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Kritik von Umweltschützern Großbanken unterlaufen Klimaziele – gelobt wird eine deutsche

Viele globale Banken missachten die Vorgaben des Pariser Klima-Abkommens, wie eine Erhebung von Umweltschützern zeigt. Ein heimisches Institut kommt besser weg: die Deutsche Bank.
18.03.2020 - 16:00 Uhr 1 Kommentar
Klimaschäden sind ein unbewertetes Risiko für die Banken Quelle: dpa
Hurrikan

Der Finanzsektor entdeckt die Klimagefahren.

(Foto: dpa)

Köln Spätestens seit dem internationalen Übereinkommen von Paris aus dem Jahr 2015 ist die Vermeidung von CO2-Emissionen zum Schutz des Weltklimas auch in der Finanzwelt angekommen. Fast jede Großbank informiert heute in ausführlichen Nachhaltigkeitsberichten über ihre Umweltziele. Doch schlägt sich das auch im realen Geschäft nieder? Eine neue Erhebung sagt: nein.

Erstellt haben sie sechs US-amerikanische, niederländische und französische Umweltschutzorganisationen, beteiligt war auch die deutsche Organisationen Urgewald. Die Autoren haben 35 global führende Banken aus den USA, Europa, Kanada, China und Japan unter die Lupe genommen und deren Kreditvolumen für über 2100 Unternehmen der Kohle-, Öl- und Gasindustrie ermittelt.

Demnach ist das ausgereichte Finanzierungsvolumen in den Jahren nach dem Pariser Klima-Abkommen nicht gesunken, sondern deutlich angestiegen – von 640 Milliarden Dollar im Jahr 2016 auf 736 Milliarden Dollar 2019.

100 Unternehmen sehen die Umweltschützer besonders kritisch, weil sie ihre fossilen Energieprojekte „aggressiv“ ausweiteten und somit das Ziel der Weltgemeinschaft, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen, torpedierten. Ausgerechnet diese Konzerne erhielten laut der Studie zuletzt besonders viele Finanzierungszusagen: Die hier bereitgestellten Gelder nahmen demnach im vergangenen Jahr um 40 Prozent zu.

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    Alison Kirsch von der Organisation Rainforest Action Network erklärt: „Unsere Studie zeichnet ein zutiefst beunruhigendes Bild. Die Banken scheitern kläglich darin, auf die Dringlichkeit der Klimakrise zu reagieren.“

    Schmutzige US-Banken, enttäuschende Europäer

    Der weltgrößte Geldgeber ist laut den Autoren die US-Bank JP Morgan. Zwischen 2016 und 2019 habe sie klimaschädliche Kredite von 269 Milliarden Euro bereitgestellt und im vergangenen Jahr die Finanzierung für besonders expandierende fossile Unternehmen um mehr als 15 Prozent erhöht. Es folgen die US-Banken Wells Fargo, Citi und Bank of America.

    Die größten europäischen Geldgeber sind der Erhebung zufolge die Briten von Barclays und HSBC sowie die Franzosen von BNP. BNP hat demnach insgesamt 84 Milliarden Dollar verteilt und 2019 unter Europas Instituten sogar die meisten Gelder an fossile Energieunternehmen vergeben – und das, obwohl sich die Bank gerne als besonders nachhaltig präsentiert.

    „Wollen wir das 1,5-Grad-Ziel von Paris noch erreichen, müssen wir in Europa bis 2030 aus der Kohle aussteigen. Damit das gelingt, müssen nicht nur Stromkonzerne, sondern auch die Banken in den nächsten zehn Jahren ihre Kohlegeschäfte beenden“, mahnt Katrin Ganswindt von Urgewald. Selbst die Vorreiter unter Europas Banken seien in diesem Punkt noch nicht auf Kurs.

    Aus Sicht der Klimaschützer gibt es aber auch Hoffnungsschimmer: „Es ist erfreulich, dass die Deutsche Bank ihr Geschäfte mit der fossilen Energiewirtschaft verringert hat“, erklärt Ganswindt. Zwar fördere das größte heimische Geldhaus weiter viele fossile Energieprojekte, aber der Trend gehe in die richtige Richtung.

    Laut der Erhebung hat die Deutsche Bank ihre fossilen Finanzierungen in den vergangenen vier Jahren „permanent reduziert und fast halbiert“: von knapp 22 Milliarden auf knapp zwölf Milliarden Dollar. Im Flüssiggas- und Kohlekraftwerksbereich habe die Bank ihre Kreditvergabe „deutlich zurückgefahren“, laut Urgewald unter anderem aufgrund einer im Januar 2017 verabschiedeten internen Kohlerichtlinie.

    Unter den 35 untersuchten Banken kommt die Deutsche Bank mit einer Gesamtkreditsumme für klimaschädliche Unternehmen über die vergangenen vier Jahre von knapp 69 Milliarden Dollar auf Rang 19. Die Commerzbank landet mit zehn Milliarden Dollar auf dem letzten Rang.

    Mehr: Der Nachhaltigkeits-Beirat der Bundesregierung fordert einschneidende Maßnahmen für die Finanzwirtschaft.

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    1 Kommentar zu "Kritik von Umweltschützern: Großbanken unterlaufen Klimaziele – gelobt wird eine deutsche"

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    • Banken haben tatsächlich die Macht Anleger zu bewegen. Umso schlimmer, dass die Bankenpolitik auch nur ans schnelle Geld Machen denkt, auch wenn allerorts NACHHALTIGKEIT gepredigt wird. Investitionen heute in neuen Energiesektor, wird auch finanzielle Erfolge mit sich bringen. Die Berliner Neutrino Energy Group bietet sensationelle Innovationen. Sie testet Geräte zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung. Holger Thorsten Schubart, CEO dieses deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Neutrinos, hochenergetische Teilchen, die als Teil der kosmischen Strahlung des unsichtbaren Spektrums kontinuierlich auf die Erde treffen, sind nach jüngsten Untersuchungen eine unerschöpfliche Energiequelle. "Der Energieerhaltungssatz funktioniert. ", sagt der Physiker Professor Strauss, ein ehemaliger Forscher am Massachusetts Institute of Technology, USA, und Mitglied des wissenschaftlichen Rates der NEUTRINO ENERGY Group. Auch im Karlsruher Institut für Technologie wird seit September 2019 offiziell mit Neutrino-Messungen bewiesen, dass diese neue Ära der Energienutzung einen gesamten Systemwechsel in der Anwendung von Neutrinovoltaik bewirken wird. Ein Wandel von der Stromversorgung über Grosskraftwerke und Stromtrassen zur MOBILEN UND DEZENTRALEN HAUSHALTSVERSORGUNG ohne Kabel und Steckdosen ist vergleichbar mit dem Wandel von der Festnetztelefonie zur heutigen, mobilen Smartphone-Telefonie. Weitsicht kann Investoren zu grossen Gewinnern der Energiewende machen.

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