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Messen der „Führungskultur“ Transparency Deutschland will erweiterten Bankenstresstest

Zahlreiche Verstöße gegen Gesetze und Aufsichtsregeln durch Banken lassen Transparency Deutschland eine Ausweitung des EZB-Stresstest fordern: Ein „Nachweis von Führungskultur“ sollte Bestandteil der Prüfung sein.
28.10.2014 - 16:41 Uhr Kommentieren
Edda Müller, die Vorsitzende der Antikorruptionsorgansation Transparency International, Deutschland e.V. Die Organisation will den EZB Stresstest um weitere Kategorien wie einen „Nachweis von Führungskultur“ erweitern. Quelle: dpa

Edda Müller, die Vorsitzende der Antikorruptionsorgansation Transparency International, Deutschland e.V. Die Organisation will den EZB Stresstest um weitere Kategorien wie einen „Nachweis von Führungskultur“ erweitern.

(Foto: dpa)

Berlin Für die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland greift der Bankenstresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) zu kurz. Der Test gebe keine Auskünfte über das Risiko „Mangel an Führungskultur“ in Banken, erklärte die Organisation am Dienstag in Berlin. Wie teuer dieses Risiko werden könnte, hätten die zahlreichen Verstöße gegen Gesetze und Aufsichtsregeln von Bankern gezeigt.

Transparency forderte deshalb eine „Integritätsoffensive im Bankensektor“. Die Aufsichtsbehörden sollten demnach den „Nachweis von Führungskultur“ zum Bestandteil der Aufsicht über die großen europäischen Kreditinstitute machen. Die Banken müssten zusammenarbeiten, um „messbare Standards“ für integres Verhalten zu definieren.

Seit 2008 hätten große Banken in Europa Milliarden von Bußgeldern für Verstöße gegen Gesetze und Aufsichtsregeln gezahlt - zur großen Verunsicherung von Aktionären, Kunden und Steuerzahlern, erklärte Transparency. Beispiele hierfür seien Beihilfe zur Steuerhinterziehung, Fehlberatung von Anlegern oder Manipulationen von Referenzzinsen.

Die EZB hatte insgesamt 130 Banken aus 19 Ländern einem Stresstest unterzogen, weil sie am 4. November die europäische Bankenaufsicht übernimmt und das Vertrauen in die Geldhäuser stärken wollte. Im Vorfeld dazu wollte sie mögliche Altlasten und Kreditrisiken aufspüren.

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    Ihre seit November 2013 laufende Prüfung zusammen mit der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) bestand aus zwei Teilen: einem Bilanz-Check und dem eigentlichen Stresstest, bei dem zwei Krisenszenarien simuliert wurden. Die Geldinstitute mussten nachweisen, dass sie auch in Krisenzeiten über genügend Eigenkapital verfügen.

    • afp
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