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Kapitalerhöhung Commerzbank will Staatshilfen zurückzahlen

Die Commerzbank ist offensichtlich startklar für ihre große Kapitalerhöhung. Zudem sollen weitere Maßnahmen geplant sein wie möglicherweise der Abbau von überschüssigem Kapital. Das Institut wollte sich dazu nicht äußern.
05.04.2011 - 20:06 Uhr Kommentieren
Vorstandschef Martin Blessing wird vermutlich am Mittwoch der Öffentlichkeit seine Pläne zur Rückzahlung der milliardenhohen Staatshilfen vorstellen. Quelle: dapd

Vorstandschef Martin Blessing wird vermutlich am Mittwoch der Öffentlichkeit seine Pläne zur Rückzahlung der milliardenhohen Staatshilfen vorstellen.

(Foto: dapd)

Frankfurt Die Commerzbank ist für ihre geplante große Kapitalerhöhung Finanzkreisen zufolge grundsätzlich startklar. Vorstandschef Martin Blessing werde am Mittwoch der Öffentlichkeit seine Pläne zur Rückzahlung der milliardenhohen Staatshilfen vorstellen, sagten zwei mit den Überlegungen vertraute Personen am Dienstagabend zu Reuters.

Neben einer Kapitalerhöhung seien weitere Maßnahmen - wie der Abbau von überschüssigem Kapital - geplant. Das Institut wollte sich dazu nicht äußern.

Auf der Hauptversammlung am 18. Mai in Frankfurt müssten die Aktionäre verbindlich über eine Kapitalerhöhung abstimmen, die innerhalb einer bestimmten Frist umgesetzt werden muss. In Finanzkreisen wird erwartet, dass sich die Bank dabei einen großen Spielraum in Form einer ungewöhnlichen hohen Zahl der neu auszugebenden Aktien einräumen lässt - mehr als sie unter normalen Umständen bräuchte, um nicht von einem schwachen Umfeld ausgebremst zu werden. Blessing müsste den Aktionären dabei aber auch einen Hinweis geben, wie hoch die Kapitalerhöhung realistischerweise ausfallen könnte.

Die Bank und ihre Berater loten seit Wochen aus, wie viele neue Aktien große Investoren zu welchem Preis zu kaufen bereit sind. Die Turbulenzen an den Märkten angesichts der Krisen in Japan und in der arabischen Welt ließen die Anleger zuletzt zögern. Vor der Hauptversammlung werde die Commerzbank den Kreisen zufolge ohnehin nicht loslegen, weil das Volumen einer Kapitalerhöhung bis dahin auf rund zwei Milliarden beschränkt wäre, sagten mehrere Eingeweihte.

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