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Konsolidierung im Asset Management DWS und große europäische Konkurrenten prüfen Übernahme von NN Invest

Neben der Deutsche-Bank-Tochter interessieren sich offenbar auch Generali und UBS für den niederländischen Fondsanbieter.
04.06.2021 - 14:34 Uhr Kommentieren
Europas Fondsbranche steht vor einer Konsolidierung. Die Tochter der Deutschen Bank will dabei eine aktive Rolle spielen. Quelle: Reuters
Das Logo der Fondsgesellschaft DWS

Europas Fondsbranche steht vor einer Konsolidierung. Die Tochter der Deutschen Bank will dabei eine aktive Rolle spielen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt In die Konsolidierung der europäischen Vermögensverwalterbranche kommt neue Bewegung. Informierten Kreisen zufolge hat die Deutsche-Bank-Tochter DWS ein erstes allerdings noch unverbindliches Gebot für die Vermögensverwaltung der niederländischen NN Gruppe abgegeben. Dabei gehe es erst einmal darum, sich einen Einblick in die Bücher zu verschaffen. Ob der Deal weiterverfolgt werde, sei noch völlig unklar, meint ein Insider. Die Messlatte für Zukäufe in Europa liege sehr hoch.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuerst über den Verkaufsprozess von NN Investment Partners berichtet. Demnach sind an dem größten Fondsmanager der Niederlande auch die italienische Generali und die Schweizer Großbank UBS interessiert. Keiner der genannten Interessenten einschließlich NN wollte sich dazu äußern.

Die DWS sucht aktiv international nach Zukäufen. Vorstandschef Asoka Wöhrmann betont regelmäßig, dass er eine aktive Rolle in der sich konsolidierenden Branche spielen wolle. Zunehmender Margendruck vor allem durch die immer beliebteren, preiswerten Indexfonds (ETFs) lassen die kapitalstärkeren Anbieter nach Größe streben.

Hinter dem französischen Konkurrenten Amundi steht die DWS mit einem gemanagten Vermögen von 820 Milliarden Euro auf Rang zwei in Europa, wenn man die Vermögensverwaltung des Allianz-Konzerns mit dem US-Riesen Pimco im Portfolio außen vorlässt. Amundi hat zuletzt den Fondsanbieter der spanischen Sabadell und den französischen ETF-Anbieter Lyxor gekauft.

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    Die DWS hat zwar Deals in Europa nicht ausgeschlossen, aber eigentlich will sich die Deutsche-Bank-Tochter bei der geplanten Expansion auf die asiatischen Wachstumsmärkte, vor allem auf China konzentrieren. An dieser strategischen Vorgabe habe sich nichts geändert, heißt es in Finanzkreisen. Auch die Übernahme von Lyxor hatte sich die DWS angesehen, dann aber als zu teuer verworfen.

    Auch internationale Vermögensverwalter sind interessiert

    NN Invest kommt auf 300 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen, Experten schätzen den Kaufpreis auf etwa 1,5 Milliarden Euro. Die NN Gruppe hatte Ende April bekannt gegeben, dass sie strategische Optionen für ihre Fondstochter prüft - auch eine Fusion und einen Teilverkauf. NN Invest Partners managt vor allem das Kapital der von NN verkauften Lebensversicherungen. Rund zwei Drittel davon stecken in Anleihen.

    Neben den großen europäischen Anbietern wollen dem Vernehmen nach auch internationale Vermögensverwalter, etwa aus den USA, die Bücher von NN Invest prüfen. Der deutsche Versicherer Allianz wurde ebenfalls als potenzieller Interessent genannt. Am Markt hält man es allerdings für unwahrscheinlich, dass sich die Allianz für einen anleihelastigen Fondsanbieter in Europa interessiert.

    Mehr: DWS, Amundi, Invesco: ETF-Anbieter steuern auf eine Übernahmewelle zu

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