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IT-Desaster Etliche Sparkassenkunden warten seit Tagen auf ihr Gehalt

Die Sparkassen ringen noch immer mit den Folgen einer Panne im Zahlungsverkehr. Anders als zunächst kommuniziert, ist das IT-Problem noch nicht gelöst.
10.12.2019 - 18:43 Uhr Kommentieren
Viele Sparkassenkunden müssen wegen einer IT-Panne noch immer auf Zahlungen warten. Die Helaba gesteht ein, dass noch nicht alle ausstehenden Transaktionen verbucht sind. Quelle: dpa
Landesbank Hessen-Thüringen

Viele Sparkassenkunden müssen wegen einer IT-Panne noch immer auf Zahlungen warten. Die Helaba gesteht ein, dass noch nicht alle ausstehenden Transaktionen verbucht sind.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Kommentare der Sparkassenkunden ähneln sich – und sie alle sind sauer. „Warte auch seit dem 04.12. auf meinen Lohn“, schreibt ein Nutzer auf dem Onlineportal „Allestörungen.de“. Wie er warten derzeit viele Sparkassenkunden darauf, dass ihr Lohn, Kindergeld oder andere Zahlungen endlich auf ihrem Konto gutgeschrieben werden. Oder ebenso schlimm: Ihr Geld kommt nicht beim Empfänger an.

Eine Nutzerin klagt, dass sie ihre neue Wohnung zu verlieren droht: Sie habe vor einer Woche eine Zahlung für die Kaution ihrer neuen Wohnung über 3500 Euro vorgenommen, „der Vermieter hat nichts auf dem Konto und will jetzt den Mietvertrag rückgängig machen“. Auch er offenbar ein Sparkassenkunde. Hunderte solcher Beschwerden landeten in den vergangenen Tagen bei Allestörungen.de, einem Portal, auf dem Verbraucher IT-Störungen melden können.

Am späten Dienstagnachmittag gestand die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ein, dass sie noch immer mit den Folgen einer Panne im Zahlungsverkehr ringt – und dass das Problem anders als zunächst avisiert noch nicht komplett gelöst ist.

„Nach Behebung der technischen Störung sind entgegen einer ersten Analyse noch offene Transaktionsdateien identifiziert worden“, so die Helaba, die für den Großteil der 379 Sparkassen in Deutschland den Zahlungsverkehr abwickelt. Man arbeite „mit Hochdruck daran, die noch offenen Transaktionen schnellstmöglich zu verarbeiten“.

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    Am Montagmorgen noch hatte die Helaba auf Handelsblatt-Anfrage erklärt, es habe eine Störung im Zahlungskehr gegeben, die von Donnerstag auf Freitag behoben worden sei. Rund 90 Prozent der Zahlungen seien dann am Freitag nachgebucht worden, der Rest sollte demnach am Montag folgen. „Wir gehen davon aus, dass heute final alle offenen Transaktionen abgearbeitet sind“, sagte ein Helaba-Sprecher.

    Von dem IT-Problem, das ab vergangenen Donnerstag auftrat, waren wahrscheinlich Zehntausende Kunden betroffen – oder sie sind es immer noch. Einen Cyberangriff schloss die Helaba aus. Auch andere deutsche Geldhäuser hatten mit IT-Pannen bei ihren Kunden für Ärger gesorgt. Die IT vieler deutscher Geldhäuser gilt in Teilen als veraltet.

    So konnten Anfang Juli Kunden der Onlinebank DKB fast 24 Stunden nicht auf ihre Konten zugreifen, keine Onlineüberweisungen beantragen oder Eingänge nachvollziehen. Bei der Commerzbank funktionierten Ende Juni vorübergehend weder das Onlinebanking noch Kartenzahlungen, im Oktober konnten Comdirect-Kunden nicht an der Börse handeln.

    Die Helaba bat darum, „die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen“. „Kunden, denen ein finanzieller Schaden entsteht, wird die Helaba gegen einen entsprechenden Nachweis diesen Schaden ersetzen“, kündigte die Landesbank an. Dazu müssen sich betroffene Kunden an ihre jeweilige Sparkasse wenden. Kunden, denen ein Schaden entstanden ist, die aber kein Konto bei einer Sparkasse haben, sollten sich direkt an die Helaba wenden, so das Geldhaus weiter.

    Mehr: Immer mehr Kunden beschweren sich über ihre Banken. Das zeigen neue Zahlen der Finanzaufsicht. Vor allem Onlinebanken sind zu oft nicht erreichbar.

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