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IT-Sicherheit Digitalisierung des Bankgeschäfts lässt Risiken steigen

Immer wieder geraten Banken ins Visier von Hackern. Die Bundesbank warnt in ihrem aktuellen Monatsbericht vor den Gefahren der Digitalisierung des Bankgeschäfts.
19.07.2021 - 12:47 Uhr Kommentieren
Daten von Bankkunden sind für Hacker Gold wert. Quelle: dpa
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Daten von Bankkunden sind für Hacker Gold wert.

(Foto: dpa)

Frankfurt Mit der immer stärkeren Digitalisierung der Geldgeschäfte nehmen aus Sicht der Bundesbank auch die Gefahren für Geldhäuser zu. Um ihren Kunden weiter wichtige Banking-Dienste anbieten zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten Geldhäuser den Wandel selbst mitgestalten, hieß es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht Juli der Bundesbank.

„Kehrseite der Digitalisierung ist jedoch, dass durch die steigende Komplexität und zunehmende Arbeitsteilung des Bankgeschäfts auch das Gefährdungspotenzial wächst.“ Dies treffe vor allem dann zu, wenn IT-Systeme der Geldhäuser nicht einheitlich seien und mit historisch gewachsenen Technologien gearbeitet werde.

„Bei der digitalen Transformation darf die Sicherheit nicht aus den Augen verloren werden, zumal Banken immer mehr in den Fokus von professionellen Angreifern rücken“, warnten die Bundesbank-Experten. IT-Infrastrukturen der Geldhäuser müssten weiterhin sicher betrieben werden. Sensible Kundendaten müssten geschützt werden.

Dazu benötigen Banken vor allem ein umfassendes Verständnis und müssen einen angemessenen Umgang mit ihren digitalen Risiken sicherstellen. Dies gelte auch für ausgelagerte Geschäftsprozesse.

Unlängst war der IT-Dienstleister der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken von Hackern angegriffen worden. Dadurch waren Webservices wie Bank-Webseiten oder das eBanking der im Karlsruher Rechenzentrum verarbeiteten Volksbanken und Raiffeisenbanken vorübergehend nicht oder nur sporadisch erreichbar. Sensible Daten der Kunden seien aber nicht in Gefahr gewesen, hatte es geheißen.

Coronakrise beschleunigte Digitalisierung

Im Zuge der Digitalisierung hat sich bereits ein Teil des Zahlungsverkehrs ins Internet verlagert. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch beschleunigt. Eine Studie der Wirtschaftsprüfer von EY unter Verbrauchern hatte vor einigen Monaten ergeben, dass viele Bürger ihre Bankgeschäfte künftig häufiger online abwickeln wollen.

Im Zuge der Digitalisierung war die Zahl der Beschäftigten in der Branche in den vergangenen beiden Jahrzehnten kontinuierlich gesunken. Im gleichen Zeitraum nahm die Bilanzsumme der Institute laut Bundesbank um rund 50 Prozent zu. Dabei spielte die IT eine wichtige Rolle.

Mehr: Schweiz wappnet sich gegen Cyberangriffe auf Finanzbranche

  • rtr
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