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Investmentbanking Goldman Sachs erwartet 2021 wieder deutlich mehr Fusionen und Übernahmen

Die Investmentbanker haben die Coronakrise abgehakt. Sie rechnen mit einem starken M&A-Geschäft im Jahr 2021. Ein wesentlicher Treiber dürften die Finanzinvestoren sein.
25.11.2020 - 16:12 Uhr Kommentieren
Experten der Investmentbank sehen mehrere Gründe für steigende Fusionszahlen im kommenden Jahr. Quelle: AFP
Goldman Sachs

Experten der Investmentbank sehen mehrere Gründe für steigende Fusionszahlen im kommenden Jahr.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die Investmentbanker haben den Rückgang von Fusionen und Übernahmen (M&A) aus dem Frühjahr weitgehend ausgebügelt und blicken vergleichsweise optimistisch auf das kommende Jahr. „Wir sehen eine massive Erholung und erwarten ein sehr starkes Jahr 2021“, sagte Tibor Kossa, Co-Chef M&A für Deutschland bei der Investmentbank Goldman Sachs am Mittwoch in Frankfurt.

Im bisherigen Jahresverlauf ging das weltweite Volumen gegenüber der Vergleichszeit 2019 nach der jüngsten Aufholjagd nur um rund zehn Prozent auf gut drei Billionen Dollar zurück. In Deutschland kam es sogar zu einem Zuwachs um 16,4 Prozent auf 163 Milliarden Dollar. Vor allem über den Sommer hinweg und im September haben die Dealmaker ein beispielloses Comeback bei den Transaktionen erlebt.

Allerdings gab es im hiesigen Markt mit der Übernahme des Aufzuggeschäfts von Thyssen-Krupp auch einen absoluten Mega-Deal. Die Finanzinvestoren Advent und Cinven legten für die Konzernsparte 18,7 Milliarden Dollar auf den Tisch. Ebenfalls zweistellige Milliarden-Transaktionen waren der Spin-off von Siemens Energy sowie der Kauf von Varian durch das Medizintechnikunternehmen Siemens Healthineers.

Im kommenden Jahr rechnen die Goldman-Sachs-Banker gleich mit einer Fusionswelle und nennen einige Gründe: Der Trend hin zu schlanken Konzernstrukturen halte an, Firmen suchten Verkaufserlöse, um die Einbußen aus der Coronakrise auszugleichen.

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    Außerdem werde es ein Comeback der Aktivisten geben. Diese kaufen sich kleinere Aktienpakete und versuchen dann, Einfluss auf die Geschäftsstrategie zu nehmen oder einen Sitz im Aufsichtsrat zu erlangen. Vor allem bei Unternehmen aus dem Dax 30 oder MDax könne man in den kommenden Monaten laut Goldman Sachs mit neuen Kampagnen der aktivistischen Aktionäre rechnen.

    Unternehmen wollen Nachhaltigkeitsagenda vorantreiben

    Akquisitionen sollen laut einer Umfrage der Beratungsfirma Deloitte unter deutschen und europäischen Finanzvorständen vor allem die Konsolidierung beschleunigen sowie die Nachhaltigkeitsagenda vorantreiben. Außerdem wollten die Unternehmen bei der Digitalisierung vorankommen.

    Die Automobilbranche lege ihren Fokus vor allem auf die digitale Transformation, während in der Konsumgüterindustrie Nachhaltigkeit eine größere Rolle bei der M&A-Zielsetzung spiele, heißt es bei Deloitte.

    Zwar liege das Augenmerk der Manager weiterhin auf defensiven Strategien wie Kostensenkungen und der Erhöhung des operativen Cashflows, jedoch rückten inzwischen auch offensivere Geschäftsstrategien für stärkeres Wachstum wieder in den Vordergrund, etwa durch Übernahmen und Zukäufe.

    Private-Equity-Fonds stehen mit Milliardentöpfen bereit

    Ein wesentlicher Treiber für die M&A-Aktivität dürften auch die Finanzinvestoren sein. Die Private-Equity-Fonds hätten extrem viel Geld eingesammelt, das jetzt eingesetzt werden müsse, sagte Christopher Droege, der zweite Co-Head für das M&A-Geschäft von Goldman Sachs in Deutschland.

    Allein die US-Beteiligungsfonds verfügen derzeit über 447 Milliarden Dollar für Zukäufe, in Europa wird das „dry powder“ auf 192 Milliarden beziffert. Viele Transaktionen könnten um die Jahresmitte 2021 erfolgen, wenn die Lockdowns voraussichtlich durch seien und wieder vernünftige Geschäftszahlen vorlägen, erklärte Droege.

    In den vergangenen Monaten war es neben dem Thyssen-Krupp-Aufzugdeal noch zu weiteren milliardenschweren Transaktionen mit Private-Equity-Fonds gekommen, etwa bei der Übernahme von Flender (Antriebssysteme) durch Carlyle und Schuelke & Mayr (Infektionsschutz) durch EQT.

    Laut Goldman Sachs hat man zuletzt auch mehr Minderheitsbeteiligungen gesehen, ein Trend, der 2021 zumindest anhalten dürfte, auch die Re-Privatisierung von börsennotierten Unternehmen durch ein Delisting wird nach Einschätzung der Banker den Deal-Flow hoch halten.

    Mehr: Private Equity boomt – Auf diese Unternehmen haben es die Firmenjäger abgesehen

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