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Krisenbank Monte Paschi Aktie steigt um 15 Prozent – Berichte über EU-Zustimmung zu einer „Bad Bank“

Insidern zufolge hat die Bank bei ihrer Sanierung eine wichtige Hürde genommen. Demnach gab die EU-Wettbewerbsbehörde grünes Licht für die Auslagerung von Milliarden an Problemkrediten.
29.05.2020 - 12:29 Uhr Kommentieren
Das italienische Finanzinstitut ist die älteste Bank der Welt. Quelle: dpa
Zentrale der Monte dei Paschi

Das italienische Finanzinstitut ist die älteste Bank der Welt.

(Foto: dpa)

Mailand Die Aktie der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi ist am Freitag stark gestiegen. Die Papiere legten bis zum Nachmittag um 15 Prozent zu auf einen Wert von 1,33 Euro.

Zuvor hatte die Zeitung „MF“ berichtet, die Bank habe bei ihrer Sanierung eine wichtige Hürde genommen. Demnach stimmte die EU-Wettbewerbsbehörde der Bildung einer „Bad Bank“ zu, in die Milliarden an Problemkrediten ausgelagert werden sollen. Das sagte eine mit der Sache vertraute Person am Freitag auch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Europäische Zentralbank (EZB) muss allerdings noch zustimmen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte in Brüssel, bei den Plänen für die Auslagerung von problematischen Krediten handele es sich nicht um Staatshilfe. Die Behörde stehe in engem Kontakt mit der italienischen Regierung, auch was die Bewertung der zu übertragenden Kredite angehe. Mit der aktuellen Coronakrise hätten die Pläne nichts zu tun.

Die italienische Regierung hatte die älteste Bank der Welt 2017 mit acht Milliarden Euro vor dem Kollaps gerettet. Jahrelange Misswirtschaft hatte zu einem extremen Anstieg der Kreditausfälle geführt. Die Bank hat den Bestand an faulen Darlehen in den vergangenen Jahren zwar um 30 Milliarden Euro reduziert, doch noch immer liegt der Anteil der Problemkredite bei 16 Prozent. Dem Staat gehören inzwischen 68 Prozent an der Bank, nach den Vorgaben der EU-Kommission muss sie bis Ende 2021 wieder privatisiert werden.

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    Geplant ist Insidern zufolge, dass Monte Paschi knapp zehn Milliarden der Problemkredite auslagert in eine „Bad Bank“ und damit der Weg frei ist für einen Verkauf des Instituts. Im Sommer sollen Anleger bei der Hauptversammlung über den Plan abstimmen.

    • rtr
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