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Investmentprodukt Danske Bank feuert Ex-Chef Jesper Nielsen wegen überteuertem Investmentprodukt

Die Danske Bank feuert ihren früheren Interims-Chef Nielsen. Dieser sei mitverantwortlich, dass ein ungeeignetes Investmentprodukt verkauft wurde.
24.06.2019 - 12:15 Uhr Kommentieren
Danske Bank feuert Ex-Chef Jesper Nielsen wegen Investmentprodukt Quelle: Reuters
Jesper Nielsen

Der frühere Interims-Chef hatte bis Anfang Juni die Geschicke der Bank geleitet.

(Foto: Reuters)

Kopenhagen Die in einen Geldwäsche-Skandal verstrickte dänische Danske Bank hat neuen Ärger und feuert ihren früheren Interims-Chef. Der neue Chef Chris Vogelzang versprach am Montag, 87.000 Kunden zu entschädigen, denen die größte dänische Bank ein überteuertes Investmentprodukt namens Flexinvest Fri verkauft hatte. Das werde die Bank umgerechnet rund 54 Millionen Euro kosten.

Der frühere Interims-Chef Jesper Nielsen, der bis zu Vogelzangs Amtsantritt Anfang Juni die Geschicke der Bank geleitet hatte und zuletzt noch das dänische Bankgeschäft führte, sei mitverantwortlich dafür, dass den Kunden ein ungeeignetes Investmentprodukt verkauft worden sei. „Deshalb kann Jesper nicht in seiner Position bleiben“, sagte Verwaltungsratschef Karsten Dybvad.

Chris Vogelzang, der bis 2017 dem Vorstand der niederländischen Bank ABN Amro angehörte, steht seit dem 1. Juni an der Spitze der Danske Bank. Das Geldhaus hatte lange nach einem Nachfolger für den im September über den Geldwäsche-Skandal gestolperten Thomas Borgen suchen müssen. Ein erster Kandidat war im Oktober bei der dänischen Finanzaufsicht durchgefallen, weil er nach Ansicht der Behörde nicht genügend Erfahrung mitbrachte.

Anfang Mai war bekannt geworden, dass die dänischen Ermittler Borgen und acht frühere Danske-Manager wegen des Geldwäsche-Skandals angeklagt haben. Dem Geldhaus drohen massive Strafen. Über die Danske-Filiale in Estland waren in den Jahren 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen in einem Volumen von 200 Milliarden Euro gelaufen.

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    In den Skandal ist auch die Deutsche Bank verwickelt. Das Frankfurter Institut war jahrelang als Korrespondenzbank für die Danske Bank tätig und hat rund 150 Milliarden Euro der verdächtigen Zahlungen über ihre Systeme abgewickelt. Die Deutsche Bank stellt sich auf den Standpunkt, man habe als sogenannte Korrespondenzbank keine Kenntnis der Danske-Kunden und ihrer Machenschaften gehabt und auch nicht haben müssen.

    Mehr: Die mutmaßlich in den Danske-Skandal verwickelte Swedbank hat Robert Kitt und Vaiko Tammeväli entlassen.

    • rtr
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