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Medien-Bericht Wirecard-Management soll vor Pleite systematisch Geld beiseitegeschafft haben

Insolvenzverwalter Jaffé positioniert sich zur Wirecard-Pleite so deutlich wie noch niemand zuvor. Er zielt dabei vor allem auf einen Ex-Manager ab.
24.10.2020 - 13:47 Uhr Kommentieren
Insolvenzverwalter Jaffé lässt weltweit nach Firmen und Konten fahnden, um möglichst viel von dem beiseitegeschafften Geld des Konzerns zurückzuholen. Quelle: dpa
Wirecard-Logo in Aschheim

Insolvenzverwalter Jaffé lässt weltweit nach Firmen und Konten fahnden, um möglichst viel von dem beiseitegeschafften Geld des Konzerns zurückzuholen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wirecard-Insolvenzverwalter Michael Jaffé hat in einem Brief an die Belegschaft wohl schwere Vorwürfe gegen das alte Management des Skandal-Konzerns erhoben. Das berichtet die „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). Demnach sei das Unternehmen „in den Monaten vor der Insolvenz leergeräumt“ worden, teilte Jaffé mit.

In dem Rundbrief schreibt der Konkursverwalter demnach: „Wie Ihnen bekannt“, habe das Insolvenzverfahren „ohne jegliche Liquidität“ begonnen. Denn die damaligen Verantwortlichen sollen zuvor systematisch Geld beiseitegeschafft haben.

Dafür hatte es schon zuvor Indizien gegeben. So hatten im August Medien, unter anderem das Handelsblatt, darüber berichtet, dass Führungskräfte von Wirecard zu Jahresbeginn – und damit deutlich vor der der Insolvenz – hohe Millionensummen abgezogen haben sollen. So deutlich wie Jaffé hat sich aber noch niemand dazu geäußert.

Der Insolvenzverwalter nennt im Brief laut „SZ“ zwar keine Namen. Es soll aber klar sein, dass der untergetauchte Ex-Vorstand Jan Marsalek und dessen Umfeld gemeint seien, heißt es im Bezug auf „Wirecard-Kreise“. Marsalek hatte sich vor vier Monaten nach Weißrussland abgesetzt. Bis heute ist er nicht aufzufinden und untergetaucht.

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    Unter Ermittlern, Wirtschaftsprüfern und Anwälten, die den Wirecard-Skandal aufarbeiten, sei von zahlreichen verdächtigen Geldflüssen vor allem von Ende 2019 bis zur Pleite Mitte 2020 die Rede. Es gehe vor allem um hohe Kredite, die Geschäftspartnern in Asien gewährt wurden und die sich auf weit mehr als eine halbe Milliarde Euro summieren sollen.

    Entscheidungsphase beim Verkauf des Kerngeschäfts

    Jaffé kündigte laut dem Bericht in seinem Rundschreiben auch an, dass der Verkauf des Kerngeschäfts von Wirecard bald erfolgen solle. „Spätestens im November ist mit einer Entscheidung zu rechnen“, wird er zitiert. Man befinde sich „nun in der Entscheidungsphase“. Die beiden verbliebenen Bewerber sind wohl die spanische Bank Santander und das britische Mobilfunkunternehmen Lycamobile.

    Grafik

    Der Insolvenzverwalter hatte in dieser Woche bereits den Ableger Wirecard North America für mehr als 300 Millionen Euro verkauft. Die Einnahmen aus dem Verkauf würden laut Rundbrief auch die Aufklärung der dubiosen Geldflüsse erleichtern.

    Die Anwaltskanzlei Gleiss Lutz solle prüfen, gegen wen Wirecard welche Ansprüche geltend machen könne. Jaffé lässt demnach weltweit nach Firmen und Konten fahnden, um möglichst viel von dem beiseitegeschafften Geld zurückzuholen.

    Mehr: Wirecard-Angestellte fürchten Scheitern des Verkaufs und üben scharfe Kritik am Insolvenzverwalter.

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