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Manipulationsverdacht Devisenhändler klagt gegen Entlassung bei der Commerzbank

Die Commerzbank hat einen ihrer Händler wegen angeblicher Wechselkurs-Manipulationen entlassen, doch der wehrt sich vor Gericht. Sein Argument: Die Praktiken seien weit verbreitet. Der Betriebsrat steht auf seiner Seite.
09.07.2014 - 18:50 Uhr
Die Commerzbank hatte den Frankfurter Händler und später auch einen Kollegen in London entlassen und ihnen vorgeworfen, sie hätten versucht, den Wechselkurs des polnischen Zloty zu manipulieren. Quelle: Reuters

Die Commerzbank hatte den Frankfurter Händler und später auch einen Kollegen in London entlassen und ihnen vorgeworfen, sie hätten versucht, den Wechselkurs des polnischen Zloty zu manipulieren.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Ein wegen angeblicher Manipulationen entlassener Devisenhändler der Commerzbank wehrt sich vor dem Arbeitsgericht Frankfurt gegen seine Kündigung. Die Praktiken, die die Bank zum Anlass für die Entlassung genommen hatte, seien weit verbreitet, sagte der Anwalt des Händlers in der Verhandlung am Mittwoch. Der Mann arbeitet seit 20 Jahren bei der Commerzbank und klagt auf Wiedereinstellung. Auch der Betriebsrat stellte sich hinter den ehemaligen Mitarbeiter. Die Arbeitnehmervertretung habe der Kündigung unter anderem deshalb widersprochen, weil ein Geschäft wie das inkriminierte gang und gäbe sei, sagte der Richter. Ein Manipulationsversuch sei nach Einschätzung des Betriebsrats nicht ersichtlich.

Die Bank hatte den Frankfurter Händler und später auch einen Kollegen in London entlassen und ihnen vorgeworfen, sie hätten versucht, den Wechselkurs des polnischen Zloty zu manipulieren. Ermittlungsbehörden in aller Welt gehen derzeit Vorwürfen nach, wonach Händler jahrelang versucht haben, Wechselkurse zu Lasten ihrer Kunden zu manipulieren. Viele Banken sind deshalb besonders alarmiert.

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