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Jamie Dimon von JP Morgan Wie ein angestellter Banker zum Milliardär wurde

Er hat Citigroup und JP Morgan zu neuer Größe verholfen: Jamie Dimon. Das hat ihn zu einem der reichsten Menschen der Welt gemacht. Wie er zu einem Milliarden-Vermögen gekommen ist – und was er seinen Kritikern entgegnet.
07.06.2015 - 14:36 Uhr Kommentieren
Der Vorstandschef von JP Morgan ist einer der reichsten Menschen der Welt. Quelle: Reuters
Jamie Dimon

Der Vorstandschef von JP Morgan ist einer der reichsten Menschen der Welt.

(Foto: Reuters)

New York Jamie Dimon, der beim Aufbau von Citigroup Inc. mithalf und bei JP Morgan Chase & Co. das Experiment in größerem Maßstab wiederholte, ist für zwei der größten Bank verantwortlich, die die Welt je gesehen hat. Sein Lebenswerk hat ihn reich gemacht.

Der Aktienkurs von JP Morgan, wo Dimon seit 2005 als Konzernchef amtiert, notiert in der Nähe eines Rekordhochs. Damit kommt Dimon auf ein Reinvermögen von etwa 1,1 Milliarden Dollar, zeigt der Bloomberg Billionaires Index. Sein Reichtum setzt sich aus einer Beteiligung im Wert von 485 Millionen Dollar an der New Yorker Bank JP Morgan sowie einem Investmentportfolio zusammen, das aus Erlösen von Citigroup-Aktienverkäufen gespeist wird.

Der Status von Dimon ist ungewöhnlich, nur wenige Bankmanager haben solch ein hohes Vermögen aufgebaut. Eine der wenigen Ausnahmen ist Dimons Ex-Mentor Sanford „Sandy” Weill. Die meisten Milliardäre in der Finanzbranche gründeten eigene Unternehmen oder Investmentfirmen, wie etwa der Hedgefonds-Tycoon George Soros mit einem Vermögen von 28,5 Milliarden Dollar oder der Mitbegründer von Blackstone Group LP, Steve Schwarzman, mit 13,4 Milliarden Dollar.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bankchef Milliardär wird, ist weitaus niedriger als für jemanden, der zu einem Hedgefonds oder Beteiligungsgesellschaften geht“, sagt Roy Smith, Professor an der Stern School of Business von der Universität New York und ehemals Partner bei Goldman Sachs Group Inc..

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    Die wertvollsten Namen der Bankenwelt
    Platz 10: Banco Santander
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    Die spanische Großbank Santander eröffnet das Ranking der wertvollsten Bankenmarken der Welt. Die Auswertung für das vergangene Jahr lieferte das Magazin „The Banker“. Bei der Bewertung der Marke spiele besonders der Geschäftsausblick (Gewinnprognose) und die Wahrnehmung von Risiken eine entscheidende Rolle. Viele Institute arbeiten an ihrem Markenwert, der sich nicht nur in Kundenvertrauen widerspiegelt, sondern auch in Eigenständigkeit und Innovation. Sprich: Eine starke Marke fällt im Wettbewerb auf. Die Spanier kommen auf einen Markenwert von 18,7 Milliarden US-Dollar, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Das Markenrating ist AAA-.

    (Foto: Reuters)
    Platz 9: Bank of China
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    Die Bank of China zählt zu den vier riesigen Staatsbanken der Volksrepublik. Ihr Umsatz liegt bei über 300 Milliarden Yuan im Jahr. Das entspricht grob 40 Milliarden Euro. Im Boomland China haben die regulierten Institute reichlich zu tun. Die Bank of China wird zudem vom Finanzstabilitätsrat als systemrelevant überwacht und muss strenge Auflagen erfüllen. Der Markenwert beträgt rund 20,4 Milliarden Dollar, 22 Prozent mehr als zuletzt.

