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Landesbank Gewinn der BayernLB fällt um 40 Prozent – Suche nach neuer Strategie

Das Vorsteuerergebnis der Landesbank geht deutlich zurück. Gegen einen großen Umbau sperrt sich aber bislang der Freistaat Bayern als Haupteigner.
14.11.2019 Update: 14.11.2019 - 13:54 Uhr Kommentieren
Der Bank machen unter anderem Investitionen in Vertrieb und Digitalisierung zu schaffen. Quelle: dpa
BayernLB

Der Bank machen unter anderem Investitionen in Vertrieb und Digitalisierung zu schaffen.

(Foto: dpa)

München Im kommenden Jahr wird die BayernLB ihre neue Strategie präsentieren, an der aktuell die Unternehmensberater von McKinsey arbeiten. Wie dringend ein neues Gesamtkonzept ist, zeigen die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate dieses Jahres: Das Ergebnis vor Steuern lag mit 433 Millionen Euro um fast 40 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, teilte die Landesbank am Donnerstag mit.

Zwar war das Ergebnis im Vorjahr durch Einmaleffekte wie die Auflösung von Rückstellungen sowie durch Sondererträge geprägt. Das jetzige Ergebnis zeigt trotzdem eine Reihe ungelöster Probleme in der Landesbank auf.

So geht die geplante Restrukturierung bislang eher in kleinen Schritten voran. Lediglich die beiden schwächsten Einheiten, Corporates & Mittelstand und das Finanzmarktgeschäft, werden seit dem Sommer zusammengelegt. Schon seit längerem entwickeln sich beide Bereiche nur mühsam, nach neun Monaten ging der Gewinn erneut jeweils deutlich zurück. Der Zusammenschluss löst aber eher die Probleme an einem Nebenschauplatz der Bank.

Entscheidender ist die Entwicklung bei den beiden größten Gewinnbringern der Landesbank, dem Immobiliengeschäft und vor allem der Onlinetochter Deutsche Kreditbank (DKB). Vorstandschef Stephan Winkelmeier kündigte am Donnerstag an, die Bank „wolle Wachstumschancen nutzen, die sich bei unseren Ergebnistreibern, vor allem also bei der DKB und im gewerblichen Immobiliengeschäft bieten“.

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    Im Fokus steht dabei besonders die DKB, die mittlerweile 4,2 Millionen Kunden hat und stetig weiterwächst. Die zweitgrößte deutsche Internet-Bank hinter der ING trug nach neun Monaten mehr als 55 Prozent zum Gesamtgewinn der BayernLB bei – soviel wie noch nie.

    Drei mögliche Alternativen für die DKB

    Beobachter erwarten deswegen eine Antwort, wie die BayernLB mit der mächtigen Tochter weiter umgehen wird. Eine denkbare Lösung wäre eine größere Produktpalette und eine Expansion ins Ausland. Vergleichbar mit der niederländischen ING, die einst mit unkonventionellen und günstigen Methoden den deutschen Markt aufgerollt hat.

    Eine andere Möglichkeit wäre es, die DKB innerhalb der Sparkassenorganisation zu stärken und ihr im Logo womöglich gar ein rotes S zur Seite zu stellen. Das jedoch sehen die Sparkassen skeptisch. Noch immer betrachten viele regionale Sparkassenchefs den Erfolg der DKB mit einem gewissen Vorbehalt.

    Ein noch größerer Schritt wäre eine mögliche Trennung von der DKB – entweder über einen Verkauf oder einen Börsengang. Dabei ließe sich sicherlich ein hoher Betrag erzielen. Angeblich haben ausländische Banken in der Vergangenheit bereits Interesse signalisiert. Das Problem an dieser Lösung: Die Sparkassengruppe stünde dann ohne übergeordnete Online-Bank da. In einer Zeit, in der das Privatkundengeschäft zum Großteil über das Internet läuft, wäre das eine gewagte Strategie.

    Damit eine dieser Varianten zur Realität wird, müssten sich jedoch die Anteilseigner bewegen. Größter Eigner der Landesbank ist der Freistaat Bayern, dem 75 Prozent der BayernLB gehören. Dort hält man sich bei diesem Thema jedoch seit geraumer Zeit bedeckt. Zuständig wäre eigentlich Finanzminister Georg Füracker, Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Ministerpräsident Markus Söder entscheidet.

    Aus Söders Umfeld ist jedoch zu hören, dass die BayernLB derzeit auf dessen Prioritätenliste relativ weit unten stehe. Mit Themen wie Umwelt, Digitalisierung und dem Kampf gegen die AfD ließe sich momentan in der Öffentlichkeit sehr viel stärker punkten, heißt es. Zudem habe man in der Vergangenheit mit Privatisierungen schlechte Erfahrungen gemacht. Der Verkauf von 35.000 Wohnungen des Landes an Patrizia Immobilien sorgte vor Jahren für viel Kritik in der Bevölkerung.

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