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Kapitalmarkt Commerzbank lagert Aktiengeschäfte an Privatbank Oddo BHF aus

Die Frankfurter wollen durch die Kooperation Kosten sparen. Die nach der Finanzkrise begonnene Schrumpfkur des Kapitalmarktgeschäft geht damit weiter.
11.05.2021 Update: 11.05.2021 - 16:56 Uhr Kommentieren
Der Finanzinvestor Cerberus, der bereits fünf Prozent an der Bank hält, erwägt die Übernahme der Staatsbeteiligung in Höhe von 15,6 Prozent nach der Bundestagswahl. Quelle: dpa
Commerzbank-Zentrale

Der Finanzinvestor Cerberus, der bereits fünf Prozent an der Bank hält, erwägt die Übernahme der Staatsbeteiligung in Höhe von 15,6 Prozent nach der Bundestagswahl.

(Foto: dpa)

Frankfurt Vorrstandschef Manfred Knof kommt beim Umbau der Commerzbank voran. Wenige Tage nach der Einigung mit dem Betriebsrat auf die Rahmenbedingungen für den geplanten Stellenabbau verkündete Knof am Dienstag, dass das Frankfurter Geldhaus große Teile des Aktiengeschäfts an die französisch-deutsche Privatbank Oddo BHF abgeben wird. Durch die Vereinbarung könne die Commerzbank Kosten und Komplexität reduzieren, ohne Kompromisse beim Kundenservice einzugehen, sagte der Vorstandschef.

Oddo BHF wird künftig Aktienkäufe und -verkäufe von Kunden der Commerzbank abwickeln und das Research für institutionelle Kunden übernehmen. Betroffen davon sind 80 Commerzbank-Mitarbeiter, von denen allerdings nur ein Teil zu Oddo wechseln soll.

Deutschlands zweitgrößte Privatbank will das Aktienresearch für Unternehmen und Profiinvestoren spätestens Ende des Jahres einstellen. Privatkunden will das Institut im Wertpapiergeschäft jedoch weiterhin Empfehlungen geben und sich auch um die Abwicklung von deren Geschäfte kümmern.

Die Commerzbank hatte bereits Anfang des Jahres bei der Verkündung ihrer neuen Strategie mitgeteilt, sich von Teilen des Aktiengeschäfts zu trennen, weil sie hier im Wettbewerb mit größeren Konkurrenten nicht mithalten kann.

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    Insgesamt will Vorstandschef Knof bis 2024 rund 10.000 Vollzeitstellen streichen und so eine Eigenkapitalrendite von sieben Prozent erreichen. Im Firmenkundengeschäft will sich das Institut noch stärker auf den Mittelstand fokussieren und das Engagement im Ausland und am Kapitalmarkt zurückfahren.

    Oddo baut Position im Aktiengeschäft aus

    Von der Kooperation mit der Privatbank Oddo, die Zugang zu mehr Investoren hat, sollen auch die Kunden der Commerzbank profitieren. Oddo BHF habe eine hohe Expertise im Aktienvertrieb und -handel für die Märkte in Europa und Nordamerika sowie im Aktienresearch, sagte Commerzbank-Firmenkundenchef Michael Kotzbauer. „Damit schaffen wir für unsere Firmenkunden bei Eigenkapitaltransaktionen eine deutlich größere Reichweite und können diese noch stärker platzieren.“

    Für die Unternehmen selbst will die Commerzbank im Geschäft mit Aktienplatzierungen weiter Ansprechpartner bleiben und sie etwa bei Börsengängen oder Kapitalerhöhungen beraten. Die Abwicklung erfolgt dann allerdings über Oddo.

    Das Kapitalmarktgeschäft des Frankfurter Geldhauses schrumpft damit weiter. Bereits nach der großen Finanzkrise vor zwölf Jahren hatte das Institut große Teile des Investmentbankings abgebaut. Im vergangenen Jahr schloss das Institut dann den Verkauf des Segments Equity Markets & Commodities (EMC) an den französischen Konkurrenten Société Générale ab. Dort waren das Geschäft mit Aktienderivaten, ETFs sowie das Market-Making gebündelt.

    Während die Commerzbank schrumpft, stärkt Oddo durch die Vereinbarung mit dem Frankfurter Wettbewerber seine Position im Aktiengeschäft. „Mit diesem Schritt bauen wir unsere Position als führender paneuropäischer Anbieter für unsere privaten, institutionellen und Unternehmer-Kunden weiter aus“, sagte Vorstandschef Philippe Oddo.

    Neben der Commerzbank arbeitet Oddo im Aktiengeschäft bereits mit der spanischen Großbank BVVA, der französischen Nataxis und dem niederländischen Geldhaus ABN Amro zusammen

    Mehr: Commerzbank einigt sich auf Bedingungen für Jobabbau.

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