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Kommentar Populär, aber naiv

Banken müssen künftig so aufgebaut sein, dass einzelne Bereiche wegfallen können. Eine Trennung der Sparten aber wird nicht gebraucht.
18.10.2011 - 09:48 Uhr 8 Kommentare
Nicole Bastian leitet das Finanzressort des Handelsblatts. Quelle: Pablo Castagnola

Nicole Bastian leitet das Finanzressort des Handelsblatts.

(Foto: Pablo Castagnola)

"Verständnis" ist in diesen Tagen eine gern benutzte Vokabel der politischen Elite Europas, wenn es um die Proteste auf den Straßen gegen die zu große Macht der Finanzmärkte geht. Der europäische Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso haben Verständnis für die Demonstranten und ihre Forderungen, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sogar "großes Verständnis". Fast scheint es, als wollten die Verständnisvollen von der medialen Aufmerksamkeit der Protestler so ein wenig abbekommen - oder sie zumindest in die Leere des Verständnisses laufen lassen.

Dieses Klima hat in Berlin dazu geführt, dass sich viele berufen fühlen, Vorschläge zur Reform der Banken zu machen. Und wenn SPD-Chef Sigmar Gabriel voller Verständnis für die Proteste die Trennung von Geschäftsbanken und Investment-Banking fordert, hält das Finanzministerium das für einen "interessanten Ansatz". Vor allem aber bleibt es ein populistischer Vorschlag, wenn er nicht mit Details angereichert wird.

Gabriel hat recht, sich im Jahre fünf der Krise Gedanken darüber zu machen, ob die Banken so krisensicher sind, wie sie sein sollten. Die klare Antwort ist: nein. Die Frage ist jedoch, welche Schritte die Finanzbranche und den Steuerzahler weiterbringen. Klar ist: Eine Zerschlagung der Großbanken in komplett getrennte Institute wäre nicht der richtige Schritt.

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Ist die reine Investmentbank Lehman Brothers nicht gerade eines der größten Probleme in der Finanzkrise gewesen? Universalbanken haben sich in der ersten Runde der Finanzkrise als weit stabiler erwiesen. Und zudem bieten sie in ihrer Gesamtheit großen Firmenkunden Produkte wie Währungs- oder Zinsabsicherungen oder Finanzierungen über den Kapitalmarkt, bei denen Firmenkundengeschäft und Investment-Banking zusammenlaufen.

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    8 Kommentare zu "Kommentar: Populär, aber naiv"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Volle Zustimmung - so gut wie niemand braucht die Investmentbanken.....
      außer vielleicht die Freunde, Bekannten und Verwandten der Frau Bastian, die an der Gierveranstalung und Bonijagt Investmentbanking (dem Übelteil) teilhaben. Man muß fast zu dieser Meinung kommen, da Sie sich wirklich alle Mühe gab um irgendwelche (Schein-)Argumente zum Erhalt dieses Investmentbankenunsinn zu erhirnen.

    • Mal eine Frage an den pluralis majestatis,
      Was ist das eine Prozent das fehlt?
      Sind es die volkstümlichen Tassen im Schrank?

      Genug gelästert an die Arbeit!

      Das Grundübel ist die Haftungsverschiebung, die darf es auf keinen Fall geben. Ist eine Bank oder sonst ein Unternehmen (auf deutsch) zu deppert um solide zu wirtschaften dann muss es Pleite gehen.

      Nur dadurch, dass im Extremfall der Totalverlust droht ist jeglicher Gewinn gerechtfertigt. Wer den Verlust abwälzen will verliert das Recht auf Besitz und Gewinn.

      Punkt ende der Debatte.

      Aber die Folgen für die Volkswirtschaft wenn...
      Okay über die Abmilderung der Folgen lässt sich reden aber nicht über die Konsequenz der Pleite.

      Vorschläge dazu wären:
      Eine Abwicklungsabteilung z.B. bei der EZB. Ist eine Bank Pleite wird sie als Vertrauensbildung für die Einleger dieser EZB Abteilung unterstellt und geordnet abgewickelt. Ein Liquiditäts Fond der von der EZB verwaltet wird stellt sicher, das am Ende der Abwicklung die EZB nicht auf Verlusten sitzen bleibt.

      Variante 2 wäre aus meiner Sicht die Hall Idee.
      Wie bisher werden die schlechten Papiere in eine bad Bank ausgelagert aber anstatt diese bad Bank mit Steuergeldern zu füttern, wird die bad Bank die Eigentümerin der good Bank. Im Grundsatz werden dabei die Eigentümer durch ihre eigene Bank enteignet. Die Idee hat Grenzen wäre aber rein rechnerisch sogar noch bei Lehman aufgegangen.

      Zu guter letzt noch eins. 1929 2008 und jetzt wieder taucht immer das gleiche Problem auf. Früher sagte man jedem Banklehrling im ersten Jahr:

      Die goldene Regel lautet:
      Die Bank leiht sich immer soviel Geld über soviel Zeit wie sie es auch verleiht.

      Das Elend in allen Bankenkrisen ist, sich kurzfristig zu verschulden um langfristige Kredite vergeben zu können. Das könnte die BaFin sehr leicht abstellen und somit viel Druck aus dem Kessel nehmen.

      Frohes Schaffen allerseits

    • Das Ganze, Frau Bastian, reduziert sich dem Grunde nach auf die Haftungsfrage: Wer steht letztlich dafür gerade, wenn durch Fehleinschätzungen große Verluste auftreten.

