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Krisenbank Spanien steigt bei Bankia aus

Nach dem Einbruch des Immobilienmarktes wurde Bankia zum Inbegriff der spanischen Bankenkrise. Spanien erwarb im Zuge der Schieflage knapp 68 Prozent der Aktien. Nun hat der Staat den Ausstieg bei der Bank gestartet.
28.02.2014 - 13:13 Uhr Kommentieren
Zerstörte Bankia-Filiale: In der Krise wurde die angeschlagene Bank verstaatlicht. Quelle: dpa

Zerstörte Bankia-Filiale: In der Krise wurde die angeschlagene Bank verstaatlicht.

(Foto: dpa)

Madrid Der spanische Staat hat den Ausstieg aus der vor der Pleite geretteten Großbank Bankia gestartet. Am Freitag sei ein Anteil von 7,5 Prozent an der Sparkassengruppe für insgesamt 1,304 Milliarden Euro verkauft worden, hieß es in einer Mitteilung an die Aufsichtsbehörde CNMV in Madrid.

Da der Staat im Zuge der Finanzkrise und der Schieflage der Bank 68,4 Prozent der Aktien für einen Stückpreis von 1,3526 Euro erworben hatte und nun für jede der knapp 863,8 Millionen verkauften Papiere 1,51 Euro bekam, warf das Geschäft einen Gewinn von 136 Millionen Euro ab. Der erzielte Preis lag allerdings deutlich unter dem Bankia-Schlusskurs vom Donnerstag (1,58 Euro).

Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte am Donnerstag erklärt, der Verkauf der Aktien sei ein Zeichen dafür, dass das spanische Finanzsystem inzwischen wieder ein besseres Ansehen genieße.

Bankia wurde nach dem Einbruch des Immobilienmarktes zum Inbegriff der spanischen Bankenkrise. Die Ende 2010 durch die Fusion von sieben angeschlagenen Finanzinstituten ins Leben gerufene und im Mai 2012 verstaatlichte Bank hatte 2012 einen Rekordverlust von 19 Milliarden Euro erlitten. Der Beinahe-Zusammenbruch der Bankia-Gruppe war mit dafür verantwortlich, dass Spanien ein Rettungspaket für die Banken im Umfang von 41 Milliarden Euro beantragte. Im vergangenen Jahr wies Bankia einen Gewinn von 512 Millionen Euro aus.

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