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Nikolay Storonsky

Der Revolut-Gründer meldet hohe Verluste.

(Foto: ddp/Picture Press/Camera Press/Tom Stockill)

Jahreszahlen Europas größte Digitalbank Revolut meldet deutlich höheren Verlust

Trotz Corona steigert die britische Smartphone-Bank ihren Umsatz. Doch die Kosten für Personal und Compliance wachsen noch schneller.
21.06.2021 - 15:35 Uhr Kommentieren

London Im Dezember hat Revolut-Gründer Nikolai Storonsky noch gefeiert, dass seine Firma zwei Monate in Folge den Break-even erreicht hat. Vor allem vom Handelsboom an den Kapitalmärkten konnte die Finanz-App profitieren.

Doch insgesamt fiel das Coronajahr für den europäischen Marktführer durchwachsen aus, wie die am Montag veröffentlichten Jahreszahlen zeigen. Der Nettoverlust vergrößerte sich um 57 Prozent auf 168 Millionen Pfund. Das lag vor allem an den Personal- und Verwaltungskosten, die sich auf 266 Millionen Pfund mehr als verdoppelten.

Immerhin stieg der bereinigte Umsatz um 34 Prozent auf 222 Millionen Pfund. Rechnet man die Wertgewinne von Krypto-Anlagen in Höhe von 39 Millionen Pfund hinzu, betrug der Umsatz sogar 261 Millionen Pfund.

Die 2015 gegründete Digitalbank hat das gleiche Problem wie alle schnell wachsenden Tech-Firmen: Sie treibt die internationale Expansion voran und muss entsprechend mehr für Personal, Compliance und Controlling ausgeben. So erfolgte im vergangenen Jahr der Markteintritt in den USA, Japan und Australien. Anträge auf Banklizenzen laufen unter anderem in den USA und Großbritannien. Bisher hatte das Fintech mit einer E-Geldlizenz gearbeitet.

Man investiere weiter in schnelles Wachstum, sagte Storonsky. Tatsächlich konnte die Firma die Zahl ihrer Privatkunden im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 14,5 Millionen steigern. Im ersten Quartal 2021 kam eine weitere Million hinzu, sodass Revolut mit 15,5 Millionen Kunden nun die europäische Konkurrenz weit hinter sich lässt.

Wichtiger noch: Die Zahl der zahlenden Premiumkunden stieg überdurchschnittlich um 51 Prozent, und die Zahl der Geschäftskunden verdoppelte sich auf 500.000. Getrieben wurde dies nach Angaben der Firma durch zahlreiche neue Produkte. Seit Anfang des Jahres bietet Revolut als neueste Dienstleistung auch Aquiring in dreizehn europäischen Märkten an, was die Nachfrage nach dem Business-Paket weiter erhöhen soll. Damit können Geschäftskunden Kreditkartenzahlungen online akzeptieren.

Man habe die Profitabilität im vergangenen Jahr deutlich verbessert, sagte Storonsky. „Wir beginnen das Jahr mit einem widerstandsfähigeren und produktiveren Geschäft.“ Vor allem die Abhängigkeit von Kartenzahlungen hat Revolut in der Pandemie deutlich verringert und die Einnahmequellen diversifiziert.

Während Rivalen wie N26 erst jetzt in das Kryptogeschäft einsteigen, war Revolut frühzeitig dabei und konnte im vergangenen Jahr von dem Handelsboom mit Bitcoin und Co. profitieren. Im laufenden Jahr werden hier allerdings weniger starke Umsätze erwartet.

Ein Börsengang ist vorerst nicht geplant. Revolut hatte unmittelbar vor der Pandemie 500 Millionen Dollar frisches Risikokapital gesammelt und war in der Finanzierungsrunde mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet worden.

Mehr: JP Morgan Chase kauft britischen Robo-Advisor Nutmeg.

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