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Medienbericht UBS könnte bis zu 10.000 Stellen abbauen

Der Jobabbau bei der Schweizer Großbank könnte groß ausfallen. Bis zu 10.000 Mitarbeiter stehen auf der Kippe, heißt es in einem Medienbericht. Die Stellenstreichungen könnten schon am Dienstag verkündet werden.
26.10.2012 - 21:22 Uhr Kommentieren
Die UBS steht offenbar vor einem massiven Stellenabbau. Quelle: AFP

Die UBS steht offenbar vor einem massiven Stellenabbau.

(Foto: AFP)

London/Zürich Beim Umbau der Schweizer Großbank UBS könnten einem Bericht zufolge bis zu 10.000 Jobs gestrichen werden. Dies sei die Folge eines geplanten tiefgreifenden Umbaus im Investmentbanking, berichtete die „Financial Times“ am Freitagabend unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Das Investment-Banking solle drastisch verkleinert werden. Die neue Strategie solle am nächsten Dienstag verkündet werden. An diesem Tag legt UBS auch Quartalszahlen vor.

Erst Mitte Oktober hieß es in einem Zeitungsbericht, um die Kosten weiter zu senken, könnten bei der UBS bis zu 2000 der zuletzt noch 8200 IT-Stellen wegfallen. Dies hatte die Schweizer Zeitung „Tages-Anzeiger“ unter Berufung auf interne Dokumente berichtet.

In dem Bericht war zudem darüber spekuliert, dass UBS-Chef Sergio Ermotti nicht nur in der Informationstechnologie weiter sparen wolle, sondern die Kosten auch in anderen Sparten weiter gedrückt werden sollen.

Seit Anfang 2008 war die Zahl der UBS-Angestellten bereits um rund 20.000 auf zuletzt etwas mehr als 63.000 gesunken. Die Bank ist einer der größten Verlierer der Bankenszene in der Finanzkrise und befindet sich seitdem in rauem Fahrwasser. In den Jahren 2007 und 2008 häufte sie Verluste von rund 28 Milliarden Franken an und musste deshalb im Gegensatz zur Credit Suisse vom schweizerischen Staat vor dem Kollaps gerettet werden. Viermal musste die UBS ihr Kapital erhöhen. Hinzu kam ein Steuerstreit mit den USA, der das Image der Bank beschädigte.

UBS-Chef Ermotti hatte angekündigt, den Stellenabbau seines Vorgängers Oswald Grübel forcieren zu wollen. Vor allem im Investmentbanking sollten mehr Stellen wegfallen, als noch von Grübel geplant. Dieser hatte im Sommer 2011 angekündigt, die Kosten bis 2013 um zwei Milliarden Franken senken zu wollen. Damals war von 3500 Stellen die Rede - Ermotti legte dann im Herbst noch einmal 400 Stellen im Investmentbanking drauf.

Welche Banken die meisten Stellen streichen
Banken in London
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Barclays, Großbritannien - 3700 Stellen

Die Barclays Bank hat turbulente Monate hinter sich. Die Briten sind am Libor-Skandal beteiligt, Bankchef Bob Diamond nahm seinen Hut. Der neue Vorstandschef Antony Jenkins arbeitete einen umfassenden Umbau des Unternehmens aus. Die Bank kürzt 3700 Stellen. 1900 der Stellenstreichungen entfallen auf das Filialgeschäft. 1800 Arbeitsplätze fallen im Investment-Banking weg. Das Geldhaus beschäftigt insgesamt 23.000 Investmentbanker.

Die Zahlen basieren auf einer Zusammenstellung der Agentur Bloomberg (außer Barclays und Commerzbank). Es wurden ausschließlich Zahlen aus Unternehmensangaben und von Bloomberg zusammengetragene Daten berücksichtigt. Haben Banken eine Bandbreite von Arbeitsplätzen angekündigt, wurde die Obergrenze berücksichtigt. Stand: April 2013,

(Foto: dpa)
File photo of office workers waling past an ANZ Bank sign in central Sydney
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Australia & New Zealand Bank, Australien – 1000 Stellen

Die Australia & New Zealand Bank baut Stellen in vierstelliger Größenordnung ab. Das Institut (im Bild eine Filiale in Sidney) mit Sitz in Melbourne ist das viertgrößte in Australien. In Neuseeland ist die Bank die mit Abstand größte Geschäftsbank.

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 4841795 Pedestrians stand outside a branch of the National Australia Bank (NAB) in central Sydney, 11 May 2005. NAB, Australia's bigges
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National Australia Bank (NAB) - 1400 Stellen

Auch Down Under hat die Finanzbranche Probleme. Die größte Bank Australiens, die National Australia Bank, kündigte Ende April den Abbau von 1400 Arbeitsplätzen an.

(Foto: AFP)
Moody's rating agency downgrades 15 international banks
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Société Générale, Frankreich – 1580 Stellen

Die französische Großbank kündigte im Januar an, mehr als 1500 Mitarbeiter abzubauen. Die Geschäftsbank mit Sitz in Paris hat weltweit rund 150.000 Angestellte.

(Foto: dpa)
File photo of the headquarters of Morgan Stanley is seen in New York
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Morgan Stanley, USA – 1700 Stellen

Die US-Investmentbank hatte zuletzt einen Milliardenverlust hinnehmen müssen. Die Mitarbeiter sollen weniger Geld erhalten – und es werden auch Stellen abgebaut. Die Bank kündigt den Abbau von 1700 Jobs im Investment-Banking an.

(Foto: Reuters)
Pressekonferenz des Vorstandes der Deutschen Bank
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Deutsche Bank – 1900 Stellen

Die neuen Co-Chefs der Bank, Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain, stellen Deutschlands größtes Kreditinstitut neu auf. Vor allem im Investment-Banking wird gespart. 1900 Stellen werden gestrichen. Vor allem Banker in London und New York müssen gehen.

(Foto: dapd)
Irland greift Banken mit bis zu 7,5 Milliarden Euro unter die Arme
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Allied Irish Bank – 1900 Stellen

Die verstaatlichte Allied Irish Bank will rund ein Sechstel ihrer Stellen abbauen. In der Finanzkrise erhielt das Institut mehr als 20 Milliarden Euro Staatshilfe.

(Foto: dpa)
  • dpa
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