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Kaufinteresse? Spanische Santander wirft Auge auf Commerzbank

Bei der Commerzbank geht es derzeit drunter und drüber. Jeden Tag kommt ein neuer Rettungsplan ins Spiel. Nun bemüht sich offenbar die spanische Großbank Santander um den deutschen Konkurrenten.
16.07.2013 - 08:58 Uhr 31 Kommentare
Fast stündlich kommen neue Gerüchte um die Zukunft der Commerzbank auf. Quelle: AFP

Fast stündlich kommen neue Gerüchte um die Zukunft der Commerzbank auf.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die spanische Großbank Santander hat einem Zeitungsbericht zufolge Interesse an der Commerzbank. Santander habe ein Auge auf das zweitgrößte deutsche Geldhaus geworfen, berichtete die Zeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise. Attraktiv sei für die Spanier vor allem das schwächelnde Privatkundengeschäft mit mehr als elf Millionen Kunden, das Santander auf Vordermann bringen könnte. Allerdings könnten die Milliardenrisiken aus Schiffs- und Immobilienkrediten Santander oder andere Interessenten abschrecken, berichtete die Zeitung. Die Commerzbank wie auch Santander lehnten eine Stellungnahme ab.

Am Wochenende hatte das Magazin „Focus“ ohne Quellennennung berichtet, Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble habe bei der Schweizer Großbank UBS bereits ein mögliches Interesse der Schweizer am Anteil des Bundes sondiert. Der Bund hält noch gut 17 Prozent an der Commerzbank.

Im Betriebsrat des Frankfurter Geldhauses werde befürchtet, dass eine Übernahme durch die Spanier für die Mitarbeiter schmerzhaft werden würde und Auslagerungen in Servicegesellschaften drohten, berichtete „Die Welt“ weiter. Ohnehin fährt die Commerzbank derzeit einen radikalen Sanierungskurs und streicht bis 2016 rund 5200 Stellen. Der unter Erfolgsdruck stehende Vorstandschef Martin Blessing will die Bank auf Privatkunden und den Mittelstand ausrichten. Weniger lukrative Randbereiche und Altlasten stößt er ab. Der Markt wartet noch auf durchschlagende Erfolgsmeldungen: Die Ratingagentur Moody's geht beispielsweise davon aus, dass der Umbau der Commerzbank frühestens 2015 Früchte tragen wird.

Zumindest kommt die Bank mit dem Abbau der Altlasten voran. Am Montag konnte das Geldhaus den Verkauf der seit längerem im Schaufenster stehenden Reste der ehemaligen Hypothekentochter Eurohypo in Großbritannien melden. Die US-Großbank Wells Fargo und der Finanzinvestor Lone Star übernehmen die überwiegend gut laufenden gewerbliche Immobilienkredite von fünf Milliarden Euro sowie das gesamte operative Geschäft auf der Insel.

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    31 Kommentare zu "Kaufinteresse?: Spanische Santander wirft Auge auf Commerzbank "

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    • Blessing, du huso

    • Mag alles sein. Wie "turbo1! aber schon geschrieben hat, war die Coba bereits vor 20 Jahren ein Sanierungsfall. Und wenn ich mit bestimmten Geschäftsfelder kein Geld verdienen kann, gehören sie nicht eingeführt, ob sie nun deutsche oder englische Bezeichnungen haben. Die kleinen Geno-Banken haben auch kein Private Banking; und sie stehen zu recht hervorragend da.

      Wo ich zustimme: der kleine Mann badet es immer aus. Nur ist bei kleineren Banken auch der Vorstand ein relativ kleiner Mann (oder eine kleine Frau) - mit allem, was dazu gehört: regionale Verwurzelung, Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und vor allem den Kunden. Klar tut einem der kleine Mann leid, der jetzt bei 5000 zu streichenden Stellen dabei ist, aber: ich kenne viele dieser kleinen Männer, die sich vor 20 Jahren auch bei einer Volksbank hätten bewerben können, sich jedoch als "Private Banker" oder "Special Credit Analyst" bei einer großen Bank mehr versprochen haben. Wenn die Rechnung jetzt nicht aufgeht, darf das nicht der Steuerzahler zahlen oder der Volksbank Kunde (mit höheren Kosten für die Regulierung, die nun alle trifft).

      Noch ein Wort zum Kostenabbau: Es geht um Kostendeckung, nicht primär um -abbau. Ein gutes SB Gerät kostet 50 TEUR. Das reicht (leider) locker für einen Angestellten bei einer Volksbank (und Sparkasse). Die Großbanken müssen aufhören, den Kunden einzureden, dass z.B. Kontoführung nichts kostet. Sie kostet Geld, dass verdient werden muss; entweder ehrlich über Kontoführungsgebühren oder halb ehrlich bzw. unehrlich über Quersubventionen aus Erträgen risikoreicherer anderer Geschäftsfelder. Von den Zinsangeboten ganz zu schweigen. Wehe, wenn Hedgegeschäfte nicht aufgehen oder der Kunde nicht mitspielt - die Zinsänderungsrisiken müssen enorm sein.
      Die nächste Krise kommt!

    • Wie schön, wir durften also die Comba erst sanieren, jetzt verschenken wir sie und retten dann den Beschenkten! Das ist endlich wahrer Sozialismus! Lang lebe Europa! So gut, so wunderbar!

