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Kirch-Prozess Deutsche Bank wirft Richtern Befangenheit vor

Da erscheint Friede Springer vor Gericht, um ihre Aussage zu machen – und dann darf sie unverrichteter Dinge wieder gehen. Im milliardenschweren Prozess der Deutschen Bank gegen Leo Kirch gab es eine spektakuläre Wende.
14.11.2011 Update: 14.11.2011 - 11:19 Uhr 1 Kommentar
Friede Springer heute auf dem Weg zum Gerichtssaal. Quelle: dapd

Friede Springer heute auf dem Weg zum Gerichtssaal.

(Foto: dapd)

München Der Weg zur Wahrheitsfindung zur ist alle Beteiligten an diesem Montag beschwerlich: Der Fahrstuhl zum Sitzungszimmer im vierten Stock des Oberlandesgerichtes ist defekt, auch Friede Springer musste zu Fuß laufen.

Als sie dann um kurz nach 10 im Sitzungssaal 411 Platz nahm, da war die Verhandlung auch schon vorbei. "Frau Springer, es tut mir furchtbar leid", ich muss sie leider wieder entlassen", sagte Richter Guido Kotschy.

Der Grund: Exakt um 9.40 hatte Kotschy einen Befangenenheitsantrag der Anwälte der Deutschen Bank auf dem Tisch. "Wir habe seit März den Eindruck, dass dieser Senat befangen ist", erklärte Rechtsanwalt Manfred Wolf. Wolf wirft dem Gericht in einem 19-seitigen Schriftsatz vor, illegale Absprachen mit der Staatsanwaltschaft getroffen zu haben. Der Prozess liegt deshalb auf Eis.
Friede Springer nahm es mit Humor. Ob sie Auslagen habe fragte der Richter: die übernehme sie selbst, sagte die Verlegerin und nahm ihren Mantel von der Garderobe.
Der Richter hat nun alle weiteren geplanten Verhandlungstage abgesagt. Hintergrund für die Anträge sind Ermittlungsverfahren, die unter anderem gegen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wegen seiner Aussage in dem Prozess vor einigen Wochen laufen. Nach Aussagen der Anwälte der Bank ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Prozessbetrugs.

Das Gericht versucht seit Wochen mit Hilfe etlicher prominenter Zeugen, die Vorgeschichte der Milliarden-Pleite des Medienzars Leo Kirch 2002 zu untersuchen. Der inzwischen gestorbene Kirch hatte die Deutsche Bank und ihren damaligen Chef Rolf Breuer für den Zusammenbruch seines Konzerns verantwortlich gemacht.

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    In diesem Verfahren streitet die Kirch-Seite um milliardenschweren Schadenersatz. Die Bank hielt damals ein Springer-Aktien-Paket als Sicherheit für einen Kredit an eine Gesellschaft der Kirch-Gruppe.

    • rtr
    • fas
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    1 Kommentar zu "Kirch-Prozess: Deutsche Bank wirft Richtern Befangenheit vor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • na,bellen die getroffenen hunde

      wenn die deutsche bank einen befreiungsschlag braucht,um zeit zu gewinnen und luft zu holen dürfte der betrugserfah-
      renen deutschen und ihren dünnhäutigen anwälten wohl zu heiß werden.

      freuen wir uns auf den fortgang der seifenoper um kirch,gott hab ihn seelig, und der abstauber um elfriede springer.

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