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Italien Deutsche Börse soll in Übernahmepoker um Mailänder Börse eingestiegen sein

Mehrere Interessenten haben einem Agenturbericht zufolge Übernahmeofferten für Italiens Börsengesellschaft vorgelegt. Darunter auch die Deutsche Börse.
22.08.2020 - 14:52 Uhr Kommentieren
Die LSE muss sich zumindest von einem Teil der italienischen Börse trennen. Quelle: AFP
Borsa Italina

Die LSE muss sich zumindest von einem Teil der italienischen Börse trennen.

(Foto: AFP)

Mailand Die Deutsche Börse und drei weitere Interessenten mischen laut Insiderinformationen im Bieterwettstreit um Italiens Börsengesellschaft mit. Interesse gezeigt hätten außerdem die Schweizer Börse Six sowie ein Konsortium aus dem französischen Börsenkonzern Euronext und der italienischen Staatsbank CDP, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Samstag.

Die Beteiligten hätten unverbindliche Übernahmeofferten für den 62,5-prozentigen Mehrheitsanteil an der Staatsanleihen-Handelsplattform MTS vorgelegt. Dieser befindet sich im Besitz der Gruppe Borsa Italiana, der auch die Mailänder Börse und ein Abwicklungssystem gehören.

Die genannten Interessenten strebten eine Übernahme des kompletten italienischen Börsengeschäfts an, sagte einer der Insider. Ein Angebot für MTS sei Bedingung für weitere Verhandlungen. Den Informationen zufolge liegen die Offerten für das MTS-Paket zwischen 300 und 350 Millionen Euro. Die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ nannte als weiteren Bieter die US-Technologiebörse Nasdaq.

Unverbindliche Offerten für die gesamte Borsa Italiana können den Insidern zufolge bis zum 11. September eingereicht werden. Die Gruppe war 2007 für 1,6 Milliarden Euro von der Londoner Börse LSE gekauft worden. Doch mittlerweile hat die LSE für 27 Milliarden Dollar auch den Datenanbieter Refinitiv übernommen und ist damit ins Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten. Diese stoßen sich an der dominierenden Rolle, die der fusionierte Konzern im Staatsanleihen-Handel spielen würde.

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    Sie fordern daher, dass sich die LSE zumindest von einem Teil der Borsa Italiana wieder trennt. Darauf hat die Deutsche Börse bereits seit längerem ein Auge geworfen. Allerdings hat die italienische Regierung bereits deutlich gemacht, dass sie die Staatsanleihen-Handelsplattform MTS als strategisch wichtiges Unternehmen betrachtet. Ein Gesetz sieht vor, dass sie die Übernahme derartiger Firmen blockieren kann. 

    Mehr: Finanzmanöver in Mailand: Brillenpatron will Anteile an Mediobanca aufstocken.

    • rtr
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