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Medienberichte US-Hedgefonds Elliott steigt bei Twitter ein

Der berüchtigte Investor Paul Singer, Chef des US-Hedgefonds Elliott, will Twitter umkrempeln. Für CEO Jack Dorsey könnte das gefährlich werden.
01.03.2020 - 17:09 Uhr Kommentieren
Der Chef des US-Hedgefonds Elliott ist für seinen Aktionismus bekannt. Quelle: REUTERS
Paul Singer

Der Chef des US-Hedgefonds Elliott ist für seinen Aktionismus bekannt.

(Foto: REUTERS)

New York Paul Singer hat wieder zugeschlagen. Der Chef des US-Hedgefonds Elliott Management soll einen größeren Anteil an Twitter-Aktien gekauft haben und auf Veränderungen drängen, berichteten US-Medien am Wochenende übereinstimmend.

Demnach hat er gleich vier Kandidaten für den Verwaltungsrat des sozialen Netzwerks nominiert. Bei der Hauptversammlung im Mai werden aber nur drei Posten frei. Beobachter glauben daher, dass der für seinen Aktionismus bekannte Investor auch auf den Rücktritt von Twitter-Chef Jack Dorsey drängen wird, der ebenfalls im Verwaltungsrat sitzt, jedoch planmäßig erst 2022 wiedergewählt werden muss.

Dorsey ist einer von drei Mitgründern von Twitter und seit Monaten unter Druck. Zwar spielt der Kurznachrichtendienst seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump eine zentrale Rolle in der Politik. Der Republikaner nutzt das Netzwerk wie kein anderer Staatschef, um seine Ansichten zu verbreiten und seine Gegner zu kritisieren. Wirtschaftlich aber hängt Twitter deutlich hinter anderen sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook und Snap zurück.

Dorsey, der gleichzeitig auch das von ihm ebenfalls gegründete börsennotierte Fintech Square führt, war nach Gründung von Twitter im Jahr 2006 bereits Vorstandschef. Dann ließ er anderen den Vortritt und kehrte im Juli 2015 als CEO zurück. Seitdem hat die Aktie 6,2 Prozent verloren, während etwa die Papiere von Facebook um 121 Prozent zugelegt haben.

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    Twitter-Chef unter Druck

    Ende Oktober sackte die Twitter-Aktie nach schwachen Quartalszahlen gar um mehr als 20 Prozent ab. Kritiker bemängeln, dass Twitter sich zu sehr aufs Kerngeschäft konzentriert habe, während andere Netzwerke mit Stories, Filtern und anderen Features ihr Angebot stetig ausgebaut hätten. Für Unruhe sorgte zudem Dorseys Plan, 2020 drei bis sechs Monate in Afrika verbringen zu wollen.

    Professor Scott Galloway von der New York University schrieb daraufhin einen offenen Brief an Verwaltungsratschef Omid Kordestani mit dem Titel „Jetzt reicht’s“, in dem er Dorseys Rücktritt forderte. Galloway ist ein wichtiger Meinungsführer in der Technologiebranche.
    Der Kurznachrichtendienst ist für Investoren wie Elliott besonders attraktiv. Es gibt nur eine Aktienklasse, damit kann sich Singer deutlich einfacher Einfluss verschaffen als etwa bei Facebook und Snap, wo die Gründer die Mehrheit der Stimmrechte über eine separate Aktienklasse kontrollieren.

    Singer ist ein einflussreicher Geldgeber der republikanischen Partei. Der 75-jährige Milliardär hatte sich zunächst gegen die Wahl von US-Präsident Trump eingesetzt, seine Meinung dann aber geändert. Singer ist bekannt für seine Strategie, Druck auf Unternehmen auszuüben. Erst Anfang Februar wurde bekannt, dass er seinen Anteil beim japanischen Technologiekonzern Softbank erhöht hat.

    So will er das Management zu Maßnahmen drängen, die den Aktienpreis der Firma in die Höhe treiben. Häufig versucht Singer zunächst im Hintergrund, etwas zu bewegen. Wenn dies scheitert, geht er in der Regel mit harten Forderungen an die Öffentlichkeit. Auch in Deutschland ist sein Hedgefonds aktiv und stieg unter anderem bei Thyssen-Krupp und Bayer ein. Die Twitter-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um fast acht Prozent.

    Mehr: Warum Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz in seinem neuen Buch zu einer Reform des Kapitalismus aufruft.

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