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Milliardenstrafe gegen BNP Paribas Europas Angst vor den US-Behörden

Die US-Regierung hat Banken den Kampf angesagt, die gegen Sanktionen verstoßen haben. Die französische BNP Paribas muss mit einer drakonischen Strafe rechnen – und könnte weitere Probleme bekommen.
30.05.2014 - 15:39 Uhr 6 Kommentare

BNP Paribas droht Rekordstrafe

Paris Unter Europas Banken wächst die Furcht vor der US-Regierung, die derzeit mit aller Härte gegen Institute vorgeht, die gegen Geldwäschevorschriften und US-Sanktionen verstoßen haben. Jüngstes Ziel des US-Justizministeriums ist die französische Großbank BNP Paribas, die laut Medienberichten eine drakonische Strafe von zehn Milliarden Dollar zu erwarten hat. Die Aktie ging nach Bekanntwerden zeitweilig um sechs Prozent in die Knie.

Während die Bank selber nach wie vor nicht zu der Angelegenheit Stellung nimmt, kommen Ratingagenturen, Analysten und Berater langsam aus der Reserve. Die amerikanische Agentur Moody’s schrieb, der Rechtsstreit beeinträchtige nicht das Rating von BNP. Doch könne die Bank einen Vertrauensverlust bei den Kunden erleiden, bestimmte Geschäftsbeziehungen verlieren und sogar Finanzierungsprobleme in den USA bekommen, wenn sie wie von den US-Behörden verlangt in einem Strafverfahren auf „schuldig“ plädiere. Vor allem institutionelle Investoren könnten aufgrund ihrer internen Regularien gezwungen sein, dann die Beziehungen zu BNP abzubrechen.

Frankreichs Zentralbankgouverneur Christian Noyer hatte vor einigen Tagen hervorgehoben, dass weder nach europäischem noch nach UN-Recht von einem Delikt die Rede sein könne. In Bankenkreisen in Paris heißt es, es sei „Zeit für eine europäische Antwort“, da es bei weitem nicht allein um BNP Paribas gehe, sondern auch andere europäische Institute ins Visier der Amerikaner gerieten.

„Selbst wenn BNP nur zeitweilig die Lizenz für den Handel mit US-Dollar verlieren würde, hätte das enorme Konsequenzen“, sagte Eric Delannoy von der auf Banken und Versicherungen spezialisierten Strategieberatung Weave in Paris dem Handelsblatt. „Zwei Drittel der internationalen Finanzierungen laufen in Dollar, wenn BNP davon auch nur vorübergehend abgeschnitten wäre, würde aus einer globalen eine lokale Bank“.

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    „Einen lästigen Konkurrenten schwächen“
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    6 Kommentare zu "Milliardenstrafe gegen BNP Paribas: Europas Angst vor den US-Behörden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Hafners
      DAs ist normal. Wenn ich einen kritischen Kommentar zu Erneurbaren Energien (=Enteigungsprogramm der Grünen) pste, ist der Artikel kurz drauf im Bereich "tecnologie-update" siehe rechts oben af der Homepage, veschoben.

    • @RainerFeiden

      Genau diesen Punkt habe ich auch in den Fokus genommen. Aber das Handelsblatt postet jetzt schon zum dritten Mal diese BNP-Artikel in neuem Gewand - wohl um die Kommentare loszuwerden. Tip: ab heute abend wird doch fürs Wochenende die Kommentarzeile gesperrt. Probiert es dann nocheinmal, liebe Redaktion - auch wenn übers Wochenende niemand mehr das HB liest.

      Hier das Posting bzgl des im ganzen Universum geltenden "US-Rechts" zum dritten Mal:

      Hier erleben wir das neue Geschäftmodell der US-Administration zur Sanierung des Staatshaushalt:

      Erst werden irgendwelche Sanktionen oder Gesetze beschlossen, natürlich ohne andere Staaten zu fragen (Amerika ist ja schließlich "exceptional"). Danach wird dieses "US-Recht" international für jeden weltweit gültig erklärt und dann wird bei Ausländern weltweit abkassiert, weil diese im Ausland US-Recht gebrochen haben.

      Da unsere Politiker nur Marionetten sind, macht diese Anmaßung nicht einmal vor staatlichen Institutionen halt, wie die Bedrohung des NSA-Untersuchungsausschusses gezeigt hat, wo sich die Abgeordneten des deutschen Bananentages "STRAFBAR" machen, wenn sie die Snowden-Akten über US-Spionage gegen die Bananenrepublik Deutschland einsehen. DAS MUSS MAN SICH MAL AUF DER ZUNGE ZERGEHEN LASSEN!!!!!!! Es ist also Unrecht sich mit kriminellen Aktivitäten von US-Behörden, die gegen das eigene Land gerichtet sind, zu befassen!

      Und mit DIESEN TOTAL ABGEDREHTEN IMPERIUM wollen unsere ungewählten EUdSSR-Aparatschiks ein FREISCHWINDELS-GEHEIM-ABKOMMEN abschließen um damit US-Recht in Europa einzuführen.

      Warum dies überhaupt nötig ist, ist mir allerdings unklar. US-RECHT gilt ja bereits faktisch schon ÜBERALL IM UNIVERSUM, warum sich da noch mühsam mit ein paar Rechtsverdreher-Paragraphen abmühen, bloß um damit dem Ganzen den Anschein des Rechts zu verpassen?

      „Niemand schafft größeres Unrecht, als der, der es in Form des Rechts begeht.“ Platon (428 / 427 v. Chr. - 348 / 347 v. Chr.) - griechischer Philosoph

    • Und wenn schon? Di9e französische Bank kennt sicher einen Sponsor. Klassisches Beispiel für die Rettung durch eine Bankenunion.

    • Es scheint us-amerikanische Politik zu werden, lästige Konkurrenten mit Hilfe von Justizangriffen zu schwächen. Es werden immer höhere Strafen verlangt, immer mit der Drohung verbunden, erhebliche Sanktionen zu verhängen. Dabei ignorieren die US-Behörden gleichzeitig internationale Gerichte oder Schiedsgerichte. Der Grund dafür dürfte klar sein, die Aussichten zu gewinnen wären gering. Somit erklärt sich das Verhalten nur mit einem Wirtschaftskrieg, den die USA gegen ihre Konkurrenten führt. Warum soll Europa solches Verhalten durch ein Freihandelsabkommen belohnen. Die Verlierer sind in jedem Fall die Europäer, da sich die USA nur an ihren eigenen Interessen orientieren und internationales Recht ignorieren. Die NAS lässt grüßen.

    • Und aus lauter Angst vor den US Behoerden fuehren unsere Politiker das "geheime Freihandelsabkommen" mitden USA ein, damit das Abkassieren zu US-Gunsten schneller und rationeller erfolgen kann. Schoene Zeiten,die da auf uns zukommen.

    • Die Iran Sanktionen sind m.M. noch in Kraft und der Iran hat sich auch noch nicht vom Atomprogramm verabschiedet. Bis die Sanktionen endgültig weg sind, dürfte das noch dauern. Die Franzosen sind einfach vor den Anpfiff losgestürmt. Bei der Gurke Hollande aber kein Wunder. Die Amis fanden das weniger lustig.

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