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Mittelstandsbank IKB weiterhin auf Staatsgarantien angewiesen

Die Neuausrichtung der IKB bleibt trotz eines Quartalsgewinns eine große Herausforderung. Zwar konnte die Mittelstandsbank ihre Verluste reduzieren, doch sie bleibt weiterhin von Staatshilfen abhängig.
28.02.2011 - 09:57 Uhr Kommentieren
Eingang der IKB in Düsseldorf: Die Mittelstandsbank konnte ihre Verluste reduzieren. Quelle: dpa

Eingang der IKB in Düsseldorf: Die Mittelstandsbank konnte ihre Verluste reduzieren.

(Foto: dpa)
Düsseldorf

Die wieder zum Verkauf stehende Mittelstandsbank IKB kommt bei ihrer Gesundung nur mühsam voran. Der Verlust reduzierte sich zwar in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 (per Ende September) auf 132,2 von 614,8 Millionen Euro, wie die Bank am Montag in Düsseldorf mitteilte. Ein Grund dafür war aber erneut der paradoxe Effekt, dass die Verbindlichkeiten der IKB am Markt mit größeren Abschlägen gehandelt werden, was nach Bilanzstandard IFRS zur Verbuchung eines Gewinns führt. Im Aufschwung sank die Risikovorsorge von April bis Dezember 2010 um drei Viertel. Das Kredit-Neugeschäft zog um 23 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro an. "Wir sehen erste zarte Pflänzchen der Besserung", sagte ein Sprecher.

Die IKB, die in der Finanzkrise als erste deutsche Bank ins Wanken gekommen war, hatte vom Bankenrettungsfonds SoFFin bis zu zwölf Milliarden Euro an Garantien bekommen. 9,6 Milliarden Euro davon waren zuletzt noch übrig. Sie kosteten 96 Millionen Euro an Gebühren. Als EU-Auflage für die Staatshilfe muss die IKB ihre Bilanzsumme bis Ende September 2011 um 30 Milliarden auf 33,5 Milliarden Euro abbauen. Ende Dezember hatte sie das Ziel mit 34,2 Milliarden fast erreicht. Alle Darlehen über 900 Millionen Euro für eine Zweckgesellschaft, in die nach dem Verkauf der IKB an den Finanzinvestor Lone Star ihre toxischen Papiere eingebracht worden waren, seien getilgt, erklärte die Bank.

Lone Star hatte die IKB 2010 wieder zum Verkauf gestellt, allerdings verzögert sich der Prozess Finanzkreisen zufolge. Mit raschen Gewinnen könnte auch ein neuer Eigentümer nicht rechnen.

Es werde "einige Zeit brauchen, bis sich die Neuausrichtung auch spürbar positiv in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt", hieß es im Zwischenbericht. Auch in den nächsten Geschäftsjahren seien "keine oder nur geringe Überschüsse" zu erwarten, auch weil zunächst die milliardenschweren Ansprüche von Eigen- und Hybridkapitalgebern befriedigt werden müssten.

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