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Landesbank Der neue Helaba-Chef forciert den Umbau der Bank

Thomas Groß will die Landesbank weniger abhängig vom Immobilien- und Zinsgeschäft machen. Zudem baut das Geldhaus Personal ab und die IT um.
03.09.2020 - 19:32 Uhr Kommentieren
Die Frankfurter Landesbank will weniger abhängig vom Zins- und Immobiliengeschäft werden und mehr mit anderen Aktivitäten verdienen. Quelle: dpa
Helaba

Die Frankfurter Landesbank will weniger abhängig vom Zins- und Immobiliengeschäft werden und mehr mit anderen Aktivitäten verdienen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der neue Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Thomas Groß, will die Bank in Teilen neu ausrichten und weniger abhängig vom Zinsgeschäft machen. Groß zielt unter anderem darauf ab, dass der Ertragsanteil aus Immobilienkrediten sinkt. Das solle aber nicht durch Schrumpfen des Immobiliengeschäfts passieren, sondern „durch den Ausbau anderer Aktivitäten“, sagte er an diesem Donnerstag vor Journalisten. Die Helaba zählt zu den größten deutschen Immobilienfinanzierern.

So peilt Groß an, die Bank grundsätzlich weniger abhängig vom Zinsgeschäft, also von der Kreditvergabe, zu machen. Aktuell betrage der Anteil des Zinsgeschäfts am Gesamtergebnis 65 Prozent. „Unser Ziel ist, uns über die nächsten Jahre den 50 Prozent zu nähern“, sagte Groß, der seit Juni an der Helaba-Spitze steht. „Insbesondere im nicht zinstragenden Geschäft wollen wir wachsen.“

Dabei geht es um den Zahlungsverkehr, die Wohnungsverwaltung und die Vermögensverwaltung für professionelle Großkunden sowie reiche Privatkunden. Groß erwartet, dass die Tochter Frankfurter Bankgesellschaft, die Vermögende betreut, die verwalteten Mittel von derzeit zwölf auf bis zu 20 Milliarden Euro steigert.

Das Geldhaus steckt ohnehin im Umbau. Anfang des Jahres hatte die Helaba bekanntgegeben, dass sie mehr als zehn Prozent der Jobs streicht. Das Geldhaus will bis zum Jahr 2023 rund 380 bis 400 Stellen abbauen. Hier sei man planmäßig unterwegs, so Groß. Das Umbauprogramm „Scope“ soll dafür sorgen, dass die Kosten bis 2023 auf dem Niveau von 2018 verharren.

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    Zudem steht bei der Helaba die Modernisierung des IT-Systems an. „Wir haben massiven Investitionsbedarf in unsere Kernbankensysteme“, sagte Groß. Das Projekt, das zwischenzeitlich aufgeschoben wurde, sei auf mehrere Jahre angelegt.

    „Mein Zeitplan lautet: so früh wie möglich“

    Wie schon sein Vorgänger, Herbert Hans Grüntker, sprach sich auch Groß erneut für eine Fusion der Helaba mit dem Sparkassen-Fondsanbieter Deka aus. „Ich hoffe, dass zu gegebener Zeit wieder Gespräche geführt werden können.“

    Sparkassenpräsident Helmut Schleweis wirbt seit Langem für den Zusammenschluss und sieht ihn als Startpunkt für eine weitere Konsolidierung unter den Landesbanken. Wegen der Coronakrise liegen die Gespräche auf Eis, Schleweis will sie aber möglichst rasch wieder aufnehmen: „Mein Zeitplan lautet: so früh wie möglich“, sagte er dem Handelsblatt vergangene Woche.

    Aus Groß’ Sicht müsste ein fusioniertes Zentralinstitut eine bestimmte Mindestgröße haben, um institutionelle sowie Immobilien- und Firmenkunden adressieren zu können. „Wenn die Träger wollen und die Zielklarheit besteht, dann halte ich es auch für sinnvoll, die Pausetaste zu lösen.“

    Anders als die Commerzbank und die Deutsche-Bank-Tochter DWS will sich Helaba vom Wirtschaftsprüfer EY, der im Zuge des Wirecard-Skandals schwer in die Kritik geraten ist, nicht trennen. Groß sagte: „Uns stellt sich weder inhaltlich noch vom Timing her die Frage nach einem neuen Wirtschaftsprüfer.“

    Mehr: Sparkassenpräsident Helmut Schleweis ist für eine rasche Wiederaufnahme der Fusionsgespräche zwischen Helaba und Deka

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