Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

KfW-Studie Aufbau Ost war zweites deutsches Wirtschaftswunder

In den Aufbau Ost flossen in den vergangenen Jahren gewaltige Summen. 25 Jahre nach der Wende zieht die Förderbank KfW eine positive Bilanz – und regt eine Neuregelung der Verteilung von Fördergeldern an.
30.09.2014 - 14:14 Uhr 1 Kommentar
Die Ökonomen der KfW sehen trotz aller Erfolge durch den Aufbau Ost noch Baustellen. Quelle: obs

Die Ökonomen der KfW sehen trotz aller Erfolge durch den Aufbau Ost noch Baustellen.

(Foto: obs)

Frankfurt/Main Der teure Aufbau Ost zahlt sich nach Einschätzung der Förderbank KfW aus. „Wir können heute über das zweite deutsche Wirtschaftswunder reden“, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner am Dienstag in Frankfurt bei der Vorlage der Studie „Deutschland 25 Jahre nach dem Mauerfall“.

Ostdeutschland gehöre gemessen an der Wirtschaftsleitung inzwischen zum Mittelfeld Europas – obwohl die Angleichung an West-Niveau noch nicht völlig erreicht sei. Zeuner betonte: „Die regionalen Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland sind im internationalen Vergleich unerheblich.“

Daher spreche vieles dafür, „Regionalförderung künftig nicht mehr nach Himmelsrichtung vorzunehmen“, sondern „gesamtdeutsch zu denken“, sagte Zeuner: „Wir hatten 25 Jahre Bedarf in Ostdeutschland, das ist extrem gut gelaufen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt neu zu überlegen, was sind die Bedarfe.“ Forderungen nach einer Abschaffung des ursprünglich für den Aufbau Ost erhobenen Steueraufschlags „Soli“ wolle er sich nicht anschließen, betonte Zeuner. Er sehe genug Verwendungsnotwendigkeiten für diese Gelder.

Nach KfW-Berechnungen fiel das reale Wirtschaftswachstum pro Kopf in den fünf ostdeutschen Bundesländern im zurückliegenden Vierteljahrhundert praktisch genauso stark aus wie das in Westdeutschland zur Wirtschaftswunderzeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Das mache sich zunehmend auch im Portemonnaie der Menschen in Ostdeutschland bemerkbar: Im vergangenen Jahr betrug deren verfügbares Pro-Kopf-Einkommen 17 700 Euro. Das waren 84 Prozent des West-Niveaus. 1991 waren es 53 Prozent.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Entscheidende Voraussetzung für den erfolgreichen Umbau der bankrotten Planwirtschaft der DDR in eine wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft seien hohe Investitionen gewesen: Seit 1991 investierten Unternehmen, Kommunen und private Bauherren der KfW zufolge insgesamt rund 1,6 Billionen Euro in Ostdeutschland.

    Trotz aller Erfolge sehen die KfW-Ökonomen noch Baustellen: Die Arbeitsproduktivität - also die Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem - liege im Osten erst bei 76 Prozent des West-Wertes. Das erkläre sich unter anderem damit, dass es in Ostdeutschland relativ wenige große Unternehmen gibt, deren Arbeitsproduktivität im Schnitt höher sei.

    Die vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit und die demografische Entwicklung belasten die positive Bilanz zudem: Seit 1990 habe Ostdeutschland 13,5 Prozent seiner Bevölkerung verloren. Dieser Trend wird nach KfW-Prognose anhalten - Ausnahme: Der wachsende „Speckgürtel“ rund um Berlin.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: KfW-Studie - Aufbau Ost war zweites deutsches Wirtschaftswunder
    1 Kommentar zu "KfW-Studie: Aufbau Ost war zweites deutsches Wirtschaftswunder"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • >> In den Aufbau Ost flossen in den vergangenen Jahren gewaltige Summen. <<

      Und die meisten Gelder flossen dorthin auf Pump.
      Was das mit einem Wirtschaftswunder zu tun hat, weiß die se Studie wohl nicht !

      Wegen der Wiedervereinigung hat alleine der Staat Schulden in Billionenhöhe generiert, geschweige denn die Länder und Kommunen !

      Diese Wiedervereinigung erfolgte auf Kosten der Steuerzahler und künftiger Generationen.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%