    (Foto: dpa)
    Platz 8: Agricultural Bank of China
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    Die teilverstaatlichte chinesische Bank ist eine der größten ihrer Art. Die ABC hat schätzungsweise 320 Millionen Privatkunden und etwa 2,7 Millionen Geschäftskunden. Fast eine halbe Million Menschen arbeitet in knapp 24.000 Filialen. 2010 sammelte die Bank mit ihrem Börsengang 22,1 Milliarden Dollar ein. Ihr Markenwert beträgt 22,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 28 Prozent.

    (Foto: Reuters)
    Platz 7: JP Morgan Chase
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    First, we take Manhattan: JP Morgan Chase sitzt in New York und ist nach Marktkapitalisierung die größte Bank der USA und nach Eigenkapital das zweitgrößte Finanzinstitut der Welt. Den Markenwert können da auch die hohen Handelsverluste – also Fehlspekulationen – aus dem Jahr 2012 nicht nachhaltig schmälern. Die Marke Chase ist rund 24,8 Milliarden Dollar schwer. Der Zuwachs beträgt sieben Prozent.

    (Foto: dapd)
    Platz 6: Bank of America
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    25,7 Milliarden Dollar beträgt der Markenwert der Bank of America – noch, muss man sagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von vier Prozent. Das Fachmagazin „The Banker“, was die BoA 2008 noch als wertvollste Bankmarke führte, bescheinigt dem Finanzriesen, nach Eigenkapital das größte Institut seiner Art zu sein. Auch die Bank of America darf sich über das Prädikat „systemrelevant“ freuen – das stärkt natürlich das Markenvertrauen.

    (Foto: dpa)
    Platz 5: Citi
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    Wie die BoA gehört auch die Citigroup zu den „Big Four“ der US-Banken. Zuletzt lag die Bilanzsumme des Riesen bei 1,88 Billionen Dollar, der Umsatz 76,4 Milliarden. Sie ahnen es – systemrelevant, streng kontrolliert. Der Markenwert beträgt 26,2 Milliarden Dollar, was einem Plus von sieben Prozent entspricht.

    (Foto: dapd)
    Platz 4: China Construction Bank
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    China wächst buchstäblich in den Himmel. In den zahlreichen Millionenmetropolen kommen mit dem Industrie-Boom auch die Wolkenkratzer. Der Bauwirtschaft kommt das gelegen – und damit der China Construction Bank, die rund 27 Prozent aller Baukredite im Reich der Mitte vergibt. Der Markenwert liegt bei 26,4 Milliarden Dollar. Das sind stolze 39 Prozent mehr als im Vorjahr.

    (Foto: Reuters)

    Seine Karriere hatte er 1966 an der Wall Street begonnen. „Richtig lukrativ war in diesem Geschäft schon immer die Transaktionsseite. Die Chefs an der Wall Street müssen sich mit Rechtsstreitigkeiten, Regulierung und den relativ kurzen Amtszeiten in den dortigen Spitzenpositionen herumschlagen.”

    Der 59-jährige Dimon ging einen anderen Weg. Er lehnte Stellenangebote von Firmen wie Goldman Sachs ab und ging stattdessen 1982 zu Weill bei American Express Co.. Das Duo gewann später die Kontrolle über Commercial Credit in Baltimore, was eine regelrechte Übernahmeflut auslöste und zu einer Konsolidierung in der Branche führte. Das alles mündete 1998 in der Gründung von Citigroup, dem weltgrößten Finanzdienstleister.

    Dimon lehnt nach Aussage von Joe Evangelisti, Sprecher von JPMorgan, eine Stellungnahme zu seinem Vermögen ab.

    Der gebürtige New Yorker Dimon half Weill bei der Durchführung von Fusionen und wurde mit immer wichtigeren Aufgaben bei den Übernahmezielen betraut – vom Präsident bei Primerica Corp. über den Chefposten bei Smith Barney bis hin zum Präsident bei Citigroup. Dimon wurde für seine Kostensenkungsmaßnahmen und Integration von Systemen bekannt.

    Wie JP Morgan auch in der Finanzkrise profitabel blieb
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