Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Banken brauchen jetzt den Mut zur Disruption

Die Coronakrise zwingt die Finanzbranche zu schwierigen Entscheidungen. Das sollte sie nutzen, um radikale Schritte in Richtung Digitalisierung zu machen.
11.05.2020 - 03:52 Uhr 1 Kommentar
Die Krise bietet der Finanzwelt eine Chance, sich digitaler aufzustellen. Quelle: AP
Mobil unterwegs in Frankfurt

Die Krise bietet der Finanzwelt eine Chance, sich digitaler aufzustellen.

(Foto: AP)

Der Spruch wird meistens Winston Churchill zugeschrieben: „Never waste a good crisis“, auf Deutsch „verschwende niemals eine gute Krise“. Dahinter steckt der Gedanke, dass Krisen immer auch als Katalysator wirken können, dass sich in schweren Zeiten Reformen durchsetzen lassen, die sonst sehr viel länger gebraucht hätten. Eine solche Chance bietet die Coronakrise unter anderem für die Finanzbranche, auch wenn es alles andere als leicht ist, diese Möglichkeit tatsächlich zu nutzen.

Denn die kurzfristigen Verwerfungen sind so heftig ausgefallen, dass die Manager erst einmal alle Hände voll damit zu tun hatten, das Tagesgeschäft in den Griff zu bekommen. Als Nächstes müssen die Vorstände ihre Banken auf die Schäden vorbereiten, die mittelfristig durch die befürchtete Flutwelle von faulen Krediten drohen. Ähnlich wie in der Finanzkrise, wenn auch aus völlig anderen Gründen, stehen die Banken unter Dauerstress.

Trotzdem dürfen die Verantwortlichen die langfristigen Folgen der Krise nicht aus dem Blick verlieren. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Pandemie für einen Digitalisierungsschub in der gesamten Gesellschaft sorgen wird. Für die Banken bietet das die Chance, ihre Strategie und ihre Geschäftsmodelle noch einmal zu überprüfen, und radikale Schritte zu machen, sowohl was die eigenen Prozesse angeht als auch den Kontakt mit den Kunden.

Die Coronakrise zwingt einen großen Teil der Unternehmen ohnehin zu schwierigen Entscheidungen und schmerzhaften Opfern. Diese Entscheidungen sollten wenigstens dazu beitragen, die Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Das gilt vor allem für die deutschen und europäischen Banken, von denen viele auch zwölf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise noch immer nach einem auf Dauer tragfähigen Geschäftsmodell suchen. Die Krise bietet die Chance, von Evolution auf Disruption umzuschalten. Es wäre schade, wenn sie verschwendet würde.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: Banken-Aufseher warnen vor dem „Moment der Wahrheit“ im Sommer.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Banken brauchen jetzt den Mut zur Disruption
    1 Kommentar zu "Kommentar: Banken brauchen jetzt den Mut zur Disruption"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Disruption bedeutet viel Output mit wenig Leuten. Wie soll sowas bei einem trägen Geschäftsmodell wie dem der traditionellen Bankgeschäfte und bei der Arbeitsmarktregulierung in DE gelingen ? Nahezu unmöglich.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%