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Medienbericht Schweizer UBS als Großaktionär bei der Coba?

Die in der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank soll wieder ganz in private Hände. Finanzminister Schäuble soll hinter den Kulissen nach Interessenten suchen. Der Name UBS fällt dabei immer häufiger.
13.07.2013 Update: 13.07.2013 - 16:24 Uhr 14 Kommentare
Teilverstaatlichte Bank: Will Finanzminister Wolfgang Schäuble die Commerzbank-Anteile an die Schweizer UBS verkaufen? Quelle: AFP

Teilverstaatlichte Bank: Will Finanzminister Wolfgang Schäuble die Commerzbank-Anteile an die Schweizer UBS verkaufen?

(Foto: AFP)

Berlin Kurz vor der Bundestagswahl sucht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) einem Magazinbericht zufolge einen Käufer für die restlichen Staatsanteile an der Commerzbank. Schäuble habe bereits bei der Schweizer Großbank UBS ein mögliches Interesse an der Übernahme der zweitgrößten deutschen Bank sondiert, berichtete das Magazin "Focus" am Samstag vorab ohne Quellenangabe. Schäuble habe dazu mit dem früheren Bundesbank-Chef Axel Weber gesprochen, der dem UBS-Verwaltungsrat vorsteht. Der Anteil des Bankenrettungsfonds SoFFin von gut 17 Prozent an der Commerzbank ist an der Börse derzeit rund 1,2 Milliarden Euro wert, die ganze Bank 6,8 Milliarden.

Ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin erklärte am Samstag lediglich, es sei stets das Ziel der Bundesregierung gewesen, die im Zuge der Finanzmarktkrise gewährten Stabilisierungsmaßnahmen zeitlich so eng wie möglich zu begrenzen. "Wann jedoch der verbliebene Aktienanteil des SoFFin an der Commerzbank veräußert wird, ist derzeit nicht absehbar", sagte er. Die Commerzbank und die UBS lehnten eine Stellungnahme ab.

Der Staat hatte die Commerzbank vor gut vier Jahren mit 18,2 Milliarden Euro gerettet. 16,4 Milliarden davon entfielen auf Stille Einlagen, die die Commerzbank inzwischen vollständig zurückgezahlt hat. Zudem übernahm der SoFFin für 1,8 Milliarden Euro 25 Prozent an der Bank. Die SoFFin-Beteiligung ist inzwischen im Zuge der jüngsten milliardenschweren Kapitalerhöhung der Commerzbank auf rund 17 Prozent gesunken, die Sperrminorität des Staates ist damit gefallen. Sollte der Bund seine Beteiligung in einem Schritt verkaufen wollen, wäre es Analysten zufolge sinnvoller gewesen, den Anteil nicht verwässern zu lassen. Denn beim Verkauf einer Sperrminorität lässt sich in der Regel ein höherer Preis erzielen als bei der Veräußerung eines kleineren Anteils.

Die Commerzbank fährt derzeit einen radikalen Sanierungskurs und streicht bis 2016 rund 5.200 Stellen. Der unter Erfolgsdruck stehende Vorstandschef Martin Blessing will die Bank auf Privatkunden und den Mittelstand ausrichten. Weniger lukrative Randbereiche und Altlasten stößt er ab. Der Markt wartet noch auf durchschlagende Erfolgsmeldungen: Die Ratingagentur Moody's geht beispielsweise davon aus, dass der Umbau der Commerzbank frühestens 2015 Früchte tragen wird. Zahlreiche Investoren haben die Anteilsscheine aus ihren Depots geworfen - Anfang Juli fiel die Aktie auf ein Rekordtief von 5,56 Euro, am Freitag ging sie bei 5,96 Euro aus dem Handel. Damit der Bund seine Anteile ohne Verluste verkaufen könnte, müsste der Kurs auf mehr als 30 Euro steigen.

