Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Konzernumbau Umbau im Spitzenmanagement: Commerzbank-Vorstand wird weiblicher

Das Geldhaus setzt seinen Konzernumbau fort. Bettina Orlopp soll Finanzchefin von Deutschlands zweitgrößter Privatbank werden, Sabine Schmittroth neue Arbeitsdirektorin.
26.09.2019 - 14:28 Uhr Kommentieren
Commerzbank-Vorstand mit Umbau im Spitzenmanagement weiblicher Quelle: BOSTELMANN / BILDFOLIO  für Handelsblatt
Bettina Orlopp

Die Managerin soll die Nachfolge von Stephan Engels als Finanzchef der Commerzbank antreten.

(Foto: BOSTELMANN / BILDFOLIO für Handelsblatt)

Frankfurt Die Commerzbank geht nicht nur mit einer neuen Strategie in die Zukunft, sondern auch mit einer neuen personellen Aufstellung. Bettina Orlopp, die im Vorstand bisher für Recht, Compliance und Personal zuständig ist, soll Finanzkreisen zufolge die Nachfolge von Finanzchef Stephan Engels antreten, der zur dänischen Danske Bank wechselt.

Orlopps Position als Arbeitsdirektorin soll Finanzkreisen zufolge Sabine Schmittroth übernehmen. Die 54-Jährige ist aktuell als Bereichsvorständin für private Kunden zuständig.

Zuvor hatte Schmittroth in der Zentrale und im Vertrieb diverse andere Führungspositionen inne. In ihrer Zeit bei der Dresdner Bank sammelte Schmittroth zudem bereits Erfahrung in der Personalabteilung – als Trainerin und Personalentwicklerin.

Final entschieden sind beide Personalien noch nicht. Mit dem Thema vertraute Personen gehen jedoch davon aus, dass der Aufsichtsrat dies noch im Laufe dieses Donnerstags tun wird. Eine Commerzbank-Sprecherin wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Orlopp arbeitet seit 2014 für die Commerzbank und zog im November 2017 als erste Frau überhaupt in den Vorstand des fast 150 Jahre alten Geldhauses sein. Wenn Schmittroth nun wie geplant aufrückt, sind zwei von sieben Vorstandsposten mit Frauen besetzt.

    Unpopuläre Aufgaben

    Orlopp hat sich in den vergangenen Jahren innerhalb der Bank und auch bei der Finanzaufsicht einen guten Ruf erworben, obwohl sie für viele unpopuläre Themen zuständig war. Nach der Verkündung der Strategie „Commerzbank 4.0“ im Herbst 2016 verhandelte sie mit den Arbeitnehmervertretern über den Abbau von knapp 10.000 Stellen. Anfang des Jahres musste sie zudem deutliche Bonuskürzungen verkünden, was innerhalb der Bank für viel Unmut sorgte.

    Zu Orlopps wichtigsten Aufgaben zählte darüber hinaus, die Kontrollsysteme der Bank zu verbessern. Die US-Behörden haben dem Institut 2015 wegen Sanktionsverstößen und laxer Geldwäschekontrollen eine Strafe von 1,45 Milliarden Dollar aufgebrummt. Zudem zwangen sie die Bank, einen sogenannten Monitor einzusetzen, der das Institut kontrolliert. Dieser hat die Bank jedoch mittlerweile wieder verlassen, weil er mit den Fortschritten bei den Überwachungssystemen offenbar zufrieden war.

    Im persönlichen Austausch tritt Orlopp unprätentiös auf. Gespräche mit der 49-Jährigen sind angenehm, Fragen zu kritischen Themen quittiert sie bisweilen mit einem Lächeln. „Früher oder später kommt in Gesprächen mit Menschen, die Bettina Orlopp kennen, schon einmal die Bemerkung: ‚Das ist ja eine richtig Nette‘“, sagt der langjährige Commerzbank Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller.

    Doch damit sei Orlopp nur unzureichend beschrieben. „Sie ist eine exzellente Analytikerin, bereit und fähig, auch sehr schwierige Entscheidungen zu treffen und konsequent umzusetzen.“

     Weg mit den grünen Regenschirmen

    Auch über Sabine Schmittroth hört man innerhalb der Bank viel Positives. Sie habe bereits bei der Integration der Dresdner Bank gute Arbeit geleistet, sagen Insider. Damals nahm sie einigen Ex-Dresdner-Bankern ihre grünen Regenschirme ab, um klar zu machen, dass es sich jetzt um eine neue Bank handelt. In den vergangenen Jahren habe sie auch bei der Neuaufstellung des Privatkundengeschäfts einen guten Job gemacht, bescheinigen ihr mit dem Thema vertraute Personen.

    Die Commerzbank hat vergangenen Freitag verkündet, dass sie im Zuge ihrer neuen Strategie 4300 Arbeitsplätze und 200 Filialen abbauen will. Zudem soll die polnische M-Bank verkauft und die Onlinetochter Comdirect integriert werden.

    Vorstand und Aufsichtsrat haben über die künftige Ausrichtung gestern beraten und setzen ihre Debatten heute fort. Diesen Freitag soll die Strategie „Commerzbank 5.0“ dann Journalisten, Analysten und Investoren im Detail vorgestellt werden.

    Mehr: Vorstandschef Martin Zielke erklärt in einem Schreiben an die Mitarbeiter die Kürzungen – aber auch, wie er die Bank wetterfest und digitaler machen.

    Startseite
    Mehr zu: Konzernumbau - Umbau im Spitzenmanagement: Commerzbank-Vorstand wird weiblicher
    0 Kommentare zu "Konzernumbau: Umbau im Spitzenmanagement: Commerzbank-Vorstand wird weiblicher"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%