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Interview mit Stefan Hoops Deutsche Bank stellt sich auf höhere Kreditrisiken ein

Der Chef des Unternehmensbereichs der Deutschen Bank warnt vor Belastungen durch die Coronakrise für die Branche. Eine neue europäische Bankenkrise hält er aber für unwahrscheinlich.
19.04.2020 - 15:56 Uhr Kommentieren
Der Chef der Unternehmenssparte der Deutschen Bank sieht Coronakrise als Chance, gegenüber der US-Konkurrenz aufzuholen. Quelle: Martin Leissl für Handelsblatt
Stefan Hoops

Der Chef der Unternehmenssparte der Deutschen Bank sieht Coronakrise als Chance, gegenüber der US-Konkurrenz aufzuholen.

(Foto: Martin Leissl für Handelsblatt)

Frankfurt Stefan Hoops leitet die Unternehmenssparte der Deutschen Bank. Jenen Teil also, der nach der neuen Strategie den Kern des größten heimischen Geldhauses bilden soll. Gleichzeitig steht die Unternehmensbank auch im Zentrum der Coronakrise. Wegen der massiven Verwerfungen befürchtet Hoops, dass sich Europas Banken auf höhere Risiken im Kreditgeschäft einstellen müssen: „Voraussichtlich werden wir mehr Ausfälle sehen als bislang“, warnt der Manager.

Zur Frage, ob die Bank ihre selbst gesetzten Vorgaben noch erreichen kann, sagt Hoops: „Wenn wir wegen der Coronakrise Ziele anpassen müssen, werden wir das auch entsprechend kommunizieren.“ Eigentlich hatte Vorstandschef Christian Sewing nach einem Milliardenminus im Vorjahr für 2020 beim operativen Gewinn eine schwarze Null versprochen.

Analysten gehen inzwischen allerdings davon aus, dass der Bank ein Verlust von rund zwei Milliarden Euro droht. Zusätzliche Belastungen sieht Hoops durch die noch länger niedrigen Zinsen auf die Branche zukommen.

Dennoch ist der Banker optimistisch, dass die Pandemie keine Bankenkrise auslösen wird. „Solange sich der Lockdown nicht unabsehbar hinzieht, glaube ich nicht, dass europäische Banken große Probleme bekommen“, betont der 40-Jährige.

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    Lesen Sie hier das gesamte Interview:

    Herr Hoops, wie reagieren die Unternehmen auf die Coronakrise? Suchen alle verzweifelt nach mehr Liquidität?
    Vorübergehend war natürlich die Unruhe sehr spürbar. Zu Beginn der Pandemie, als das Ausmaß noch schwer abzuschätzen war, haben viele Unternehmen ihre Kreditlinien vorsichtshalber gezogen und versucht, sich zusätzliche Linien zu sichern. Unternehmen mit gutem Rating haben sich in der letzten Märzwoche außerdem Mittel in Rekordhöhe am Anleihemarkt geliehen, teils, um zu zeigen, dass sie es können, teils präventiv.

    Was heißt das für die Deutsche Bank?
    Unsere Kreditlinien wurden weniger stark ausgeschöpft, als wir es in einem Extremszenario für möglich gehalten hätten. In Europa haben wir außerdem weniger Ziehungen gesehen als in den USA.

    Die Deutsche Bank wurde von der Coronakrise mitten in der Umsetzung der neuen Strategie erwischt. Passt diese Strategie jetzt noch?
    Es zeigt sich gerade jetzt, dass unsere neue Strategie sehr gut passt. Wichtig waren besonders zwei Grundsatzentscheidungen: Zum einen hilft es uns jetzt sehr, dass wir alle Angebote für Unternehmenskunden in einem Bereich konzentriert haben. In diesem Geschäft wird es in den kommenden Quartalen sicherlich die meisten Marktanteilsverschiebungen geben, von denen wir profitieren wollen. Gut ist auch, dass wir den Aktienhandel mit institutionellen Kunden geschlossen haben. Die Marktführer in diesem Bereich haben in den vergangenen Wochen dank der heftigen Kursschwankungen sicher sehr gut verdient. Aber für Institute, die sich eher im Mittelfeld bewegen – und zu dieser Kategorie haben wir im institutionellen Aktienhandel gehört –, war die Situation schwieriger.

