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Italiens Regierungschef Matteo Renzi attackiert die Sparkassen

Der italienische Premier Matteo Renzi zweifelt an der Stabilität des deutschen Bankensystems. Ausgerechnet die Sparkassen und Volksbanken identifiziert er als die Übeltäter. Italienischen Banken gehe es dagegen bestens.
18.12.2015 - 16:51 Uhr
Italiens Premier streitet mit Deutschland derzeit über die Einführung eines einheitlichen europäischen Einlagensicherungssystems. Renzi befürwortet ein solches System, während es Deutschland strikt ablehnt. Quelle: AFP
Besorgter Matteo Renzi

Italiens Premier streitet mit Deutschland derzeit über die Einführung eines einheitlichen europäischen Einlagensicherungssystems. Renzi befürwortet ein solches System, während es Deutschland strikt ablehnt.

(Foto: AFP)

Brüssel Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat Zweifel an der Stabilität des deutschen Bankensystems geäußert. Das größte italienische Institut Intesa San Paolo (derzeitige Marktkapitalisierung rund 53 Milliarden Euro) sei fast doppelt so viel wert wie die Deutsche Bank (31 Milliarden Euro), betonte Renzi am Freitag bei einer Pressekonferenz in Brüssel.

Außerdem gebe es in Deutschland viele kleine Geldhäuser, die nicht von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt würden, sagte Renzi unter Anspielung auf Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken. „Wenn ich ein deutscher Amtsträger wäre, wäre ich darüber sehr besorgt.”

Die italienischen Banken seien derzeit wesentlich gesünder als die deutschen Geldhäuser, sagte Renzi. Er streitet mit Deutschland derzeit unter anderem über die Einführung eines einheitlichen europäischen Einlagensicherungssystems. Renzi befürwortet ein solches System, während es Deutschland strikt ablehnt. Deutsche Politiker und Banken fürchten, dass sie mit ihren Beiträgen ansonsten schwächelnden Geldhäusern in südeuropäischen Ländern zur Hilfe eilen müssen.

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