eigene Banklizenz verfügt, hat eine Plattform aufgebaut, an die sich andere Unternehmen anbinden können, um selbst Anbieter von Finanzdienstleistungen zu werden.

Inzwischen zählt die Firma mehr als 400.000 Endkundenkonten. In der Corona-Krise stemmten die Berliner eine neue Finanzierungsrunde.

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    Wirecard North America auf Suche nach Käufer

    Zuvor hatte bereits US-Tochter des Zahlungsabwicklers Wirecard sich selbst zum Verkauf gestellt. Wirecard North America habe eine Investmentbank mandatiert, um einen Käufer zu finden, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Wirecard North America sei eine separate rechtliche und geschäftliche Einheit, trage sich selbst und sei „im Wesentlichen unabhängig“ von der deutschen Mutterfirma.

    Wirecard hatte die US-Gesellschaft 2016 übernommen. Sie war früher unter dem Namen Citi Prepaid Card Services bekannt. Der Mutterkonzern aus Aschheim bei München, der auf die Abwicklung von digitalen Zahlungen spezialisiert ist, hatte vergangene Woche Insolvenz beantragt, weil in der Bilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen.

    In Singapur prüft Wirecard nach Angaben der dortigen Zentralbank, ob die Weiterführung der Geschäfte in dem Land möglich ist. Kreditkartenzahlungen bei Händlern, die die Dienstleistungen von Wirecard in Anspruch genommen hätten, sowie die Nutzung von Prepaid-Karten, die von Wirecard herausgegeben werden, seien betroffen, wenn das Unternehmen den Betrieb in Singapur einstelle, erklärte die Zentralbank. Die Einheiten des Konzerns hätten jedoch sichergestellt, dass Kundengelder auf getrennten Konten bei Banken in Singapur seien.

    Mehr: Wirecard-Pleite trifft Tausende Kunden: Karteninhaber müssen um Guthaben fürchten.

    • rtr
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