    Wenn wir wegen der Coronakrise Ziele anpassen müssten, würden wir das auch entsprechend kommunizieren.

    Die Deutsche Bank hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, gerade auch für die Unternehmensbank. Sind diese Ziele nun Makulatur?
    Wenn wir wegen der Coronakrise Ziele anpassen müssen, werden wir das auch entsprechend kommunizieren. Unabhängig davon konzentrieren wir uns aktuell darauf, dass wir die Flut an Kreditanträgen abarbeiten und unseren Kunden möglichst schnell helfen. Das steht bei uns ganz oben auf der Liste. In vielen Fällen ist das sehr komplex. Vor allem dann, wenn Sie Unternehmen beraten, die in unterschiedlichen Währungsräumen und Ländern aktiv sind, da staatliche Hilfsprogramme je nach Land unterschiedlich gestaltet sind.

    Wie sieht es im Kreditgeschäft aus?
    Hier beobachten wir deutlich mehr Interesse. Nicht nur an KfW-Darlehen, die Nachfrage ist generell weltweit nach oben gegangen, auch seitens der Konzerne. In der Vergangenheit haben Banken Darlehen an Großkonzerne quasi umsonst vergeben, um andere, lukrativere Geschäfte, etwa im Zahlungsverkehr oder im Devisenbereich, zu bekommen. Die Zeiten von subventionierten Krediten für Großkonzerne scheinen vorbei.

    Das wäre positiv für die Banken, allerdings werden die Zinsen generell noch länger noch niedriger bleiben, was auf die Margen drückt. Wie werden sich diese gegenläufigen Aspekte insgesamt auswirken?
    Unter dem Strich wird der negative Zinseffekt die positiven Aspekte überlagern. Allerdings dürfte es Banken, die mehr Geschäft im Dollar-Raum haben, härter treffen als Institute mit Schwerpunkt Europa. In der Euro-Zone musste sich die Branche schon länger damit auseinandersetzen, wie man in einem negativen Zinsumfeld noch etwas verdient. Dollarlastige Banken müssen sich in so ein Szenario erst einmal hineindenken. Viele Geschäfte, die sich bei zwei Prozent risikofreiem Zins noch gerechnet haben, werden sich nun nicht mehr lohnen.

    Verändert Corona auch die Preispolitik der Deutschen Bank, was Verwahrentgelte für die Einlagen von Firmenkunden angeht?
    Grundsätzlich bleiben wir bei unserer Linie. Wir reichen die Zinsen an Konzerne und große Firmenkunden weiter, räumen dabei aber Freibeträge ein. Mit unseren Kunden gehen wir intensiv ins Gespräch und sehen uns die gesamte Beziehung an – auch die Coronakrise spielt da natürlich eine wichtige Rolle. Die Höhe der Freibeträge hängt am Ende auch vom Umfang der Gesamtkundenbeziehung ab.

    Lange haben sich die Banken darum gerissen, deutschen Unternehmen Kredit zu geben. Jetzt geraten die Firmen ins Schleudern, die keine Hausbank an ihrer Seite haben. Warum ist das Interesse der Banken an Neukunden nicht größer?
    Um an Kredite der staatlichen Förderbank KfW zu kommen, benötigen die Unternehmen eine Hausbank. Wenn ein Kunde aber noch gar nicht im System ist, müssen wir ihn erst einmal einer Kredit- und Identitätsprüfung unterziehen. Das geht nicht im Schnellverfahren, und da erlaubt die Bankenaufsicht uns auch jetzt nicht, nachlässig zu sein. Angesichts der hohen Nachfrage haben die meisten Mitarbeiter alle Hände voll damit zu tun, die Bestandskunden zu bedienen. Das ist uns bisher zum Glück sehr gut gelungen. In so einem Umfeld ist es natürlich schwierig, Ressourcen abzuzwacken, um Neukunden an Bord zu holen.

