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Landesbank Hessen-Thüringen Frankfurter Sparkasse drückt Helaba-Gewinn

Die Helaba macht so wenig Gewinn wie seit der Finanzkrise. Der Vorstand zeigt sich dennoch zufrieden – und verweist auf Sondereffekte.
21.03.2018 - 12:25 Uhr Kommentieren
Der Gewinn der viertgrößten Landesbank sinkt. Quelle: dpa
Landesbank Hessen-Thüringen

Der Gewinn der viertgrößten Landesbank sinkt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nach einem Gewinneinbruch 2017 strebt die Landesbank Hessen-Thüringen, die Helaba, wieder deutlich bessere Ergebnisse an. Helfen sollen Investitionen in IT und Digitalisierung sowie Wachstum bei der Immobilienfinanzierung. „Mit den eingeleiteten Maßnahmen haben wir die Grundlage gelegt, unser Ergebnis in den kommenden Jahren spürbar zu steigern“, sagte Vorstandschef Herbert Hans Grüntker am Mittwoch in Frankfurt.

Die Rahmenbedingungen blieben allerdings unverändert schwierig. „Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2018 eine stabile Geschäftsentwicklung und ein Vorsteuerergebnis im mittleren dreistelligen Millionenbereich“, sagte Grüntker.

Im vergangenen Jahr sank der Gewinn der viertgrößte Landesbank Deutschlands auf den niedrigsten Wert seit der Finanzkrise – unter anderem wegen des Zinstiefs und Regulierungskosten. Mit 256 Millionen Euro verdiente das Institut unter dem Strich fast ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor, als sie 340 Millionen Euro verdiente.

Vor Steuern standen 447 Millionen Euro Gewinn in den Büchern der Landesbank, die Sparkassen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg betreut. Ein Jahr zuvor lag der Vorsteuergewinn bei 549 Millionen Euro.

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    Negativ zu Buche schlug eine Abschreibung in Höhe von 68 Millionen Euro auf den Firmenwert der 2005 übernommenen Frankfurter Sparkasse. Positiv machte sich bemerkbar, dass die Helaba für ihren noch etwa 200 Millionen Euro großen Bestand an Schiffskrediten weniger Vorsorge treffen musste und Rückstellungen für faule Kredite auflösen konnte.

    „Wir wussten, dass das Jahr anspruchsvoll werden würde und wir mit einem spürbaren Ergebnisrückgang rechnen mussten. Dieser fiel jedoch geringer als erwartet aus“, bilanzierte Grüntker. Insgesamt sei der Vorstand mit der geschäftlichen Entwicklung und der Ertragssituation zufrieden. „Unsere Risikolage ist weiterhin entspannt.“

    Im Krisenjahr 2008 war die Helaba nach Steuern mit 44 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Im Gegensatz zu vielen anderen Landesbanken überstand das Institut, das aktuell mehrheitlich den Sparkassen in Hessen und Thüringen gehört (rund 69 Prozent), die turbulenten Jahre aber ohne staatliche Rettungsmilliarden.

    Die EZB-Bankenaufsicht fordert dennoch eine Verkleinerung des Helaba-Verwaltungsrates von 36 auf 27 Mitglieder. Die Aufseher halten das Gremium, das den Vorstand überwacht, für zu groß für effiziente Diskussionen. Grüntker ließ erkennen, dass er die Kritik für ungerechtfertigt hält: Die Helaba habe die Herausforderungen der vergangenen Jahre gut bewältigt „auch im Zusammenspiel mit unseren Gremien“.

    • dpa
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