Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Italienische Großbank überrascht Unicredit kehrt in die Gewinnzone zurück – Zahlen besser als von Analysten erwartet

Bei der italienischen Großbank hat das Geschäft mit Firmenkunden wieder angezogen. Der Vorstand bestätigt auch sein Ziel für das kommende Jahr.
06.08.2020 Update: 06.08.2020 - 11:47 Uhr Kommentieren
Unicredit-Aktie: Rückkehr in Gewinnzone hilft italienischen Bank Quelle: dpa
Unicredit

Die neue Strategie bedeutet, dass Unicredit-Kunden sich bis 2028 gänzlich aus der Kohlenutzung verabschieden müssen.

(Foto: dpa)

Mailand, Düsseldorf Nach einem Milliardenverlust zu Jahresbeginn hat Unicredit im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand bei der italienischen Bank ein Gewinn von 420 Millionen Euro, wie die Mutter der deutschen Hypovereinsbank (HVB) am Donnerstag mitteilte. Das waren zwar 77 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, Analysten hatten aber einen noch stärkeren Einbruch erwartet. Steigende Handelserträge und reduzierte Kosten hätten niedrige Krediteinnahmen und Gebühren ausgeglichen, heißt es am Donnerstag. Im ersten Quartal hatte noch ein Verlust von 2,7 Milliarden Euro zu Buche gestanden.

Unicredit hatte im März nach der entsprechenden Aufforderung der EZB den Dividendenvorschlag zurückgezogen und auch das geplante Aktienrückkaufprogramm verschoben. Mittlerweil sei jedoch Erholung in Sicht: Ende März habe es noch 4,9 Prozent notleidende Kredite gegeben, bis Ende Juni konnten diese auf 4,8 Prozent reduziert werden.

Zudem habe das Geschäft mit Firmenkunden wieder angezogen, erklärte der Vorstand. Vor allem die deutsche Tochter Hypovereinsbank schlug sich im zweiten Quartal vergleichsweise gut. Die Erträge gingen weniger stark zurück als in Italien, Österreich und in Osteuropa. Zuwächse erzielte die Bank auch im Handel. Insgesamt fielen die Erträge um fünf Prozent auf 4,17 Milliarden Euro.

Mustier bestätigte die im ersten Quartal zurückgenommene Prognose für das Jahr 2021. Wenn 2021 die europäische Wirtschaft um zehn Prozent wachse, wie die Bank berechnet habe, werde das Nettoergebnis im nächsten Jahr 75 bis 80 Prozent des bisherigen Plans erreichen. Dieser sieht einen Gewinn zwischen 3,0 und 3,5 Milliarden Euro vor.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Unicredit-Aktie verliert

    Für das laufende Jahr stelle Mustier lediglich in Aussicht, in den schwarzen Zahlen zu bleiben. Italien ist eines der Länder in Europa mit den meisten Covid-19-Infektionen. Die Wirtschaft leidet besonders stark unter den monatelangen Ausgangssperren. Schon vor der Corona-Krise kämpften die Banken dort mit massenhaft faulen Krediten. Nun drohen neue Belastungen durch die sich abzeichnende Welle von Firmenpleiten.

    Im zweiten Quartal schrieb Unicredit 937 Millionen Euro auf Kreditausfälle ab, ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Rund zehn Prozent des gesamten Kreditportfolios entfallen auf die von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Sektoren Schifffahrt, Fluggesellschaften und Tourismus.

    Die Aktie legt verlor rund zwei Prozent. Seit Jahresbeginn haben die Papiere der Bank rund 40 Prozent eingebüßt.

    Mehr: Italienische Bankenfusion gibt den Startschuss für die Konsolidierung des Problemsektors.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Italienische Großbank überrascht - Unicredit kehrt in die Gewinnzone zurück – Zahlen besser als von Analysten erwartet
    0 Kommentare zu "Italienische Großbank überrascht: Unicredit kehrt in die Gewinnzone zurück – Zahlen besser als von Analysten erwartet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%