    Was ist mit Kunden, die bislang nur Gelegenheitskunden waren?
    Danach unterscheiden wir nicht. Wenn ein Kunde bei uns im System und durch die Kredit- und Identitätsprüfung gegangen ist, sind wir für ihn da. Letztlich geht es um eine Ressourcenfrage. Für eine bedeutende Anzahl von Unternehmen sind wir zwar Hausbank, haben bislang aber keine Kredite an diese Kunden vergeben. Auch in solchen Fällen funktioniert die Kreditprüfung nicht über Nacht. Es kann sein, dass der KfW-Schnellkredit da Erleichterung bringt, weil für ihn nur eine vereinfachte Prüfung notwendig ist.

    War es wirklich nötig, dass der Steuerzahler bei diesen Krediten zu 100 Prozent in die Haftung geht?
    Aus unserer Sicht ja – im Interesse der Gesamtwirtschaft. Alles andere würde den Prozess erheblich verlangsamen.

    Warum?
    Wir haben in Deutschland rund 1,1 Millionen Unternehmenskunden mit einem Umsatz von 250.000 Euro bis 50 Millionen Euro, die grundsätzlich für einen Schnellkredit infrage kommen. Eine erhebliche Anzahl dieser Unternehmen hat noch keine Kredithistorie, und eine reguläre Prüfung würde zu lange dauern. Bei den Schnellkrediten hat die Regierung klar vorgegeben, welche Parameter wir überprüfen müssen und welche nicht. Das macht es für die Banken sehr viel einfacher, sofort einen Kredit zu vergeben. Damit gewinnen die Unternehmen wertvolle Zeit, die sie gerade jetzt dringend benötigen.

    Das ist der einzige Vorteil?
    Das ist ein großer Vorteil in dieser Situation. Denn einige Kunden kommen aus schwierigen Branchen, bei denen über Nacht der Umsatz zu 100 Prozent weggebrochen ist, etwa Hotels oder Reisebusunternehmen. Da stellt sich für alle Banken die Frage, wie groß die Kreditwürdigkeit solcher Kunden derzeit überhaupt ist. Und es gibt Fälle, in denen sich – abhängig vom weiteren Verlauf der Coronakrise – mittelfristig die Frage stellen wird, ob die Firmen ohne zusätzliches Eigenkapital überleben können. Normale Bankkredite, aber auch die üblichen KfW-Darlehen stoßen da an ihre Grenzen. Der KfW-Schnellkredit beansprucht keine Sicherheiten, das kann bei solchen Grenzfällen hilfreich sein.

    Einige US-Banken haben bereits ihre Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Die meisten stocken die Risikovorsorge im Kreditgeschäft deutlich auf. Wird das auch in Deutschland passieren?
    Das muss man differenziert betrachten, und es gibt erhebliche Unterschiede. Deutsche und europäische Banken sind zum Beispiel nicht so stark im Kreditkartengeschäft engagiert – gerade hier verzeichnen die amerikanischen Banken aber jetzt hohe Rückstellungen. Grundsätzlich gibt es vier Komponenten, die einen großen Einfluss auf die Risikovorsorge haben: große Einzelausfälle, viele kleine Ausfälle oder ein Trend zu schlechteren Bonitätsbewertungen, der Banken zwingt, mehr Kapital für Kredite zurückzulegen. Dazu kommen Details der Rechnungslegung, weil Banken für Darlehen ebenfalls mehr Eigenkapital bereitstellen müssen, wenn Zins und Tilgung gestundet werden.

