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Kostensenkungen Die Deutsche Bank will mit mehr Heimarbeit Büroraum reduzieren

Das Kreditinstitut überarbeitet seine Homeoffice-Regelung, um den genutzten Büroraum dauerhaft zu reduzieren. So will die Bank Miete einsparen.
25.09.2020 - 14:28 Uhr 1 Kommentar
Für Mieten und Möbel gab das Kreditinstitut im vergangenen Jahr 1,7 Milliarden Euro aus. Quelle: Reuters
Deutsche Bank

Für Mieten und Möbel gab das Kreditinstitut im vergangenen Jahr 1,7 Milliarden Euro aus.

(Foto: Reuters)

Die Führungsetage feile an einem neuen „Hybrid-Modell“, wie die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit zwischen dem Büro und dem Home Office aufteilen können, sagte Vorstandschef Christian Sewing am Donnerstag auf einer Konferenz.

Laut einem mit dem Thema vertrauten Insider werden die Mitarbeiter bei der neuen Regelung verbindlich vereinbaren können, wie viele Tage pro Woche sie von außerhalb des Büros aus arbeiten wollen. Die Bank habe interne Schätzungen erstellt, wie hoch der Anteil der Belegschaft ist, der in Zukunft täglich von zuhause arbeiten wird.

Die Deutsche Bank will ihre im vergangenen Jahr angekündigten Kostensenkungen beschleunigen. Finanzvorstand James von Moltke erklärte am Dienstag, die Bank werde „aggressiver“ in Bezug darauf, wie sie Büroraum nutzen will, „angesichts dessen, was wir jetzt über die Art und Weise lernen, wie die Belegschaft sich einbringen und jeden Tag arbeiten will.“ Das Management des Kreditinstituts zeigte sich positiv überrascht, wie wenig die Corona-bedingte Heimarbeit die Produktivität beeinträchtigt hat.

Für Mieten und Möbel gab die Deutsche Bank im vergangenen Jahr 1,7 Milliarden Euro aus. Vor Ausbruch der Pandemie war sie davon ausgegangen, dass dieser Betrag stabil bleiben werde. Nach den Erfahrungen im ersten Halbjahr sieht die Bank nun Spielraum, diese Kosten zu senken, wie von Moltke sagte.

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    Banken stellen sich auf höhere Homeoffice-Quoten ein

    Einen Schritt in die Richtung hat die Bank in dieser Woche bereits gemacht: In Zürich gab sie zwei von fünf Stockwerken auf, die sie in einem der teuersten Bürogebäude der Stadt angemietet hatte. Als einen Grund für diese Entscheidung nannte ein Sprecher die Erwartungen, dass mehr Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten werden.

    In New York will die Deutsche Bank ihre Bürofläche nächstes Jahr um fast ein Drittel reduzieren. Das Geldinstitut hat seine Belegschaft in den USA in den letzten Jahren um etwa ein Fünftel gesenkt. Die Vermögensverwaltungstochter DWS ist in London in kostengünstigere Büros umgezogen.

    Die Deutsche Bank ist nicht der einzige Finanzdienstleister im Land, der sich auf höhere Homeoffice-Quoten einstellt und sich dadurch auch Einsparungen erhofft.

    „Ich gehe davon aus, dass die Homeoffice-Quote dauerhaft erhöht bleiben wird. Rund 30% der Kollegen dürften zukünftig von daheim arbeiten“, sagte NordLB-Chef Thomas Bürkle Ende Juli in einem Bloomberg-Interview. Vor der Pandemie arbeiteten maximal 10% der Kollegen von zu Hause aus. „Durch das verstärkte Homeoffice dürften langfristig auch unsere Immobilienkosten sinken“, sagte Bürkle.

    Die BayernLB erwarte eine dauerhafte Homeoffice-Quote zwischen 25% und 30%, erklärte Vorstand Markus Wiegelmann im Juli. Dieselbe Spanne nannte im Juni auch DekaBank-Vorstand Daniel Kapffer.

    Mehr: Durch Corona wird eine Mischung aus Homeoffice und neuen Bürowelten zum Normalfall. Unternehmen können davon profitieren – sofern sie den Wandel richtig managen.

    • Bloomberg
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    • 1.620.- Euro für Miete und Möbel je Mitarbeiter im Monat ist sehr nobel,
      bei 2.680.- Euro Verlust je Mitarbeiter und Monat über die letzten fünf Jahre.
      (14,07 Mrd. Verlust bei gemittelt 95.600 Beschäftigte)

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