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    Auch die UBS kämpft mit Problemen. Erst am Freitag durchsuchten Fahnder Büros der deutschen Töchter wegen Ermittlungen gegen UBS-Kunden im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung. Zudem verfolgen auch die Schweizer einen rigiden Sparkurs. Bis 2015 sollen die Kosten um 5,4 Milliarden Franken gesenkt werden. Das Investmentbanking wird nach mehreren Handelsskandalen drastisch verkleinert, 10.000 Arbeitsplätze werden gestrichen. Im vergangenen Jahr brockten der Skandal um die Manipulation des Referenzzinses Libor und die Kosten für den Stellenabbau der UBS 2012 dem Institut einen Verlust von 2,5 Milliarden Franken (zwei Milliarden Euro) ein.

    In Europa stehen derzeit viele Banken zum Verkauf. Wegen der verschärften Kapitalvorschriften nach Basel III müssen Banken jedoch ihre Risiken reduzieren und ihre Kapitalpolster aufstocken. Die Übernahme von Konkurrenten ist daher für viele Geldhäuser unattraktiv - zumal Beteiligungen an Banken nach Basel III mit hohen Eigenkapitalauflagen belegt sind.

    • rtr
    Startseite
    14 Kommentare zu "Medienbericht: Schweizer UBS als Großaktionär bei der Coba? "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer den Artikel noch nicht einmal aufmerksam liest, kann sich dies an den Fingern einer Hand zusammenrechnen... und der Betrag ist bei Weitem nicht so hoch, wie der populistische Pöbel annimmt...

    • Enttäuschter Anleger mit Verlusten....! Tja, ja, an der Börse gibt es den alten Spruch: "Gier frisst Hirn." Kurz gesagt, wer aus finanzieller Gier ohne Fachwissen in Aktien investiert, kann sich bei seinen Verlusten nicht über das Unternehmen beschweren oder die Politik um Hilfe oder Regelung bemühen, denn die Schuld liegt ganz allein bei einem selbst. Ach ja: Ich beobachte und handle die Commerzbank-Aktie seit 4 Jahren und habe noch keinen Cent Verlust gemacht (grins).

    • Es würde mich schon interessieren, was uns Steuerzahler dieser "Coup" des Herrn Schäuble kostet.

    • HRE lässt grüßen - Squeeze Out der Aktionäre zum Schleuderpreis?

    • , physisches Gold, Autos, Grundstücke oder in sein Hobby steckt. Ich und bestimmt die meisten Anleger haben bestimmt keine Lust, einem betrügerischen Unternehmen sei es Privatbank, Hedgefond, Bank, AG, die Yacht, die Villa, den Ferrari und Porsche zu finanzieren und selbst auf wertlosem Papier zu sitzen. Viele Menschen haben dass angelegte Geld schwer verdient und danach verloren. Warum macht hier die Politik nichts oder die Bafin oder sonstige Kontrollorgane die es doch gibt, oder profitieren die Kontrollorgane mit, dass sie u diesem System gehören also evtl. von diesen betrügerischen Unternehmen gegrüdet wurden, um den Anschein zu erwecken, dass es auf dem Finanzmarkt legal und ehrlich zugeht!?

      Mein Fazit:
      Ich traue diesem Finanzsytem nicht mehr, da hier sehr viele wertlose Papiere gehandelt werden, die eigentlich keinen Wert haben und einfach nur ein Los auf dem Jahrmarkt darstellen und eher einem Casino gleichen, als einer seriösen Geldanlage. Wenn z.B. Herr Blessing von der Commerzbank für das Jahr 2012 einen Gewinn von 4 Milliarden verspricht, aber tatsächlich nur einen Gewinn von 6 Millionen in 2012 erwirtschaftet aber allein nur “sein” Gehalt in 2012 den Gewinn seiner ganzen Bank übersteigt und dann noch immer im DAX notiert ist und der deutsche Staat auch noch Kontrollfunktionen bei dieser Bank ausübt und es trotzdem soweit gekommen ist, dass diese Aktie noch immer Geld vernichten darf und den Augen de Bafin und des deutschen Staates, dann stimmt etwas nicht. Dann kann man sein Geld auch verbrennen, dann gibt es wenigstens ein bisschen warm.

      Weltweit sind jedes Jahr Schrottpapiere von geschätzt 700 Billionen Euro im Umlauf. Die Umsätze in allen Branchen weltweit sind etwa auf ca. 70-100 Billionen begrenzt, da sieht man wieviel sogenannte “Geldwerte” im Umlauf sind und Nullkommanix wert sind.