    Wie groß wird der Gesamteffekt sein?
    Die umfangreichen Hilfsprogramme vieler europäischer Länder, gerade auch für kleinere Firmen, werden maßgeblich dazu beitragen, dass viele Unternehmen gar nicht erst in ernste Schwierigkeiten geraten. Die Kurzarbeit hilft außerdem, dass die Arbeitslosigkeit nicht wie in den Vereinigten Staaten derartig in die Höhe schnellt. Voraussichtlich werden wir mehr Ausfälle sehen als bislang. Allein schon deshalb, weil es in den vergangenen zehn Jahren kaum zu Ausfällen gekommen ist.

    Wie gefährlich ist die Entwicklung? Müssen wir im Anschluss an die Coronakrise eine Bankenkrise fürchten?
    Solange sich der Lockdown nicht unabsehbar hinzieht, glaube ich nicht, dass europäische Banken große Probleme bekommen. Denn mit diesem Szenario werden auch die europäischen Unternehmen voraussichtlich umgehen können, zumal die staatlichen Maßnahmen helfen, die Lage zu stabilisieren.

    Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft wagen. Wie könnten die wirtschaftlichen Langfristfolgen der Coronakrise aussehen?
    Deutschland scheint mit Blick auf das Gesundheitswesen besser als andere Länder durch die Krise zu steuern. Das ist für die Menschen auf jeden Fall gut. Sehr wichtig war auch, dass die deutsche Regierung sehr schnell und umfangreich Hilfen auf die Beine gestellt hat. Das hilft allen Branchen. Allerdings haben wir den Nachteil, dass die deutsche Wirtschaft stark international ausgerichtet ist. Wenn der Welthandel schrumpft, ist das schlecht für die heimischen Unternehmen. Einige Branchen werden sich auch auf Verhaltensänderungen ihrer Kunden einstellen müssen.

    Welche Branchen haben Sie dabei im Blick?
    Ich glaube, dass die Menschen künftig mehr sparen werden. Dadurch wird auch weniger konsumiert, wobei Grundnahrungsmittel weiterhin auf der Einkaufsliste stehen werden. Probleme könnte zum Beispiel das mittlere Preissegment bekommen. Normalverdiener werden sich aber überlegen, ob sie den teuren neuen Fernseher wirklich brauchen oder lieber noch ein bisschen warten. Auch der Onlinehandel könnte an Bedeutung gewinnen, zulasten der Einkaufszentren und der Geschäfte in den Innenstädten.

    Was ist mit der Mobilitätsbranche? Werden Sie noch so häufig auf Dienstreise gehen wie früher?
    Ich werde sicher weiterhin nach Asien oder in die USA fliegen. Allein schon mit Blick auf die Zeitverschiebung lassen sich solche Reisen nicht völlig durch Videokonferenzen ersetzen. Aber Dienstreisen auf kurze Distanz wird es in weit geringerem Ausmaß geben, und auch über Urlaubsreisen werden sich die Menschen mehr Gedanken machen als früher. Das hat Auswirkungen auf Verkehr und Tourismus. Aber auch in Branchen, die insgesamt schrumpfen, wird es relative Gewinner geben.

    Und wie wird die Coronakrise Ihre Branche verändern?
    Bestimmte Trends werden sich deutlich beschleunigen, alles, was mit Digitalisierung zu tun hat, Online-Zahlungsvorgänge oder die Unterstützung von E-Commerce zum Beispiel. Außerdem werden sich viele Unternehmen in Zukunft völlig anders finanzieren als heute. Wir können uns sehr gut vorstellen, dass Firmen stärker dazu übergehen, Maschinen nicht mehr zu kaufen, sondern für deren Nutzung zu bezahlen. So ließen sich Produktionsausfälle leichter abfedern, das wäre natürlich ein enormer Vorteil in der aktuellen Situation.

