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Medienbericht Brexit bringt offenbar weniger Stellenabbau am Finanzplatz London als erwartet

Einem Medienbericht zufolge bauen die Großbanken nur wenige Stellen in der Londoner City ab. Investmentfirmen vergrößern ihre Niederlassungen sogar.
12.12.2020 - 12:38 Uhr Kommentieren
Am Finanzplatz London arbeiten heute noch etwa 65.000 Menschen, etwa 6000 weniger als vor der Brexit-Entscheidung. Quelle: AP
Londoner City

Am Finanzplatz London arbeiten heute noch etwa 65.000 Menschen, etwa 6000 weniger als vor der Brexit-Entscheidung.

(Foto: AP)

Köln Der Brexit führt offenbar nicht zum erwarteten großflächigen Stellenabbau an den Londoner Niederlassungen von Banken und Investoren. Das berichtet die britische Financial Times und beruft sich auf eigene Umfragen in der Londoner Finanzwelt. Demnach haben die meisten der 24 befragten Banken die Zahl ihrer Mitarbeiter in der britischen Hauptstadt im Vergleich zur Zeit vor dem Brexit-Votum sogar erhöht.

Rechne man die zwölf größten ausländischen Banken zusammen, so arbeiteten heute noch etwa 65.000 Menschen in den Londoner Büros. Vor der Brexit-Abstimmung 2016 seien es noch etwa 71.000 gewesen, so die Financial Times. Ein Großteil des Rückgangs sei allerdings auf den Konzernumbau der Deutschen Bank und die Restrukturierung der Credit Suisse zurückzuführen. So hätten zum Beispiel BNP Paribas, Goldman Sachs und UBS heute mehr Beschäftigte in London als vor der Brexit-Abstimmung, heißt es weiter.

Diese Zahlen unterscheiden sich offenbar deutlich von den Schätzungen, die die Banken noch vor einigen Jahren ausgegeben hatten. So rechnete die amerikanische Großbank JPMorgan damit, durch den Brexit bis zu 4000 Stellen in London abzubauen. Bis heute hat sich die Zahl der Angestellten dort allerdings nicht verringert, an den Standorten Glasgow und Edinburgh sind sogar noch etwa 2000 neue Stellen entstanden.

Noch deutlicher ist das Bild bei den großen Investmentfirmen. Alle von der FT befragten Unternehmen haben demnach ihre Präsenz in der Londoner City deutlich ausgebaut. So beschäftigen etwa Vanguard, T. Rowe Price und PIMCO heute mehrere hundert Menschen mehr als noch 2016. Zahlen für die Branchenriesen Blackrock und Fidelity lagen allerdings nicht vor.

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    Bedeutender als die Zahl der Stellen könnte für die Finanzbranche allerdings die Menge des verwalteten Kapitals sein. So rechnet die Bundesbank damit, dass bis zu 675 Milliarden Euro an den Finanzplatz Frankfurt verlagert werden könnten. Das liegt vor allem daran, dass nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase ab 2021 viele Geschäfte für EU-Bürger nicht mehr von London aus möglich sein werden.

    Insgesamt könnten etwa 20 Prozent des in London betreuten Geldes abwandern, berichtet die Neue Zürcher Zeitung unter Berufung auf Experten. Das wären gut 1300 Milliarden Euro.

    Mehr: So bereiten Unternehmen sich auf den No-Deal-Brexit vor

    • tse
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