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Manipulationen Führungskräfte der Deutschen Bank unter Verdacht

Der Devisenskandal bei der Deutschen Bank zieht weitere Kreise: Von den Suspendierungen sind nicht nur einfache Händler, sondern nach Informationen des Handelsblatts auch Manager betroffen.
16.01.2014 - 09:27 Uhr 11 Kommentare
Logo der Deutschen Bank: Die suspendierten Händler und Manager sollen mit dem argentinischen Peso gearbeitet haben. Quelle: Reuters

Logo der Deutschen Bank: Die suspendierten Händler und Manager sollen mit dem argentinischen Peso gearbeitet haben.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die jüngsten Verdachtsfälle auf Manipulationen am Devisenmarkt bei der Deutschen Bank betreffen nicht nur einfache Händler, sondern auch Manager. Dies erfuhr das Handelsblatt aus informierten Kreisen. Den Informationen zufolge reichen die Verdachtsfälle am Devisenmarkt, die die Bank bei einer internen Prüfung entdeckte, mehrere Jahre zurück und ziehen sich bis in den Juli 2012 – einen Monat nach Amtsübernahme der neuen Co-Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Die Bank suspendierte mehrere Mitarbeiter in New York und anderen Standorten auf dem amerikanischen Kontinent.

Bei den Suspendierungen gehe es um weniger als fünf Personen, darunter sei mit einem Managing Director aber auch eine Führungskraft aus dem mittleren Management, schreibt das Handelsblatt in seiner Donnerstagsausgabe. Alle beurlaubten Mitarbeiter hätten mit dem argentinischen Peso gehandelt.

Darüber hinaus stellt die Bank nach Informationen aus Finanzkreisen auch einen Manager im Rang eines Directors frei, der bereits zuvor ins Visier der Fahnder geraten war. Der Händler hatte im vergangenen November Besuch vom FBI bekommen, weil er sich in elektronischen Botschaften damit gebrüstet hatte, Devisenkurse manipulieren zu können. Damals hieß es, es handle sich um ein Missverständnis, der Banker habe lediglich einen schlechten Scherz gemacht.

Die Deutsche Bank wollte sich nicht zu Einzelfällen äußern. Sie gehört zu den größten Devisenhändlern der Welt. Der Markt ist riesig. Pro Tag werden weltweit Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar umgesetzt. Eine Sprecherin bestätigte nur, dass die Bank Anfragen von Aufsichtsbehörden erhalten habe, die den Devisenhandel unter die Lupe nehmen. „Die Bank unterstützt diese Untersuchungen und wird in begründeten Fällen disziplinarische Maßnahmen gegen einzelne Mitarbeiter ergreifen“, sagte sie.

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    Auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin gab sich zugeknöpft: Man habe das Thema seit dem Sommer im Blick und untersuche den Sachverhalt zusammen mit ausländischen Aufsichtsbehörden. „Zum Stand der Untersuchungen oder möglichen Maßnahmen gegenüber einzelnen Instituten kann sich die Bafin nicht äußern“, sagte ein Sprecher. Der oberste Bafin-Bankenaufseher Raimund Röseler hatte noch im Dezember gesagt, es gebe keine Anhaltspunkte, dass Händler einer deutschen Bank in Manipulationen verwickelt seien. Das hat sich offenbar geändert. Der „Welt“ zufolge wurden bei dem Peso-Händler verdächtige E-Mails gefunden, die auf Manipulationsversuche hindeuten könnten.