    Wie sieht es mit anderen Megatrends aus? Werden Themen wie Nachhaltigkeit durch die Pandemie dauerhaft in den Hintergrund gedrängt?
    Diese Sorge teilen viele in unserer Branche. Am Anfang dieses Jahres bin ich davon ausgegangen, dass mich das Thema Nachhaltigkeit 2020 intensiv beschäftigen wird. Jetzt fürchte ich, dass der ganze Komplex aktuell nicht mehr die Aufmerksamkeit bekommt, die er noch immer verdient. Das wäre ein schlimmer Kollateralschaden der Pandemie. Allerdings gehe ich fest davon aus, dass uns diese Pandemie auch über die Zukunft unseres Planeten verstärkt nachdenken lässt. Also wird das Thema auf der Agenda wieder nach oben klettern.

    Wir sind quasi überall in der Nähe des Best-Case-Szenarios gelandet.

    Corona bremst die Globalisierung. Ist das nicht auch ein klarer Nachteil für die Deutsche Bank, die ja nicht zuletzt mit ihrer Internationalität wirbt?
    Wenn der Welthandel schrumpft, dann werden die Bankdienste leiden, die auf diesem Handel basieren, das liegt in der Natur der Sache. Wenn der Kuchen insgesamt kleiner wird, muss unser Ziel sein, ein größeres Stück davon zu bekommen. Die Rückmeldungen unserer Kunden gerade in diesen Wochen zeigen mir, dass wir in der Krise als zuverlässiger und robuster Partner wahrgenommen werden – und das stimmt mich zuversichtlich.

    Wie arbeitet man denn als globale Bank aus dem Homeoffice heraus? Fehler oder Ausfälle sind ja im Bankgeschäft häufig noch kritischer als in anderen Branchen.
    Das funktioniert erstaunlich gut. Als wir vor sechs oder sieben Wochen die Vorbereitungen für das Arbeiten von zu Hause intensivierten, haben wir verschiedene Szenarien entwickelt – und wir sind quasi überall in der Nähe des Best-Case-Szenarios gelandet. Das liegt vor allem an unseren IT- und Betriebs-Abteilungen, die großartige Arbeit leisten. Rund zwei Drittel der gesamten Belegschaft der Deutschen Bank arbeiten aktuell von zu Hause, und das sehr effizient. Wir werden uns also auch Gedanken darüber machen, wie wir künftig unsere Arbeit organisieren.

    Vielleicht hilft es ja, dass die Deutsche Bank in den vergangenen Jahren schon die eine oder andere Krise hinter sich gebracht hat?
    Es stimmt sicher, dass wir in den vergangenen Krisenzeiten gelernt haben, besonders effektiv zusammenzuarbeiten. Und wir haben sicher über die Jahre eine sehr vorsichtige Sicht darauf entwickelt, was alles schiefgehen kann. Zum Beispiel waren wir beim Thema IT und Prozesse schon immer sehr vorsichtig, aber dadurch konnten wir jetzt Kunden helfen, die mit technischen Problemen zu kämpfen hatten.

    Was ist für Sie als Banker die wichtigste Lehre aus der Coronakrise?
    Dass die Rolle der Kundenbetreuer im Vergleich zu den Produkt- und Prozessexperten deutlich wichtiger geworden ist. Es geht darum, genau zu verstehen, wie ein Unternehmen wirklich funktioniert, welche Auswirkungen die Coronakrise auf die einzelnen Bereiche eines Unternehmens hat und was die Eigentümer oder Manager im Moment am dringendsten brauchen. Das ist auch eine schöne Bestätigung für unsere Kolleginnen und Kollegen, die ihren Kunden seit Jahren zur Seite stehen. Da verspüren wir derzeit Rückenwind.

    Und als Familienvater im Homeoffice?
    Vielleicht haben wir die Rolle der Lehrer, die unsere Kinder Tag für Tag unterrichten, ein bisschen unterschätzt.

    Herr Hoops, vielen Dank für das Gespräch.

    Mehr: Weshalb Banken die Krise als Chance begreifen sollten.

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