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Landesbank Griechische Anleihen drücken LBB-Gewinn

Die Landesbank Berlin (LBB) hat aufgrund der Geschäfte in Griechenland 95 Millionen Euro abgeschrieben und damit deutlich weniger Gewinn als im Vorjahr ausgewiesen.
08.08.2011 Update: 08.08.2011 - 15:07 Uhr Kommentieren
Der Eingang der LBB am Alexanderplatz in Berlin. Quelle: ap

Der Eingang der LBB am Alexanderplatz in Berlin.

(Foto: ap)

Berlin Die Landesbank Berlin hat nach Wertberichtigungen auf griechische Anleihen ihr Jahresziel einkassiert. Das sparkasseneigene Institut schrieb für sein Engagement in Griechenland rund 95 Millionen Euro ab und rutschte im abgelaufenen Quartal in die roten Zahlen. „Wir haben uns entschieden, einen klaren Schnitt zu machen und umfassend vorzusorgen“, begründete Konzernchef Johannes Evers am Montag die Wertberichtigungen und fügte hinzu: „Wir haben damit den Rücken frei“. Allerdings verhagelte der Schritt die Bilanz. Im zweiten Quartal gab es einen Vorsteuerverlust von neun Millionen Euro, im Halbjahr sank der operative Gewinn auf 97 Millionen Euro, nach 127 Millionen Euro vor Jahresfrist. Deshalb werde 2011 der Gewinn aus dem Vorjahr nicht mehr erreicht, räumte Evers ein.

Auch andere Geldhäuser wie die Postbank oder die Royal Bank of Scotland haben ihre Griechenland-Papiere wertberichtigt. Viele Banken in Europa beteiligen sich an dem Rettungspaket für das Land, indem sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Die LBB bezifferte ihr Nominalvolumen an Hellas-Papieren - Staats- und Firmenanleihen zusammengenommen - für Ende Juni auf 392 Millionen Euro. Das Volumen an Anleihen hoch verschuldeter Euro-Staaten (“PIIGS“) liege insgesamt bei 7,4 Milliarden Euro.

Bisher hatte die traditionell vorsichtige Bank für das laufende Jahr steigende Gewinne in Aussicht gestellt. Allerdings hätten die Unsicherheiten an den Finanzmärkten und die Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise sowie die Rettungspakete für Griechenland erheblich belastet. Eine Entspannung sei nicht in Sicht, betonte die Bank-Spitze. Das Institut war vergleichsweise gut durch die Finanzkrise gekommen und hatte 2010 noch 317 Millionen Euro vor Steuern verdient.

Im Kapitalmarktgeschäft sackte der Halbjahres-Gewinn nun fast auf die Hälfte, während er im Bereich Firmenkunden und Immobilienfinanzierung weitgehend stagnierte. Nur im Privatkundengeschäft ging es spürbar bergauf. Insgesamt sei das Ergebnis wegen der schwierigen Märkte solide, betonte die Bank. Nach Steuern erzielte sie in den ersten sechs Monaten einen Überschuss von 81 (VJ: 107) Millionen Euro.

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