      Auch wenn die Refinanzierung der Investment-Sparte nicht aus dem Privatkundenbereich erfolgt, steht doch zu guter Letzt der Gesamtkonzern für entstandene Verluste gerade.

      Aber genau diese Situation soll zukünftig ja verhindert werden. So, what is to do?

      So ganz am Rande: Ihr Spruch: "....oder sie zumindest in die Leere des Verständnisses laufen lassen"....

      ist einfach Klasse!

    • Endlich ein fundierter Artikel, frei von Populismus. Schade das er es nicht mal auf die Titelseite schafft.

    • Da hat Frau Bastian aber lang an den Haaren herumgezogen, bis sie ein paar "Argumente" hatte.
      Nur, so wirklich überzeugend war's jetzt nicht.
      "Das jetzige System ist Sinnvoll" ist eine reine Behauptung.
      "Einzelne Institute würden nicht überleben". So what? Die Piratenindustrie hat, bis auf Somalia, auch nirgendwo überlebt.
      "Perfekte Verbindung". Sorry, aber das hat mit den normalen Kunden üeberhaupt nichts zu tun. Anleihen-, Pfandbrief- oder Aktienemissionen braucht keine Kassenangestellten. Und auch kein Girokontogeld.
      Dito für "Auch für Kunden von Vorteil". JEDES Monopolunternehmen bewirbt "Lösungen aus einer Hand".
      "Verluste ausgleichen." Prima. Das machen wir grad, stimmt's? Verluste der Zocker ausgleichen, weil es mit den Einlagen deR Kunden nicht mehr zu stemmen ist.
      "Historisch gewachsen". Das war der Feudalismus auch mal.
      "Trennbankensystem hätte die Lehman-Pleite nicht verhindert." Nee, aber dann hätten wir keine Landesbanken retten müssen. GENAU dafür ist ein Trennbanken system geeignet.
      "Andere Situation bei US-Banken" Klar, die hatten in der Vergangenheit das bessere System. Kein Grund, es nicht zu übernehmen.
      "Welle von Übernahmen" Ok, so ist das nun mal, wenn sich Industrien ändern. Und, zum zweiten Mal: Es geht nicht darum, Pleiten zu verhindern, sondern dafür zu sorgen, dass die nicht das Gesamtsystem gefährden. Was die IKB, die KMU-Finanzierung betreiben soll, mit US-Derivaten zu tun hatte, frag ich mich immer noch.
      "Universalbanken sind weniger krisenanfällig" Es geht nicht darum, die Banken vor einer Pleite zu schützen, sondern die Wirtschaft vor einer Bankenpleite.
      "Idealbeispiel Deutsche Bank" Sorry, mein Idealbeispiel ist die Sparkasse Hintertupfingen. Die muss nämlich nicht meine Einlagen nehmen, um damit Zockerverluste auszugleichen.

      Für mehr reicht der Platz nicht.

    • Der Artikel zeigt, wie verkehrt diese Welt gesehen wird. Alle Macht wird dem Kapital überlassen. Dies zu ändern wird als naiv angesehen. Naiv bedeutet dann allerdings, dass die Änderung, auch die Einführung des Trennbankensystems als richtig, aber wegen internationaler Widerstände als aussichtslos angesehen wird. Müsste man angesichts der gigantischen Gefahren denen wir gegenüberstehen nicht auch den Kampf um die beste wenn auch noch recht aussichtslose Lösung aufnehmen? Anstatt sie als nicht realisierbar abzutun?
      Die Artikel hier im Handelsblatt werden zusehends schlechter, oberflächlicher und offensichtlich banklastiger.
      Eine Investmentbank kann man serwohl insolvent gehen lassen. Gäbe es ein weltweites Trennbankensystem hätte Lehman gar nicht diese Auswirkungen gehabt, siehe Volksbanken, Sparkassen etc. Dass Sparkassen beeinträchtigt waren, lag an deren Landesbanken, die glaubten Investmentbanken zu sein. Selbes Problem. Der Druck der Bankenlobby auf die Presse muß gigantisch sein. Kein Wunder, es geht ja auch um das Rettungsnetz Bürger für wild zockende Banken.

    • Hallo Doofer,
      warum regen Sie sich denn so auf?
      Ihnen gehört doch auch keine Bank, oder?
      Oder wollen sie anderen Leuten vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben?
      Wer sind Sie? der Nabel der Welt? Der Liebe Gott?
      Oder warum dürfen Sie anderen verbieten, was Sie glauben nicht zu brauchen? Ohne Banken funktioniert keine Wirtschaft dieser Welt. Auch nicht ohne Investmentbanken. Auch wenn Sie das vielleicht nicht verstehen.
      Übrigens: die bösen Banken wollen Ihr Geld garnicht. Außer vielleicht die staatlichen Landesbanken.

    • ha ha ha

      wir sind alle doof !!!!

      Aber wir dürfen es bezahlen, wenn die rothschild FED-Zockerbanken unsere Länder in den Ruin treiben.

      Die oberschlauen Finaz-Experten haben den Zockerbaken noch geholfen, uns zu ruinieren. Sie sinjd so schlau, diese experten, aber auch genau so hintertrieben.

      Trennt endlich die Zocker
      vom ehrlichem Banking.

      Wir sind das Volk, wir brauchen keine Zockerbanker

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