Investorenbarometer: Stimmung der Start-up-Investoren bleibt mau
Frankfurt. Die Stimmung der Start-up-Investoren ist zuletzt gedrückt geblieben. Das legt das Investorenbarometer der Förderbank KfW und des Branchenverbands BVK nahe. Der entsprechende Indikator sank im vierten Quartal 2023 um 8,1 Zähler auf minus 27,4 Punkte. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen schätzten die Investoren demnach schlechter ein.
Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, ordnet die Daten ein: „Die Erholung des Geschäftsklimas auf dem deutschen Venture-Capital-Markt stagniert, die Investorenstimmung bleibt zum Jahresende 2023 somit unterkühlt.“
Doch es gebe für Start-ups auch gute Nachrichten: Die Investitionsbereitschaft der Kapitalgeber für Neuengagements in den letzten beiden Quartalen habe sich aus ihrem Zwischentief befreit.
Das Fundraising-Klima auf dem deutschen Venture-Capital-Markt veränderte sich seit seinem Absturz im Jahr 2022 kaum. Die Stimmung war somit auch Ende 2023 entsprechend schlecht, der Teilindikator liegt tief im Minus. Fundraising bedeutet im Fachjargon das Auflegen neuer Fonds und das Einsammeln frischer finanzieller Mittel.
Das schlechte Fundraising-Klima hat neben der schnellen Zinswende auch mit schwächelnden Exit-Erlösen zu tun, die eher spärliche Rückflüsse für Fondsinvestoren und somit ausbleibende Reinvestitionen zur Folge hatten. Exit-Erlöse entstehen unter anderem durch Börsengänge von jungen Technologieunternehmen.