    • Guten Tag,

      die Kurse bzw. Gewinn oder Verlust bestimmt wie auch beim Aktienkauf der Markt = Angebot und Nachfrage. Wie ich in in letzten 10 Jahren schmerzlich erfahren musste. Ist der Handel mit Aktien oft bzw. sehr oft manipuliert von Börsenbriefen usw.. Ach die Analysen die man als Privatanleger nachlesen kann schon so veraltet, dass man damit nichts anfangen kann. Es ist mir schon paasiert, dass aufgrund einer Empfehlung eines Börsenbriefes eine Aktie gekauft habe, die auch an deutschen Börsen gehandelt wurde, die aber schon pleite war! Nirgends weder auf Finanznachrichten.de. Onvista.de, Wallstreet-Online, Handelsblatt, gabe es zu dieser Aktie eine Anlegerwarnung oder aktuelle News. So kommen oft 100%ige Verluste zu Stande. Ich glaube auch nicht dass die Firmen die eigentlichen Betrüger sind, sondern die Banken, die diese Schrottpapiere im Bestand haben und die durch Börsenbriefe, etc. mit Anlageemempfehlung und 1000% Gewinn innerhalb eines Monats ködern und diese Aktien oder andere Wertpapiere den Kleinanlegern verkaufen und danach interessiert sich keiner mehr für diese Aktie weil sie nichts Wert war und nichts Wert sein wird. Als ich meinem Vermögensberater meiner Kreissparkasse anvertraute und auch der Bafin diese Maschen solcher Aktien, Börsenbriefe, usw. schilderte, gaben die zu dass dieser markt nicht fair ist und die Kleinanleger eigentlich keine Chance haben wirklich und dauerhaft Geld zu verdienen. Selbst Aktien aus dem Dax sind Geldvernichter, siehe Telekom, Commerzbank, Infineon und viele andere im M-Dax und Tec-Dax.
      Mir ist auch bis heute nicht klar warum Unternehmen die eigentlich pleite sind noch an den Börsen gehandelt werden und die Bafin nicht dafür sorgt, dass diese Schrottfirmen für Anleger unzugänglich sind. Wer Pleite ist der sollte auch nicht die Möglichkeit bekommen, dass man gutes Geld dem schlechten hinterher wirft. Dass heutige Geldsystem ist dermaßen unseriös, dass man dass Geld lieber uns was Materielles wie Immobilien

    • Warum will der Staat mit so schnell aussteigen, wenn der Kurs am Boden liegt, die Bank noch keine neue Ausrichtung hat, eine Blackbox mit vielen Risiken ist? Wirtschaftlich unsinnig! Aber Staatsbeteiligungen sind in Deutschland ja leider Teufelszeug (wohl von der FDP geprägt) und man kann damit auch nicht umgehen
      Meiner Meinung nach soll der Staat beteiligt bleiben, bis die Bank neu ausgerichte ist und der Kurs sich erholt - mindestens!!! Es gibt Länder, die Staatsbeteiligungen mit Gewinn verkaufen!

    • Tatsächlich wäre die Commerzbank jetzt vermutlich sehr viel mehr wert, hätte man die Dresdner nie übernommen. So paradox es klingt, die Übernahme der Dresdner Bank hat den Commerzbank Aktionär enteignet.
      Mit ein Grund ist jedoch auch die Coba Tochter Eurohypo. Auch diese hat enorme Lasten in den Bilanzen..

    • Mit der Übernahme der pleite Bank Dresdner und deren 32 Mrd Euro Verlust hat man der Allianz Versicherung ein Problem abgenommen. Die erfolgreiche Führungsmannschaft der Pleitebank sitzt nun in den meisten Führungspositionen der Commerzbank, was erwarten sie denn? Gewinne?

    • mal ne kleine Frage am Rande:
      Wie kam's eigentlich zu der ganzen Problematik?
      Was ist denn die eigentliche Ursache, warum es der CoBa nicht "so gut" geht?

      Eine Bank im Land des jahrelangen 1. oder 2. Exportweltmeisters hat Probleme... wieso denn nur?

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