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Jobabbau Sal. Oppenheim schließt Schrumpfkur ab

Die einst stolze Kölner Privatbank Sal. Oppenheim musste 2009 von der Deutschen Bank gerettet werden. Der radikale Schrumpfkurs, den die neuen Eigentümer der Bank verordnet haben, ist nun fast abgeschlossen.
13.05.2014 - 10:44 Uhr Kommentieren
In der Zentrale des Bankhauses Sal. Oppenheim musste ein Drittel der Belegschaft gehen. Quelle: dpa

In der Zentrale des Bankhauses Sal. Oppenheim musste ein Drittel der Belegschaft gehen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Privatbank Sal. Oppenheim hat ihre radikale Schrumpfkur unter der neuen Mutter Deutsche Bank nach eigenen Angaben fast abgeschlossen. „Der angekündigte Abbau von insgesamt rund 330 Arbeitsplätzen über Aufhebungsverträge ist inzwischen bis auf noch 40 Stellen vollzogen“, sagte Bankchef Wolfgang Leoni in Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagausgabe). „Die Gespräche mit diesen Mitarbeitern sind auf gutem Weg, so dass wir den Abbau innerhalb des Zeitplans bis Ende 2014 schaffen dürften.“ Damit ist die Belegschaft von Sal. Oppenheim dann um gut ein Drittel zusammengeschmolzen. Übrig bleiben 420 Mitarbeiter in Deutschland und Luxemburg.

Die mehr als 220 Jahre alte Privatbank war an ihrem Engagement beim pleitegegangenen Handelskonzern Arcandor fast zugrunde gegangen und wurde 2009 von der Deutschen Bank aufgefangen. Seit dem Amtsantritt der beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen im Sommer 2012 baut die Deutsche Bank ihre renditeschwache Vermögensverwaltung um. Vor allem bei der verlustreichen Sal. Oppenheim wurde die Sanierung verschärft. Das Kölner Traditionshaus soll sich künftig in der Nische einrichten - als exklusive Marke, die auf reiche Privatkunden und ausgewählte institutionelle Kunden fokussiert ist. Ziel bleibe es, 2015 im Kerngeschäft wieder einen Gewinn abzuliefern, bekräftigte Leoni, der Sal. Oppenheim seit gut einem Jahr führt.

Nach seinen Worten haben sowohl die institutionellen als auch die privaten Kunden eine große Loyalität mit der Bank gezeigt. Es habe nur wenige Abgänge gegeben. Dass das verwaltete Vermögen seit 2012 von 64 Milliarden Euro auf heute noch 43 Milliarden geschrumpft sei, liege maßgeblich am Rückzug aus dem Geschäft mit Publikumsfonds und der Ausgliederung des Family Office, erklärte Leoni. Das seien aber Verschiebungen innerhalb des Deutsche-Bank-Konzerns, betonte er auch im Gespräch mit der Zeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe).


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