      Not. :-)

    • Wie Kosten reduziert werden ist eigentlich schon jedem klar der die Presse verfolgt hat : Im Filialgeschäft wird Personal abgeschafft, es wird Selbstbedienungstechnik und Homebanking favorisiert. Kunden die gewissen Kriterien nicht entsprechen bekommen keinen eigenen Kundenberater mehr zugeordnet. So kann man noch mehr abbauen. Die Verursacher der ganzen Problematik ( Investmentbanker + leitende Angestellte) betrifft das ganze nicht. Die Boni wird einfach reduziert um die Öffentlichkeit zufriendenzustellen, dafür das Basisgehalt erhöht ! Anders können Sie keine Investmentbanker halten. Es ist eben wie überall der einfachen Angestellten baden immer das aus was an anderer Stelle entschieden wird. Und letztlich dann auch der Kunde. Wealth Management und private Banking gibt es schon seit über 20 Jahren nur der Name ist englisch geworden... das ist noch nie was Besonderes gewesen.

    • Ausser Banco de Valenica wurden keine Banken gerettet, es handelte sich um "Cajas", also Sparkassen. Santander ist eine der solidesten Banken, zumindest in Europa.

    • Meine Damen und Herren, die Commerzbank war doch vor 20 Jahren auch schon ein Sanierungsfall. Fluktuation in nennenswerter Höhe, irre Portfolio-Entscheidungen. Da hat sich bis heute nichts geändert, eine internationale Aufstellung hat sie auch nicht. Die Krönung war der politisch gewollte Merger mit der Dresdner Bank - umgekehrt hätte der Deal wohl eher funktioniert. Nach meiner Meinung gehört dieses Institut SOFORT abgewickelt.

    • Ich sage Gier frist Hirn. Und ohne Hirn geht auch die anständige kleine Volksbank pleite. Niemand regt sich auf, dass die lieben Privatbanken aus In- und Ausland mit Tagesgeldzinsen von z.B. 2% werben, wobei Sie bis 25 jährige (!!!) Festzinskredite für 2,5% herausgeben. Wie soll hier eine Zinsspanne Kosten und Risiko abdecken? Hingerannt wird trotzdem. Niemand regt sich auf, dass der Leitzins künstlich niedrig gehalten wird, der Staat sich so entschulden kann und die vernünftigen Sparer so real Negativ-Renditen einfahren und Geld verlieren. Am Ende haben alle Banken oder Sparkassen den viel höheren Regulierungsaufwand zu zahlen, was kostendeckend und fachlich nicht von allen durchgehalten werden wird. Eine 50 Mann starke GenoBank kann sich eben nicht 23 Beauftragte und ein Doktoren-Team als Stabsabteilung leisten.
      Wenn die Commerzbank nicht kostendeckend arbeiten kann, dann soll sie die Konsequenzen dafür tragen. Ich war es nicht, der dort ein "Wealth Management" eingeführt hat und ein "Privat Banking". Und wer kein Geld verdient, sollte auch keine nervigen Werbefilme produzieren. Niemand hindert die Commerzbank daran, auch kostendeckende Kontoführungsgebühren einzuführen. Nur mit dicker Luft wirds nichts verdient und reines-Kosten-Verschieben läßt sie nicht verschwinden. Die Frage ist nicht, ob die Schulden bezahlt werden müssen, vielmehr ist das WER und WANN die relevante Fragestellung.

    • Endlich mal ein sachlich und korrekter Beitrag!

    • Wer bei der CoBa fette Boni kassiert weiß ich nicht, aber jedenfalls nicht die "normalen Tarif-Angestellten" im Filialgeschäft. Ich habe jedenfalls seit Jahren keine Boni bekommen. Das ist auch für mich in Ordnung so, wenn dafür ein Kollege seinen Arbeitsplatz behalten kann. Und wo nichts verdient wird kann man auch nichts auszahlen - ganz logisch.Es nervt aber tierisch wenn jeder Banker in einen Topf mit z.B. dem Investmentbanker ( Anfangsgehalt ab Uni ca. 100 TEUR + Boni ) mit dem Kassierer ( knapp über Aldi-Gehaltsniveau) verglichen wird ! Der Vergleich mit der Volksbank ist nicht ganz fair, da bei vielen Volksbanken und Sparkassen Kontoführungsgebühren gezahlt werden die die Filialkosten decken ( Privatkundengeschäft). Die CoBa besteht aus: Privatkundengeschäft ( Filialen), Wealth Management, Private Banking , Comdirect, Mittelstandsbank und Tochterunternehmen wie z.B. Comfinanz. Das heißt selbst wenn die CoBa das Privatkundengeschäft verkaufen würde ( was sie nicht tun wird alleine aus Bilanz- und Abschreibungstechnischen Gründen, da Kosten aus anderen Segmenten auch dorthin verteilt werden), würde die Bank weiterhin alle anderen Teile behalten auch die Comdirect die sehr wirtschaftlich arbeitet.

    • Ich kann die Banco Santander gut verstehen...!

      Die CoBa hat (gem. letztem Geschäftsbericht auf der Internet-Seite) ein bilanzielles Eigenkapital von 27.034 MRD EURO - bei 1.138.506.941 ausgegebenen Aktien...! Das ergäbe einen fairen Kurs von ca. 23,75 EUR je Aktie(!) oder ein KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) von 27%...! Bei der CoBa müssten also ca. 20 MRD EURO (zwanzig Milliarden!) Verluste eintreten, damit der aktuelle Aktienkurz gerechfertigt wäre. Unter diesem Aspekt erscheint die Bank (vordergründig) "brutal unterbewertet"! Klar, dass sie damit zu einem Übernahmekandidaten wird...

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